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Kreta

Rethymnon, Grecotel El Greco

Kreta Rethymnon
Grecotel: El Greco
17. 10. - 29. 10. 2005
Montag, 17. 10.
Jens holt uns um 12.45 Uhr ab und bringt uns ohne Stau zum Flughafen Bremen. Dort warten wir länger als vorgesehen bis 15.30 Uhr, dann können wir an Bord gehen. Wie wichtig es ist, frühzeitig zum Flughafen zu kommen erfahren wir durch die Stewardess. Der Ferienveranstalter ITS hat vergessen, die frühzeitigeren Abflugzeiten ihren Kunden mitzuteilen. So können von den 30 gebuchten Urlaubern nur 22 in unserer Maschine mitfliegen, da die anderen trotz halbstündiger Verzögerung des Abflugs noch nicht da sind. Gegen 19.45 Uhr Ortszeit kommen wir in Heraklion an, warten längere Zeit auf unsere Koffer und werden ca. 20.45 Uhr mit dem Bus zum Hotel, das 9 km vor Rethymnon liegt, gebracht. Obwohl nach 22.30 Uhr die Essenzeit vorbei ist, bekommen wir noch ein 3-Gänge-Essen serviert. Danach packen wir die Koffer aus.



Dienstag, 18. 10. (etwas sonnig, sonst bedeckt, 25° C)

Das Frühstück findet leider im Restaurant statt, ist aber sehr reichhaltig und lecker.
Danach gehen wir zur TUI-Informationsveranstaltung, die von einer netten jungen Dame durchgeführt. Wir bekommen einige Anregungen, was wir in den nächsten 11 Tagen unternehmen können. Danach wandern wir durch die Hotelanlage und dann am Strand im Sonnenschein ca. 2 km am Wasser entlang und dann wieder zurück. An der Pool-Bar essen wir 1 Griechischen Salat und 1 Pizza. Nach dem Mittagschlaf fahren wir mit dem Bus nach Rethymnon bis zur Endstation. Dort fragen wir nach Abfahrtzeiten für Busse nach Chania und Plakias und wandern dann von der Hauptstrasse aus in die Altstadt. Interessante Geschäfte, Kirchen und alte Häuserfassaden machen die Wanderung sehr interessant. Wir erholen uns bei Capuccino und gepresstem Orangensaft und wandern weiter zum Hafen, der ebenfalls sehr schön liegt. Einmal müssen wir fragen und dann finden wir unsere Busstation und fahren ca. 20 Minuten zurück zum Hotel. Das Abendessen am Buffet schmeckt sehr gut, dagegen ist der Vortrag über kretische Gewohnheiten langweilig, so dass wir frühzeitig aufs Zimmer gehen.

Mittwoch, 19.10. (sonnig, 26° C)

Wir wachen gegen 8.00 Uhr auf und beschließen, mit dem Bus nach Chania zu fahren. Nach dem leckeren Frühstück setzen wir uns im Sonnenschein auf die Bank bei der Bushaltestelle, aber es dauert fast 45 Minuten bis der Bus kommt. In Rethymnon haben wir dafür sofort Anschluss und können 80 Minuten Busfahrt entlang dem Meer und unterhalb der imposanten Berge genießen. Gegen 12.00 Uhr erreichen wir den Busbahnhof von Chania. Wir wandern an einem Park entlang und erreichen kurze Zeit später den Altstadtbereich mit vielen lebhaften kleinen Gassen, in denen viele Ledergeschäfte, Juweliere und andere Geschäfte ihre Waren zeigen. Wir lassen uns treiben. Helga kauft ein kleines Portemonnaie für sich und später bei einem Töpfer einen Fisch für unsere Ferienwohnung. Als wir den Hafen erreichen fesselt uns die wunderschöne Atmosphäre dieser lebhaften Bucht. Obwohl uns das häufige Ansprechen der Ober nervt, essen wir in einem Restaurant im Sonnenschein gebratene Krabben und eine Gemüseplatte. Es schmeckt ganz gut, aber beim Bezahlen sind wir etwas sauer, dass uns 2 Euro mehr abgezogen werden als die Speisen und Getränke kosten. Eine Erklärung ist für uns etwas dürftig, so dass wir kaum Trinkgeld geben. Erst später hören wir, dass man Bedienungsgeld automatisch berechnet. Für das Abräumpersonal hätte man doch etwas Geld geben sollen. Wir wandern danach am Hafen entlang sowohl weiter in der Richtung, wo wir gegessen hatten als auch auf der gegenüberliegenden Seite. Gegen 16.00 Uhr fahren wir zurück und sind 17.45 Uhr im Hotel. Dort trinken wir in der Abendsonne ein Bier und genießen dann das Abendessen.

