Novo Santi Petri
Hotel: Valentin
11.10. - 18. 10. 2004
Montag, 11. 10.
Pünktlich um 10.10 Uhr holt uns ein netter Fahrer von Reisefink mit einem Kleinbus von zuhause ab. Eine Familie ist schon im Bus, eine weitere holen wir noch in Delmenhorst ab. Auf der Autobahn treffen wir den 2. Bus der Firma Fink und los geht’s mit einer Pause (wir treffen vom Jugendhaus Sachsenstrasse Gerd Galwas) nach Düsseldorf. In der Nähe von Osnabrück kommen wir in einen 5-km-Stau, der uns ca. ½ Stunde aufhält. Dennoch kommen wir ca. 14.15 Uhr am Düsseldorfer Flughafen an. So haben wir noch viel Zeit zum Ein-Checken und Lesen. Ziemlich pünktlich fliegen wir los und landen nach 2 ½ Stunden Flug gegen 18.45 Uhr in Nerja. Wir werden von einer sehr netten Reiseleiterin von Reisefink eingesammelt und mit einem etwas größeren Reisebus in Richtung Urlaubsort gefahren. Auf dem Weg zeigt und die Reiseleiterin weitreichende Wiesen zur Salzgewinnung und später Gewässer, auf den hunderte von Flamingos stehen und fressen. Gegen 20.15 Uhr erreichen wir im Dunkeln unsere Hotelanlage Valentin. Nach dem Ein-Checken und Auspacken gehen wir gegen 21.00 Uhr zum Abendessen. Das riesige Restaurant ist noch voll und die Leute laufen wie Ameisen durch die Gegend. Das Essen schmeckt nicht besonders gut. Der Salat ist zu kalt und die Speisen nur lauwarm. Gegen 22.00 Uhr sehen wir uns eine nicht schlechte Show des Animateur-Teams an und gehen danach bald schlafen.
Dienstag, 12. 10. (sonniges Wetter, nachmittags 25 ° C)
Das Frühstück schmeckt uns ganz gut. Danach wandern wir durch die Hotelanlage und nehmen um 11.00 Uhr an der Begrüßung durch unsere Reiseleiterin teil. Wir wandern zum Einkaufs-Center in der Nähe unseres Hotels und kaufen dort ein. Nach dem Mittagsschlaf fahren wir gegen 15.15 Uhr nach Chiklana. Von der Bushaltestelle aus wandern wir über eine Brücke an einer schönen Kirche vorbei und einen Berg hoch. Doch wir kommen nicht zur Innenstadt und so versuche ich auf Spanisch den Weg zu erfragen. Es klappt: wir kommen zum Rathaus und sind ganz angetan von Störchen auf einer anderen Kirche. Wir wandern durch sehr verlassene Gassen, da die Geschäfte erst wieder um 18.00 Uhr aufmachen (Siesta). In einem Café trinken wir Cafe con lecce. Dann fahren wir ca. 35 Minuten zurück zum Hotel. Ich schwimme noch im Meer und essen zum frühest möglichen Termin um 19.30 Uhr zu Abend. Das essen ist etwas besser als am Vortag.
Mittwoch, 13. 10. (sonniges Wetter, nachmittags 25 ° C)
Nach einem frühen Frühstück fahren wir mit dem Bus nach Chiclana und von dort sofort weiter mit einem anderen Bus nach Cadiz. Auf dem Weg sehen wir hunderte von Störchen und Flamingos. Wir wandern vom Zentralbahnhof aus zum Plaza de Minos, wo neben dem Denkmal viele Papageien in den hohen Palmen zu sehen sind. Ich lasse mir von einem Spanier erklären, wie wir zur empfohlenen Straße „Calle de Rosari o“ kommen können und wir schaffen es tatsächlich, durch kleine Gassen dorthin zu kommen. Helga sieht in einem Schmuckgeschäft eine sehr schöne Kette, sie aber leider zu kurz. Wir wandern weiter durch die belebte schmale Straße. Wir finden eine Parfümerie, die das Parfum „Pablo Picasso“ verkauf, aber man verlangt für 100 ml 110 Euro, was uns sehr teuer erscheint (kein Verteil mehr in Spanien?). Wir erfragen den Weg zurück zum Busbahnhof und kommen dort gegen 12.30 Uhr an. Gegen 12.45 Uhr fährt ein Bus nach Chiclana und so sind wir gegen 14.00 Uhr in unserem Hotel. Wir schlafen nur kurz, da wir von der Putzfrau gestört werden, lesen am Pool und wandern dann ca. 1 ½ Stunden am Strand entlang in Richtung Halbinsel. Es macht viel Spaß. Danach schwimme ich noch, wir trinken unser Sommerbier am Pool und kaufen dann ein. Das Abendessen begeistert uns wieder nicht sehr.
