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Teneriffas Norden
Puerto de la Cruz (21. Juli 2008)
Teneriffa, die Insel des ewigen Frühlings, zählt zu den beliebtesten, ganzjährig frequentierten Urlaubsinseln der Deutschen. Rund vier bis fünf Millionen Touristen bereisen pro Jahr die Insel mit lediglich ca. 900.000 Einwohnern. Was macht Teneriffa so interessant?
Während viele an den Stränden im Südwesten der Insel (Costa Adeje, Playa de las Américas) Sonne tanken wollen, schätzen andere die unzähligen Wanderwege der Insel (Teide-Nationalpark, Anaga-Gebirge, Teno-Gebirge) oder die vielen Sportangebote (von Golf bis Paragliding). Doch auch kulturell und architektonisch hat Teneriffa vieles zu bieten, die spannende Historie des Archipels hat an vielen Orten ihre Spuren hinterlassen. Dieser Bericht soll einen kurzen Überblick über einige interessante Orte im Norden der Insel bieten.
Das Touristenzentrum des Nordens ist Puerto de la Cruz. Obwohl die Stadt stark verbaut ist mit Hotel- und Appartment-Anlagen, lohnt sich ein Besuch der Altstadt und des kleinen Hafens: schöne, ursprüngliche Gässchen und ein Fischereihafen, der an die frühere Bedeutung Puertos als Hafenstadt erinnert, versprühen einen gewissen Charme. An der Meerespromenade steht die kleine weiße Kapelle San Telmo, wenige Meter entfernt lädt ein kunstvoll gestaltetes Meerwasserschwimmbad zum Baden und Entspannen ein.
Fast schon zum Pflichtprogramm für Familien gehört ein Besuch des Loro Parque. Empfehlenswert ist auch der Jardín Botánico, in dem man für kleines Geld eine große Zahl exotischer Pflanzen bestaunen kann.
Die Nachbarstadt La Orotava war in früheren Zeiten eine wohlhabende und einflussreiche Handelsstadt, vor allem für Wein und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Hier zeugen großzügige Stadtpaläste vom Reichtum der Händlerfamilien.
Im Nordwesten Teneriffas liegt Icod de los Vinos, eine Gemeinde, deren Hauptattraktion der tausendjährige Drachenbaum (Drago Milenario) ist. Zwar ist sein Alter mittlerweile auf „nur“ rund 600 Jahre geschätzt worden, doch davon lassen sich interessierte Besucher nicht abschrecken.
Als einer der schönsten Orte der Kanaren gilt Garachico: nach einem Vulkanausbruch 1706 von der wirtschaftlichen Entwicklung der Insel weitgehend abgekoppelt wurde hier (zunächst unfreiwillig) die Ursprünglichkeit des Ortskerns bewahrt. Eine kleine Burg direkt am Hafen und eine wunderschöne Altstadt locken Reisende von allen Orten der Insel an.
Im Nordosten Teneriffas dominiert das Anaga-Gebirge die Landschaft: Lorbeerwälder und zerklüftete Felsformationen, die schroff zur Küste hin abfallen und nur wenig Platz für Orte und Strände lassen. Wanderer finden hier viele abwechslungsreiche Routen.
Dieser Reisebericht wurde am 28. September 2008 von urlaubsberichte_org
verfasst.
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