Donnerstag, 20. 10. (erst aufgelockert, dann wolkig / Tag des Hauptgewinns)

Wir schlafen bis 8.30 Uhr und fahren um 10.00 Uhr nach Rethymnon, um uns den „Donnerstag-Markt“ anzusehen. Von der Busstation wandern wir zum Hafen und sehen in der Entfernung die Marktstände. Es ist nicht so interessant, da überwiegend Kleiderstände aufgebaut sind. Auf dem Rückweg kaufen wir bei einem Obsthändler mehr Orangen als wir eigentlich wollen. 2 davon essen wir im Sonnenschein auf der Kaimauer, eine Orange ist nicht gut. Wir wandern zurück auf der Hauptstrasse und werden plötzlich von einem jungen Mann angesprochen, der eine Befragung zum Tourismus macht. Zum Dank erhalten wir eine Karte mit Rubbelflächen. Helga rubbelt eine Palme frei. Als ich bei mir rubbele kommen 3 Palmen zum Vorschein. Als ich „Thorsten“ frage, was das bedeutet, tut er sehr überrascht, dass nach 3 Wochen wieder ein Hauptgewinn gezogen worden ist: entweder habe ich eine Videokamera, einen Wochenurlaub für 4 Personen oder einen MP-Player gewonnen. Zum Überreichen des Gewinns müssen wir mit einem kostenlosen Taxi ins 4 km entfernte Platanos fahren. Vorab müssten wir eine 90 Minuten lange Vorstellung von 2 Hotelanlagen in Kauf nehmen. Als wir ankommen, empfängt uns eine junge Frau und leitet uns in einen Besprechungsraum. Uns wird noch einmal gesagt, dass wir die 90 Minuten Vorstellung in der Hotelanlage mitmachen müssen und dann übergibt sie uns einer jungen, pummeligen Frau aus Düsseldorf (Jugoslawien), die uns Getränke bestellt und viel dummes Zeug erzählt und sich über unsere Urlaubsvorstellungen informieren will. Sie will uns klar machen, dass das Urlaubskonzept der Firma RCI zum gleichen Preis viel mehr Träume wahr macht als wenn man mit TUI o.ä. Organisationen fährt, da man kein Geld für Werbung ausgebe. Helga wird von ihr „angemacht“, weil sie uninteressiert ist. Helga und ich sind uns einig, dass wir nichts im Hotel unterschreiben werden. Endlich zeigt sie uns die 4- und 5-Sterne Appartements. Sie weist immer wieder darauf hin, dass wir unbedingt den 1000 Euro Testvertrag heute unterschreiben müssten, da das der letzte Tag vor Saisonende sei. Einen Vertrag konnte sie uns aber nicht zum Durchlesen geben. Wir machen ihr klar, dass wir heute nichts unterschreiben und sagen das gleiche dem zunächst sehr freundlichen Chef. Danach verabschiedet er uns unterkühlt.