Donnerstag, 14. 10. (sonniges Wetter, nachmittags 25 ° C)
Nach einem reichlichen Frühstück treffen wir uns um 10.30 Uhr mit Hans M., um ihm eine nicht sehr liebevoll gepackte Plastiktüte von Bärbel zu übergeben. Er bietet uns an, am Samstag mit uns eine Tour durch das Hochland nach Ronda zu machen. Eine Viertelstunde später kommt unsere Reiseleiterin, bei der wir die Fahrt nach Sevilla buchen. Sie erzählt uns über die „tolle“ Ausbildung/Lehre in Spanien. „Wer 3 mal am Bau mitgeholfen hat, ist ein Experte (Beispiel: ein Haus eingestürzt, nachdem „Experten“ es gebaut hatten). Nach ihrem Besuch wandern wir die Straße hoch zum öffentlichen Park, in dem ein gute Restaurant sein solle, das aber geschlossen war. Wir wandern weiter zu den vielen Urlaubshäusern am Strand. Immobilienhändler zeigen Preise zwischen 150.000 und 1 Mio. € . Wir schauen nach weiteren möglichen Restaurants, die alle ganz gut, aber auch nicht richtig überzeugend sind.
Nachmittags wandern wir zunächst zum Einkaufs-Center, kaufen im Supermarkt ein und trinken Café con lecce und essen 1 Stück Kuchen. Danach lesen wir am Swimming Pool, ich schwimme im Meer und lasse mich von den höheren Wellen treiben.
Freitag, 15. 10. (bewölktes Wetter, im Inland 27 ° C)
Der Wecker weckt uns 7.45 Uhr, wir heute die Fahrt mit der Reisegruppe von Fink nach Sevilla machen wollen. Gegen 9.30 Uhr kommt unsere Reiseleiterin und wir fahren mit Familie Behrens sowie Familie G. (also nur 6 Personen) in einem Kleinbus Richtung Sevilla. Unsere Reiseleiterin dreht sich sofort zu uns Gästen um und erzählt sehr interessant vom Leben in Spanien, von Tochter, Mann/Freund und Familie etc, etc. Nach ca. 1 ½ Stunden erreichen wir Sevilla. Wir werden am Plaza Espana abgesetzt (viele Pferdekutschen) und wandern an der Universität vorbei zur Kathedrale. Mit hunderten von anderen Touristen wandern wir am Grab von Columbus vorbei in die Kathedrale, die wir uns ohne Führung ansehen können. Sie ursprünglich von den Mauren als Moschee gebaut worden, dann aber nach der Reconcista zu einer christlichen Kathedrale umgebaut worden. Dabei sind große Reichtümer vernichtet worden. Wir wandern den für Pferde begehbaren Turmweg zum Glockenturm hoch und haben von oben eine gute Übersicht über Sevilla. Wieder unten angekommen sehen wir noch silberne Altäre und betrachten alte Bilder. Gegen 13.30 Uhr nehmen wir gemeinsam in einer kleinen Bar Tappas und Getränke zu uns. Dann wandern wir durch das Judenviertel und einen hübschen Park zurück zum Plaza Espana, den wir uns noch kurz ansehen. Da unser Bus ½ Stunde Verspätung hat, trinken wir in einer Bar noch ein Getränk und fahren dann wieder 1 ½ Stunden zurück.
