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Xiscas Spanferkel – ein Traumsonntag auf Mallorca ganz nach unserem Geschmack
Cala Fornells (18. Juni 2010)
Pedros Mutter Xisca ist sehr nett. Vor allem deswegen, weil sie gut kochen kann. Sagt mein Mann. Aus diesem Grund mieten wir, wenn wir auf Mallorca sind, eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus ganz in ihrer Nähe. In der Cala Fornells im Südwesten der Insel genießen wir den Traumblick auf das Meer, die Nähe zu den Golfplätzen und schicken unsere Tochter fast täglich auf den Reiterhof. Und wir rufen bereits aus Hannover bei meiner Freundin Bridget an, der Lebensgefährtin von Pedro. Sie muss dann unsere Ankunft an Xisca unverzüglich weitergeben und ihr auftragen, schon mal in die Fleischerei zu gehen. In der Fleischerei kauft Xisca dann ein ganzes Spanferkel, denn nur sie kann das so zubereiten, wie wir es gerne mögen. Den ersten Sonntagmittag unseres Urlaubs können mein Mann und ich kaum erwarten, denn dann stehen wir pünktlich um 12 Uhr auf der Matte von Xiscas Haus, das nur wenige Kilometer entfernt liegt. Wir begrüßen und drücken uns, freuen uns, meine Freundin Bridget, Pedro und Xisca zu sehen und machen uns schnurstracks in die Küche auf, um das Fleisch schon mal in Augenschein zu nehmen. Xisca belächelt unseren Appetit stets mit einem Augenzwinkern. Da auf Mallorca das Essen und seine Zubereitung eine große Rolle spielen, hören wir zum wiederholten Mal das Rezept für ein richtig mallorquinisches Spanferkel. Das geht so: Das Fleisch (in Stücken) mit Salz und Pfeffer würzen, Saft von zwei Zitronen darüber geben sowie Zitronenstücke dazwischen legen. All das auf einem Backblech oder in einer großen feuerfesten Form. In den Kühlschrank und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag kommen ein paar Stückchen Schweineschmalz dazwischen sowie ein paar Rosmarinzweige direkt aus dem Garten. Der Gasofen, der alsbald köstliche Düfte von sich geben wird, steht in einer kleinen Garage neben Xiscas Haus. Wenn das Spanferkel rund eine Stunde bei 180 Grad geschmort hat, wird es in der letzten Stunde liebevoll mit etwas Whisky oder Cognac behandelt, um ihm mehr Aroma zu geben. Oder es wird mit etwas Bier bestrichen, damit es eine knusprige Kruste bekommt. Sobald sich Xisca mit der Flasche auf den Weg zum Backofen macht, wissen wir, dass es bald zu Tisch geht. Also werden Kartoffeln in kleine Würfel geschnitten und in etwas Olivenöl frittiert. Den Salat mit einer Soße aus Mayonnaise, etwas Milch, Dill, Salz, Pfeffer und ein bisschen Zitrone bereite ich gerne zu, denn das machen die Mallorquiner so nicht. Sie reichen lediglich Essig und Öl zum Salat. So gegen 14 Uhr wird gegessen. Ein Sonntag ganz nach unserem … Geschmack. Andrea Richter
Dieser Reisebericht wurde am 30. Juni 2010 von AndreaHunk
verfasst.
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