Vor dem Taxi bekomme ich meinen Gewinn: Die Reise für 4 Personen, die aber so trickreich definiert ist, das wir höchstens Kosten, aber keine Reise bekommen würden. Wir werden tatsächlich kostenlos wieder nach Rethymnon gebracht, finden dort aber kein schönes Cafe und fahren deshalb frühzeitig ins Hotel, wo wir uns auf den Betten lesend ausruhen und früh zum Abendessen gehen. Eigentlich verlorener Stunden, aber danach haben wir noch viel und häufig darüber uns unterhalten und dazugelernt.



Freitag, 21. 10. (sonnig)

Wir haben den Wecker auf 6.30 Uhr gestellt und frühstücken um 8.00 Uhr. Gegen 9.15 Uhr fahren wir mit dem Hotelbus nach Rethymnon, warten dort ca. ½ Stunde und fahren dann weiter nach Plakias. Es geht schon nach kurzer Zeit hoch in die Berge, zunächst an Olivenhainen vorbei, dann aber lange Zeit zwischen schroffen hohen Bergen und durch kleine ursprüngliche Dörfer, und an ausgetrockneten Flussbetten vorbei. Nach ca. 1 Stunde Fahr geht es hinab nach Plakias zum Meer hinunter. In Plakias waren Helga, Wolfgang und Timo vor 18 Jahren. Helga ist sich überhaupt nicht sicher, ob sie das Hotel wieder findet, in dem sie damals einen sehr schönen Urlaub verbracht haben. Wir wandern die sehr schöne Bucht entlang und Helga ist sich immer sicherer, dass das Hotel ganz am Ende stehen muss. Tatsächlich finden wir das Hotel in einem sehr schönen Zustand und Helga erfährt von einigen Gästen, dass der damalige Besitzer das Hotel immer noch führt, aber ein bisschen brummig sei.
Seine Zwillingskinder seien aber nicht mehr da. Wir schauen uns noch die Terrasse an, sehen auch ein Auto kommen, können aber nicht erkennen, ob der Fahrer der Besitzer ist. So wandern wir zurück zum Strand, wo im ersten Teil FKK – Urlauber sind. Bei dem schönen Sonnenschein ziehe ich an einer Liege meine Sachen aus und bade ca. 15 Minuten. In der Zeit hat Helga mit dem arroganten Strandwächter Ärger, der Gebühren nehmen will. Da ich kein Handtuch mitgenommen habe, streife ich das Wasser mit der Hand ab und ziehe meine Sachen wieder an. Wir wandern nach Plakias zurück und essen in einem sehr typischen Restaurant einen sehr leckeren Fleischteller und Calamaris. Die Besitzerin ist Schweizerin und erzählt Helga noch einiges über das Hotel. Danach wandern wir ca. 1 Stunde ins Inland und genießen die Ruhe, die Olivenhaine und die hohen Berge. Wir wandern zurück zum Hafen und trinken dann im Mittagsrestaurant ausgepressten Orangensaft. Der Bus, der uns zurückbringen soll, hat 25 Minuten Verspätung, dennoch hat der Fahrer Zeit, eine Freundin auf Umwegen zunächst nach Hause zu bringen, wobei er an einem steilen Abhang wenden muss. Zurück geht’s durch das „Hochgebirge“ bis wir 1 Stunde später wieder in Rethymnon sind, dort ½ Stunde warten müssen, um den Hotelbus zu bekommen. Abends essen wir wieder sehr lecker.

Samstag, 22. 10. (sonnig)

Wir schlafen lange und gehen dann nach dem Frühstück an den Pool, wo ich von 11.00 – 11.30 Uhr an der Wasser-Gymnastik teilnehme. Die Animateurin ist übertrieben lustig. Leider wird auch nach der Gymnastik das Radio am Pool laut weitergespielt, so dass wir uns weiter unten in der Nähe des Meers niederlassen. Nach dem Mittagschlaf wandern wir der Hauptstrasse entlang in Richtung Rethymnon. Nach ca. 2 ½ km essen wir in einem Café in Platanas einen Käse-Schinken-Toast, wandern dann noch ca. 1 ½ km weiter und fahren dann mit dem Bus zurück


Sonntag, 23. 7. (sonnig)

