Im Frühling des Jahres 2006, beschloss ich meine Englischkenntnisse zu erweitern und verband meinen Urlaub mit dem Besuch einer Sprachschule. Bei der Auswahl des Ortes fiel mir die Wahl leicht: Edinburgh war schon damals eine meiner Lieblingsstädte, und sollte nun für kurze Zeit mein "Zuhause" werden. Gesagt getan. Das Basil Paterson College wurde mir durch einen Freund empfohlen und das Hotelzimmer gehörte einer der vielen privaten B&B's an - wie es sie in Edinburgh fast an jeder Ecke gibt. Ein Flugangebot zu finden war ebenso leicht, da z.B. Ryanair schon Flüge ab 50,- € anboten.
Sprachschule in Edinburgh
Am 28.05.06 landete ich also um 11.35 Uhr in Edinburgh. Voll freudiger Erwartung setzte ich mich in den Bus richtung Innenstadt und genoss das internationale Gerede meiner Mitfahrer. Schon auf dem Weg wird einem die Schönheit Schottlands bewusst. Grüne Flächen so weit das Auge reicht, befleckt mit Herden von Schafen, welche einem an den unmöglichsten Stellen über den Weg laufen können.
Im "Hotel" angekommen, begrüßten mich die Hausherren und führten mich in ein wunderschönes, sauberes und großes Zimmer. Vielleicht lag es daran, dass mich grün und gold als Kombination beeindruckten - jedenfalls begeisterte mich die Einrichtung auf den ersten Blick. Auch das Bad glänzte mit Mamor und Spiegeln rundherum. Wie ich schnell feststellen konnte, gab es in meinem neuen Heim einen eigenen Teekocher und immer frisches "shortbread" - für Schottland typische Kekse zum Tee - sowie Toffee. Auch das, für dieses Land, bekannte Frühstück durfte ich jeden Morgen zusammen mit meinen Gastgebern einnehmen (Finger weg von dem traditionellen Gericht "Haggis"). Eine rundum tolle Atmosphäre also.
Auch meine Schule überraschte mich in vielen Punkten. Nach einem Einstufungstest, wurde ich einer Klasse zugeteilt : modern ausgestattet, abwechslungsreiche Unterrichtsmethoden, neuste Arbeitsmaterialien und ein vielfältiges Freizeitangebot. Gleich in der ersten Pause wurde mit ein Programm vorgestellt, an welchem ich freiwillig teilnehmen konnte - was ich bereitwillig annahm. Es war eine Reise zur Insel "Isle of Skye" geplant, welche quer durch die Highlands von Schottland führen würde.
Die perfekte Urlaubsreise war also schon damit gekrönt, den Spuren des Harry Potter Filmsets und der Highlander zu folgen! Doch zuvor erkundete ich noch eine Woche lang meine Lieblingsstadt. Edinburgh kann man mit einem Geschenk vergleichen: Auf den ersten Blick weiß man nicht, was einen erwartet. Doch schaut man tief hinein, kommen die schönsten Überraschungen zum Vorschein. Allein die Lage der Stadt macht schon einiges aus. Durch das "Edinburgh Castle" im Zentrum auf einem Berg mit der Princess Street zu Füßen, bekommt der Besucher sofort eine Sehenswürdigkeit mit wunderbarer Aussicht beschert, welche er nicht so schnell vergessen wird.
Auch der bekannte Hügel "Carlton Hill" mit seinem Monument, der botanische Garten oder der Holyrood Palast, den einst Maria Stuart bewohnte, sind einen Spaziergang wert. Auch unscheinbare Gassen und Seitenstraßen offenbaren oft wunderschön und gemütlich Ausgestattete Cafés oder Restaurants. Schottlands Hauptstadt hat auch eine große Anzahl wunderbarer Museen, welche bei z.B. schlechtem Wetter eine tolle kulturelle Beschäftigungsmöglichkeit bieten. In den Abendstunden glänzt die Stadt durch die vielen Pubs und Clubs mit ihrem Guinnes und Cider oder man begnügt sich bei einer Runde Golf auf einem der vielen Golfplätze bei den "Meadows". Auch der traditionelle schottische Tanz "Ceilidh" ist sehr zu empfehlen. Damit habe ich die schönsten Abende während meines Aufenthalts verbracht!
Außerhalb Edinburghs
Doch auch etwas außerhalb Edinburghs findet man wunderbare Plätze wie z.B. Glasgow (ein Shoppingparadies) und die, durch den Film "The Davinci Code", berühmte Roslyn Chapel. Beides befindet sich nur etwa 30-40 Minuten außerhalb der Stadt. Und vielleicht knüpft man auf dem Weg dorthin auch neue Freundschaften, denn hier finden sich viele Touristen aus den unterschiedlichsten Gegenden.
Ausflug zur Insel Skye
Bei meiner Reise quer durch die Highlands zur Insel Skye, habe ich die wohl schönste und unberührteste Natur sehen dürfen, die es in Europa gibt. Vorbei an Glencoe - mit einem interessanten Visitors Centre, Loch Lomond, Glen Finnan - wo Harry Potter gedreht wurde und ein Hügel mit atemberaubender Aussicht entzückt, bis hin zur Fähre die einen zur einzigartigen Insel Skye bringt. Dort gibt es eine Menge interessanter Orte zu besichtigen, unteranderem den Tafelberg, Portree, das Schloss zu Duntulm, das Grab der berühmten Flora McDonald in Kilmuir und vieles mehr. Auch die Jugendherberge in Kyleakin war angenehm und bot eine wunderbare Lage, die zu einem Sonnenuntergangsspaziergang einlud. Wer auf dem Rückweg noch Zeit und vorallem Platz auf der Fotospeicherkarte hat, sollte sich das Elian Donnan Schloss auf keinen Fall entgehen lassen. Dessen Lage auf einer Halbinsel inmitten eines Sees, lassen Fotografen immer wieder den Atem anhalten.
Edinburgh Festivals
Nach diesem Erlebnis blieb mir noch eine Woche in Edinburgh. Wer Glück hat, erwischt die Stadt genau zu Zeiten einer der Edinburgh Festivals, welche den Ort in ein buntes Traumland verwandeln. Wer dies verpasst, hat trotzdem die Chance besonderes zu Erleben, wie z.B. ins frühe Mittelalter zu wandern; denn durch die vielen Touristenattraktionen, wie den "Dungeon Guide" ,erlebt man die Stadt von einer schön-schaurigen Seite.
Bei meiner Rückreise am 11.06.06 begleitete mich ein trauriger Schatten. Diese Stadt so schnell verlassen zu müssen, dieses unglaubliche Land mit den unendlich offenen und freundlichen Menschen nach nur zwei Wochen wieder hinter mich zu lassen war schrecklich schwer. Aber das verstehen nur die, die den Flair und die Atmosphäre Edinburghs erlebt und von dessen Charme gefangen genommen wurden...
Dieser Reisebericht wurde am 30. August 2007 von Elke
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Edinburgh, B&B, Schottland-Land der schillernden Schönheiten, Edingburgh sprachschule ausflüge infos zur Stadt ausflüge Spuren von Harry Potter.
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