Samstag, 16. 10. (herrlicher Sonnenschein)
Nach dem Frühstück treffen wir uns mit Hans gegen 10.00 Uhr im Empfang. Los geht’s mit dem Auto an Medina Sidone vorbei fahren wir fast eine Stunde durch eine verlassene Mittelgebirgslandschaft durch schmale, serpentinenreiche Straßen nach Ubrique. Etwas Angst bekommen wir, da Hans mehrfach versucht, langsame Spanier auf unübersichtlichen Strecken zu überholen. Auch Kinder sind manchmal etwas im Weg. Auf dem Weg zeigt uns Hans die weit verbreiteten Feigenbäume und insbesondere Korkeichen, die unten am Stamm alle 10 Jahre geschält werden. Außerdem sehen wir Steineichen und auch Igeltannen, die aber nur noch sehr selten vorkommen. Die Gegend ist kaum bewohnt, nur ab und zu sehen wir allein stehende Bauernhöfe. Umso erstaunlicher ist es für und, dass wir in Ubrique die wichtigste Leder verarbeitende Stadt Spaniens finden, wo zahlreiche Ledergeschäfte auf Kundschaft warten. Wir besuchen mit Hans einige. Schuhe werden sehr, sehr günstig angeboten (ca. 35 €) aber wir haben unsere Einlagen nicht dabei. Helga ersteht ein kleines Portemonnaie, ich einen braunen Ledergürtel. Wir trinken noch Café con lecce und Wasser in einem Café und fahren dann weiter am Nationalpark „Sierra de Grazalena“ entlang auf einsamen Straßen nach Ronda. Wir haben gegen 15.00 Uhr Schwierigkeiten, eine Parkplatz zu finden, durchqueren einmal die Stadt und finden auf dem Rückweg auf einem öffentlichen Parkplatz in der Nähe der Stierkampfarena noch einen freien Platz (viele Menschen sind sehr fein gekleidet, als wenn überall Hochzeiten stattfinden würden) . Nicht weit entfernt ist ein schöner kleiner Marktplatz, wo wir in einem Restaurant uns niederlassen. Andere Deutsche beschweren sich, wir sind aber mit Kaninchen und Pizza sehr zufrieden. Nach dem Essen wandern wir durch kleine Gassen mit sehr hübschen Bodegas zur berühmten Brücke von Ronda, wo wir zunächst von oben den Ausblick nach beiden Seiten genießen, dann zu Fuß auf einen schmalen Pfad den Weg unterhalb von der Brücke hinuntersteigen können, um von dort die mächtige Brücke zu begutachten, eine toller Eindruck. Wieder nach oben geklettert wandern wir durch das alte Mauren-Viertel, sehen dort tatsächlich eine Hochzeitsfeier in der Kirche und kaufen auf dem weiteren Weg eine sehr hübsche Obstschale von einem Spanier, der in seiner Art eher Angst einflößend ist. Gegen 18.00 Uhr fahren wir zurück, diesmal auf einer Schnellstraße. Auf der Rückfahrt kommen wir an einem der weißen Dörfer vorbei, besuchen dieses aber nicht. Da wir fast an Hans Campingplatz vorbeikommen, zeigt er uns die eher nicht so schöne Stadt Santa Maria, aber der Campingplatz scheint ganz gut zu sein. Hans war sehr bemüht und hat uns auf der Fahrt vieles erklärt und gezeigt, so dass es ein unterhaltsamer Tag war. Gegen 20.45 Uhr sind wir wieder zurück, essen und sehen uns gegen 22.00 Uhr eine sehr gut gemachte Flamenco-Vorführung von 2 Damen und einem sehr beeindruckenden jungen Mann an.
Sonntag, 17.10. (schönes warmes Wetter)
Heute möchte ich ´mal Strandurlaub machen. So setzen wir uns nach dem Frühstück an den Pool, lesen eine Zeit und wandern dann den Strand in die andere Richtung als am Urlaubsbeginn. Ich schwimme noch und dann machen wir Mittagschlaf. Danach wandern wir zum Einkaufs-Centrum, kaufen noch Kleinigkeiten ein und nehmen am Abend unsere letzte immer noch nicht so leckere Mahlzeit ein.
Montag, 18.10. (das Wetter ist schlechter geworden)
Wir packen nach dem Frühstück die Koffer endgültig ein, deponieren sie im Kofferraum, wandern noch ein bisschen durch die Gegend, trinken ein Café und warten ab 13.00 Uhr auf den Bus, der pünktlich kommt. Ohne Schwierigkeiten fahren wir nach Sevilla, checken ein, erfahren aber, dass nur wir beiden kein Ticket ab Zwischenstation Mallorca haben. Alles Reden bringt nichts, uns wir fest versprochen, dass wir problemlos in Mallorca weiterfliegen werden. Doch am Counter in Mallorca hat man für uns keine Sitzplatz-Tickets ausgedruckt und so müssen wir bis ganz zum Schluss warten, bis wir einsteigen können. Leider nur am Ende der Raucherzone. Naja, trotz des dicken Manns aus Recklinghausen kommen wir einigermaßen gut in Dortmund an. Zwei Busse sind nur da, der andere soll noch auf der Autobahn sein. Unser Bußfahrer hat es eilig, so dass wir schon losfahren, aber auf der Autobahn in der Nähe von Osnabrück schon von der fehlenden anderen Busfahrerin überholt werden.
Dieser Reisebericht wurde am 15. Juni 2007 von Ruegenfreund
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Novo Sanit Petri, Hotel Valentin, Andalusien, Sevilla, Nerja, Ronda, Ubrique, Chiclana, Stierkampf, Lederwaren.