Wir frühstücken später und fahren dann mit dem Bus nach Rethymnon, um zum Fort zu wandern. Der sehr schöne Weg führt am Meer entlang und wir kommen an einem Restaurant mit „Kaninchen-Blick“ vorbei. Spontan setzen wir uns und trinken Capuccino und Orangensaft.
Eigentlich sitzen dort nur Kreter. Wir wandern weiter zum Fort, das zwar sehr mächtig ist, doch da wir den schönen Blick schon während der Wanderung hatten, verzichten wir darauf, den Blick von oben wahrzunehmen, da auch der Reiseführer nichts Besonderes empfiehlt.
Nach dem Mittagschlaf trinken wir noch etwas am Pool und legen uns dann auf eine Terrasse am Meer zum Lesen und Baden. Gegen 17.00 Uhr spielen wir 2 Mal Skibbo und gehen dann pünktlich um 18.30 Uhr zum Essen..

Montag, 24. 10. (zunächst erst bedeckt – dann Sonnenschein)

Wir haben den Wecker gestellt und fahren gegen 9.30 Uhr nach Rethymnon. Etwas Unerwartetes sehen wir vom Bus aus: einige Regentropfen. Um 10.30 nehmen wir den Bus nach Agia Galini. Die Fahrtroute ist zunächst gleich mit der nach Plakias, also wieder durch das Hochland. Auf der späteren Route fragen wir uns manchmal, warum Leute aussteigen, obwohl weit und breit kein Haus zu sehen ist. Aber es ist sehr interessant, mit den Einheimischen gemeinsam zu fahren. Nach ca. 1 ½ Stunden erreichen wir Agia Galini. Der Ort ist seitlich an einen Felsen gebaut und wirkt daher eher eng und unübersichtlich (ähnlich Monaco) und gefällt uns bei weitem nicht so gut wie Plakias, obwohl er als Geheimtipp im Reiseführer genannt wird. Wir wandern zunächst am Strand vorbei weiter auf einem Hochweg und kommen in eine Bergwelt, die an Karl May Filme erinnert. Ca. 50 m unterhalb baut ein nackter Robinson einen Steinwall ins Meer.


Zurück am Strand essen wir in einem typischen Kreter Restaurant Salat und Pizza. Es schmeckt beides sehr gut. Wir wandern weiter zum Hafen, dann durch das Dörfchen mit den steilen Gassen und zurück zum Strand, damit ich baden kann (nicht so schön wie bei uns – und auch keine Umziehmöglichkeiten). Gegen 15.45 warten wir auf den Bus, der uns mit etwas Verspätung nach Rethymnon bringt. Nach dem Abendessen ist bei uns im Hotel großes Season-End-Fest von RCI, an dem 150 „Betrüger“ teilnehmen – alle richtig „aufgebrezelt“. Auch „unseren“ Chef sehe ich – nicht aber Susanne.

Dienstag, 25. 10. (etwas bewölkt, in der Entfernung Wolken)

.Helga hat nicht gut geschlafen. Eigentlich wollen wir zum Kloster Arkady, entschließen uns dann aber doch, durch die Altstadt von Rethymnon zu wandern. Wir nehmen andere Wege und finden so neue Geschäfte und Plätze. Man merkt doch, dass viele Touristen abgefahren sind und wir viel mehr mit Einheimischen unterwegs sind. Später an der Bushaltestelle wartet ein typischer Kretischer Freiheitskämpfer mit seinem besonderen Outfit mit uns auf den Bus, wird aber vom Busfahrer wieder aus dem Bus herauskomplimentiert. Nach dem Mittagsschlaf essen und trinken wir eine Kleinigkeit am Pool, ich schwimme und Helga liest auf dem Liegestuhl.

