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Urlaub in Kalabrien - eine Italien-Reise

Capo Vaticano bei Tropea, Hotel Marinella

Kalabrien
Mein letzter Urlaub in Italien ist gerade ein mal zwei Wochen her, da ich ein großer Italien-Fan bin und versuche relativ häufig dort Urlaub zu machen.
Dieses Mal hat es mich in eine, mir noch unbekannte Region verschlagen, nämlich in den Süden Italiens nach Kalabrien.



Eher durch Zufall habe ich ein tolles Angebot für ein kleines Hotel in Capo Vaticano entdeckt. Dieser kleine, beschauliche Ort liegt etwa 8 km südlich von Tropea.
Capo Vaticano selber ist ein sehr kleiner Ort mit einem Supermarkt, einer Eisdiele und einigen wenigen Restaurants, jedoch mit der wunderschönen Grotticelle-Bucht, die zum Entspannen und Baden nur so einlädt.
Das Hotel Marinella, welches ich auch sogleich buchte, liegt nur ca. 200 m vom Strand entfernt und bietet alles wa man braucht, obwohl es sehr klein ist.
Da alle Hotels der Region allerdings auf einer Anhöhe bzw. Felsen liegen, muss man um den Strand, den Supermarkt oder diverse Restaurants zu erreichen erst einmal Berg hoch, aber das ist zu bewältigen. Ich war mit meinen Großeltern da und auch für die war der kleine, steile Aufstieg kein Problem. ;)

In Capo Vaticano selber bietet sich ein kleiner Ausflug zu dem zu erlaufenden Aussichtspunkt "Belvedere" und den Wegen am Leuchtturm (Faro) oberhalb von Capo Vaticano an. Beide Wege geben tolle Aussichten auf das Meer, tolle Felsformationen und ungerührte Buchten frei, sowie seltene Pflanzen und vor allem Kakteen.
Es gibt jedoch weitere tolle Ausflugsmöglichkeiten, zu buchen bei dem jeweiligen Reiseveranstalter oder sogar in Hotel (im Hotel Marinella möglich).

So zum Beispiel ein Besuch der Stadt Tropea. Dieser kleine Ort, mit ca. 7000 Einwohner, liegt auf einem ca. 40 m hohen Felsen und man hat wunderschöne Aussichten. Die Altstadt Tropeas lädt mit seinen zahlreichen Cafés, kleinen Boutiquen und typisch italienischen Gassen in ganzer Ursprünglichkeit zum Flanieren und Verweilen ein. Unweit des Zentrums befindet sich die auf einem Felsen gelegene Wallfahrtskirche Santa Maria dell'Isola, die dieses Jahr leider wegen Restauration geschlossen war. Übrigens war samstags immer Markttag.


Anfahrtsmöglichkeiten sind zum einen der Zug, der nach Tropea fährt oder aber das Auto. Ein Auto zu mieten empfiehlt sich in dieser Region ohnehin, da es viel zu sehen gibt und man schwer hin gelangt. Wir haben uns nach Tropea bringen lassen, da unser Hotel für wenig Geld einen Transfer dorthin anbietet.

Desweiteren kann man einen Ausflug zu den Liparischen Inseln machen. Die da wären Stromboli, Vaticano und Lipari. Ein schöner Ausflug, vor allem für diejenigen, die gerne mit dem Schiff unterwegs sind (ca. 2 1/2 Stunden bis zu en Inseln). Besonders der Vulkan Stromboli war für mich sehr beeindruckend und wunderschön.

Es werden auch Ausflüge zum Ionischen Meer angeboten. Das heißt man macht einen Tagesausflug quer über die kalabresischen Apeninen und lernt dabei beeindruckende Landschaften kennen. Hervorzuheben sind der Reiz der Bergdörfer und vor allem auch Serra San Bruno mit seiner Certosa (Kartause), Italiens erstem Kartäuserkloster. Sie wurde zwischen 1090 und 1101 von dem heiligen Bruno aus Köln gegründet. Heute leben hier einige wenige Mönche, die sich außerhalb ihrer Gebetszeiten über Besuch freuen. Allerdings dürfen ausschließlich Männer das Kloster betreten. Serra San Bruno ist bekannt für seine Kunstwerke und seine faszinierenden jahrhundertealten Pinien- und Buchenwälder. Dieser Ausflug zeigt einem ein anderes, ursprüngliches Kalabrien, vielleicht kann man sogar sagen Italien, da ich etwas vergleichbares zuvor noch nicht gesehen habe.



Zu guter Letzt haben wir noch der Stadt Pizzo einen Besuch abgestattet. Diese kleine, aber historische Stadt hat einige nennenswerte Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Friedenssäule auf der Piazza della Repubblica und diverser wunderschöner Kirchen. Man sollte unbedingt in einer der Gelaterien das Tartuffo-Eis probieren, was hier seinen Ursprung hat. Sehr lecker.

Nicht nur das Eis ist ein Traum. Die Spezialitäten Kalabriens sind die cipolla rossa, die rote Zwiebel und die kleinen, scharfen peperoncini. Gegessen wird also, wer will, gerne und gut scharf. Die roten Zwiebeln hingegen sind nirgends so süß und mild, wie in Kalabrien. Man ißt sie roh, gekocht, frittiert, gefüllt, als Marmelade und es gibt sogar ein Rote-Zwiebel-Eis, welches ich jedoch nicht probiert habe.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich in Kalabrien einen wundervollen Urlaub verlebt habe, an den ich noch lange zurückdenken werde. Besonders die Landschaften, das tolle Ambiente, das köstliche Essen und die Gastfreundschaft der Einheimischen haben meinen Urlaub geprägt.
Landschaftlich ist Süditalien bzw. Kalabrien nicht mit Norditalien zu vergleichen, da die Vegetation und Natur eine völlig andere ist (diverse Kakteen, sogar Bananenbäume), jedoch ist das Ambiente auch wieter südlich das typisch italienische. Denn auch wenn der Tourismus, wie zum Beispiel in Capo Vaticano noch nicht so ausgeprägt ist, bietet einem die Region doch alles was man sich nur erträumen kann. Und noch viel mehr, da es eben, Dank nicht vorhandem Massentourismus noch unberührte Fleckchen gibt, man mit den Einheimichen ins Gespräch kommt, die die roten Zwiebeln direkt von ihrem Feld aus verkaufen und ich zumindest in diesem Urlaub so entspnnt war, wie in keinem Urlaub zuvor. :)

Dieser Reisebericht wurde am 12. Juni 2007 von Italienfan verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Capo Vaticano bei Tropea, Hotel Marinella, Urlaub in Kalabrien - eine Italien-Reise, Grotticella-Bucht, die zum Entspannen und Baden ein Urlaub in Italien in Kalabrien.

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