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Norwegen - mein Traumurlaub im Land der Trolle und Fjorde

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Norwegen - mein Traumurlaub im Land der Trolle und Fjorde
Schon lange hatte ich von einem Urlaub in Norwegen geträumt. Nun sollte es endlich klappen. Die Vorbereitungen liefen schon längst auf Hochtouren. Mit dem Auto wollte ich in drei Wochen so viel wie möglich sehen und erleben, dabei aber trotzdem entspannen. Also plante ich die Route, besorgte mir Wetter- und Wanderkleidung und behalf mich mit 3 Reiseführern in der Zeit der Vorbereitung. In Norwegen selbst wollte ich in den sogenannten Hütten übernachten. Die Campingplätze dort haben in der Regel kleine Bungalows, meist mit Kochnische anzubieten. Nur für Oslo reservierte ich bereits ein Zimmer in weiser Voraussicht.



Ende Juli startete ich mit der Fähre von Rostock aus über Dänemark und Schweden. Am dritten Tag meiner Reise erreichte ich Norwegens Hauptstadt Oslo. Schon die Fahrt durch die Stadt entlang am Oslofjord versprach vieles. Im Hotel wurde ich überaus freundlich aufgenommen und fühlte mich sofort heimisch. Noch am Abend schlenderte ich durch die relativ übersichtliche Metropole, zum Dom und entlang der Karl Johans gate, der Prachtstraße, wo sich jeder aufhält, der sehen und gesehen werden möchte. Zwei Tage nahm ich teil am Erlebnis Oslo. Vom Schloss mit der traditionellen Wachablösung, über das Hafengelände mit der Burg und den Froggnerpark – bestimmt von den Werken des Bildhauers Vigeland – bis hoch auf den Schanzentisch der Holmenkollen - Skisprunganlage – ich ließ nichts aus, saugte die Eindrücke förmlich ein und fühlte mich prächtig. Ich habe Oslo sehr genossen und empfand diese Hauptstadt für mich persönlich als eine der schönsten Europas.

Weiter ging die Reise gen Norden. Das Schöne an einer Fahrt durch Norwegen ist – sofern man es vorher weiß und dementsprechend planen kann – dass man ausreichend Zeit hat, die wundervolle abwechslungsreiche und faszinierende Landschaft zu genießen. Es gibt nur sehr wenige Schnellstraßen und oft ist man gerade in den Bergen entlang der Fjorde durch sehr enge Straßen gezwungen, den Fuß vom Gas zu nehmen. Mehr als 250 Kilometer sollte man pro Tag im Durchschnitt gar nicht erst einplanen.

In Garvikstrondi rastete ich kurzentschlossen für meine erste „Hüttennacht“. Ein empfehlenswerter Campingplatz mit Angel- und Bootssteg an einem langgestreckten See. Die Telemark erweist sich wirklich als vielfältige Landschaft mit Bergen, Felsen, herrlichen Tälern, flachen Ebenen, ruhigen Seen und stürmischen Wasserfällen. In Haukefield konnte ich zum Beispiel bei 18°Celsius in 1.600 Metern Höhe jenseits der Baumgrenze im Schnee tapsen.


Nach unzähligen Tunneln und der Besichtigung von zwei Stabkirchen – völlig aus Holz gebaut und jahrhunderte alt – erreichte ich die Obsthochburg Lofthus mit ihren Kirschplantagen. Auf dem hoch gelegenen Campingplatz genoss ich den Blick hinunter zum Hardangerfjord und entschloss mich zu einer Bergwanderung. In zwei Stunden erklomm ich 800 Höhenmeter, trug mich stolz in das Gipfelbuch ein, fühlte mich in trauter Gemeinschaft mit Drachenfliegern und freute mich schon auf mein Abendessen – selbstgekocht in der Hütte mit Kirschen zum Dessert.

Am nächsten Tag stand der Voringfossen zur Erkundung an. Es ist der schönste Wasserfall, stürzt 140 Meter in ein enges Tal, in dem ich übrigens wundervoll wandern konnte. Gleich daneben nahm ich die Straße zum Eidfjord. Innerhalb weniger Minuten wurde ich wieder in 1.000 Meter Höhe versetzt. Aber nicht dieser Umstand bereitete mir solches Herzklopfen. Mal wieder ging es in einen Tunnel, der unheimlich steil, eng, nur einspurig befahrbar und dunkel war. Die Durchfahrt erschien endlos und ewig schwarz. Nur ich, meine Scheinwerfer und hoffentlich kein Gegenverkehr. Oben angekommen entschädigte mich eine altertümliche Käserei, ein weiter Blick über das Tal und den Fjord und ganz nebenbei ein riesiges Blaubeerfeld – köstlich.

