Abenteuer durch das Taurusgebirge. Nachdem wir zwei Tage zuvor bereits eine kleine Tour an den Rand des Taurusgebirges unternommen hatten und dies sehr faszinierend fanden, haben wir uns zwei kleine Scooter gemietet, da die Kurven oft sehr eng waren und man sowieso nicht allzu schnell fahren kann, entscheiden wir uns für die Wendigkeit.
Ausflug nach Payaller
Von Konakli aus nach Side bogen wir rechts ab nach Payaller. Schon nach wenigen Minuten fingen die ersten doch sehr interessanten Kurven an und es gibt nur noch eine asphaltierte Strasse den Berg hinauf. Der Vorteil ist es, das ein sich Verfahren unmöglich ist, leider setzen wir doch recht häufig mit unseren Mopeds auf, doch die schönen Kurvenkombinationen lassen uns die Sorge um die Maschinen verdrängen, die Blumen und Pflanzen werden merklich weniger. Wir erreichen einen Ort. Hier gibt es neben der „Strasse“ Nichts. Keine Mauer, einfach nur Nichts. Nicht wie in den Alpen, wo man meist noch wenigstens ein Mäuerchen hat. Neben der Strasse geht es direkt 300 bis 500 m nach unten. Jeder gröbere Fahrfehler wäre nun gefährlich. Auf 30 km treffen wir einen Geländewagen und 2 Mopeds. Wir überqueren einen wunderschönen Bergfluss, dann geht es am nächsten Berg links hoch. Mir wird schlecht von den Hunderten von Kurven, und dazu mulmig von den steilen Abhängen. Komisch, bisher war ich immer schwindelfrei, aber dies hier macht mich langsam weich. Die Kurven sind nun sehr eng und es geht so steil hoch, dass man nur noch 10 bis max. 20 km fahren kann. Felsen hängen über die Strasse, darunter Kurven, nunmehr häufig mit Split und Steinen, die Strasse nur noch 3 m breit, daneben der Abhang, und manchmal noch Stücke aus der Strasse herausgebrochen. Es geht so steil nach unten, dass man nach unten nichts sieht.
Gündogmus
Endlich erreichen wir den Ort Gündogmus. Mein Magen verträgt nur noch Weissbrot und Wasser. An einer Werkstatt erfahren wir, dass es zu einem Wasserfall noch weiter in die Berge geht. Mein Magen rebelliert und wir fahren zurück. Wo es rauf geht muss es auch runter gehen, den steilen Berghang nun auf der rechten Seite. Ich traue den Bremsen nicht so recht, und irgendwie scheint bei jeder Bodenwelle alles zu knacken. Halten die Bremsen? Platzt ein Reifen? Wir sind nunmehr fast 5 Stunden lang nur engste Passstrassen gefahren. Meine Konzentration ist auf dem absoluten Nullpunkt, als wir endlich wieder das erste Bergdorf Güzelbag ereichen. Die restlichen steilen Strassen sind ein Kinderspiel, die Strassen sind wieder breit und die Schluchten sind nur noch 100 bis 200 m tief . Wir können schon wieder das Meer sehen.
Dieser Reisebericht wurde am 27. September 2007 von roncalli
verfasst.
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