Erst mit der Fähre, später mit dem Auto ging es tags darauf am Hardangerfjord stromaufwärts nach Kvandal. Eine Empfehlung auf der Strecke ist auf jeden Fall der Wasserfall Steinsdalsfoss. Hier kann man hinter dem Wasserfall in eine Felsaussparung treten, ein einmaliges Erlebnis im Einklang mit der Natur.

Am achten Reisetag erreichte ich Bergen. Ich erfreute mich am regenreichsten Ort Europas zweier wunderschöner Tage ohne einen Tropfen Feuchtigkeit. Die Stadt, der Hafen, die Berge – super. Ich nahm hier die Zeit wie sie war. Schien die Sonne, fotografierte ich und dankte dem Wettergott, war es wolkig besuchte ich die Festung und fuhr mit der Standseilbahn hinauf über die Stadt zu einer imposanten Bergwanderung. Im Altstadtviertel Bryggen schlenderte ich durch die Gassen mit den bekannten bunten Holzhäusern in deutscher Hansetradition – dem Fotomotiv der Stadt. Im Jachthafen fühlte ich mich sehr international, etwas amerikanischer in der Nähe des Luxusliners am Hafen; doch auf dem Fischmarkt und seinen Preisen wieder typisch skandinavisch. Für eine Tüte Fisch and Chips verlangte man hier 8 €.



Als ich die Stadt verließ wusste ich noch nicht, dass ich den gemütlichsten Ort der Reise erst noch kennenlernen sollte – Ballestrand, direkt am Sognefjord, ein Hochland mit Schneefeldern und bläulich schimmernden Gletschern. Der Ort ist klein, direkt am Ufer, bietet aber einen fantastischen Ausblick auf den Fjord und die schneebedeckten Gipfel im Hintergrund. Leider und zum Glück war keine Hütte mehr auf den beiden Campingplätzen frei. Sie waren abgelegen. Ich fand direkt am Ufer noch eine Luxusbehausung zum Schnäppchenpreis und nahm mir endlich die Zeit zum langersehnten Angeln. War und bin ein Laie, hatte aber trotzdem etwas Glück, für eine Abendmahlzeit reichte es allemal. Der Fjord an sich bricht mit 180 Kilometern Länge und 1.300 Metern Tiefe alle Rekorde. Die Berge steigen hier bis zu 1.000 Meter hoch und haben mit ihrem Anblick bereits 16 Jahre lang Kaiser Wilhelm II erfreut.

Tags darauf erreichte ich die Wanderhütte am Jostesdalbreen, abgelegen von Luxus, allein in einem winzigen Zimmer, aber umgeben von den höchsten steilen Felsen Norwegens, die ich leider witterungsbedingt nicht erwandern konnte.

Absoluter Höhepunkt der Reise war wohl die Bekanntschaft mit dem Geirangerfjord. Am hiesigen Campingplatz ergatterte ich am Vormittag die letzte freie Hütte und buchte gleich drei Nächte. Hier habe ich mich sofort in die Landschaft verliebt. Ausgiebige Wanderungen führten mich in die Höhe, eine Fjordfahrt auf dem Wasser entlang der vielen Wasserfälle ließ mich die Einzigartigkeit der hiesigen Natur genießen und gab mir Gelegenheit, mich für die lange Heimreise zu erholen. Zurück bleiben die Erinnerungen an einen herrlichen Urlaub, ein wunderschönes Land - ein Wiederkommen ist ein MUSS.

Dieser Reisebericht wurde am 23. Juli 2007 von Norwegenfan verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: oslo, Telemark, Hardangerfjord, Voringfossen, diverse Hütten, Norwegen - mein Traumurlaub im Land der Trolle und Fjorde, Ballestrand, direkt am Sognefjord, ein Hochland mit Schneefeldern und bläulich schimmernden Gletschern oslo, Telemark, Hardangerfjord, Voringfossen.

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