Mittwoch, 26. 10. (zunächst leicht bewölkt, dann sonnig)

Wir nehmen um 9.20 Uhr den Bus nach Rethymnon und fahren um 10.00 Uhr weiter nach Chania. Bei herrlichem Sonnenschein genießen wir die Fahrt und wandern dann durch die Stadt. Auf dem Weg zur Markthalle parkt neben einem Fischgeschäft ein Kleinlaster mit einem jungen Hund auf der Tragefläche und einem Vogelkäfig auf dem Fahrerdach. In der Markthalle ist starker Trubel an den vielen Fisch- Fleisch und sonstigen Geschäften. Wir gehen weiter zur Altstadt, wo Helga für Conny, Elke und sich je einen Schlüsselanhänger kauft. Wolfgang und ich bekommen ein Portemonnaie. Wir suchen, das Geschäft, wo wir den getöpferten Fisch beim letzten Besuch gekauft hatten, finden es aber nicht. Zunächst überlegen wir am Hafen zu essen, entschließen uns dann aber, mit einer pikanten Gebäcktasche und einem Getränk vorlieb zu nehmen und um 13.30 Uhr mit dem Bus zurückzufahren. Um 15.15 genießen wir in unserem Hotel ein Bier im Sonnenschein. Danach schwimme ich und wir lesen bis zum Abendessen, das uns wieder sehr gut schmeckt.

Donnerstag, 27. 10. (sonnig)

Nach dem Frühstück regeln wir die Abholung der Koffer am Abreisetag. Wir wollen sie lieber selbst mitnehmen als schon am Freitag ab 16.00 Uhr nur noch im Wartestand zu sein.
Um 9.30 Uhr fahren wir über Rethymnon weiter zum Kloster Arkadi. Witzigerweise fahren wir die gleiche Strecke zurück an unserem Hotel vorbei und dann geht es nach ca. 10 km ins Inland. Die vielen Oliven-, aber auch Orangen-, Gummibäume und Bourgonvillensträucher prägen die Landschaft. Zunächst fahren noch einige Einheimische mit uns, dann werden wir die letzten Kilometer durch steile Schluchten allein bis zum Kloster gefahren und das alles für 2,40€ pro Person. Auf dem Parkplatz sind plötzlich viele Autos und Busse. Es stellt sich heraus, dass der Eintrittspreis von 2 € sein Geld mehr als wert ist. Überall wird an der Wiederherstellung des Klosters gearbeitet. Klosterbrüder tragen schwere Sandsäcke, zwei Frauen fegen den steinigen Hof. Die vielen Blumen und Sträucher sind beeindruckend und Helga fotografiert wie eine Weltmeisterin. Um 12.00 Uhr nehmen wir unseren öffentlichen Bus, der gewartet hatte und sind wieder zunächst allein. Unten am Meer müssen wir umsteigen und werden dann direkt vor unserem Hotel herausgelassen. Nach dem Mittagsschlaf lesen, schwimmen und spielen wir. Das Abendessen mit Lamm und Fisch ist wieder ausgezeichnet.

Freitag, 28. 10. (wolkenlos)

Es ist Nationalfeiertag in Griechenland. Obwohl unsere Reiseleiterin nicht genau weiß, was und wo etwas geschehen wird, fahren wir gegen 10.00 Uhr auf gut Glück nach Rethymnon und sehen vom Bus aus, dass Teile der Hauptstrasse schon mit Stricken auf dem Fußgängerweg abgesperrt sind. Vom Busbahnhof aus wandern wir am Fort vorbei zum Hafen. Dort sehen wir den Seeräuber von den alten Schiffen und erfahren, dass die Segeltouren zu Tropfsteinhöhlen führen. Außerdem erklärt uns der junge Mann, warum die Männer in Griechenland kleine Armketten immer wieder drehen: zur Beruhigung. Die schwarze Kleidung vieler Frauen wird deshalb getragen, da Witwen ihr Leben lang um ihren Mann trauern.
Wir wandern zur Kreuzung, wo uns RCI angesprochen hatte und sehen an dem Denkmal einige Polizisten und daneben ein alter „Freiheitskämpfer in Montur“, der sich gerne fotografieren und filmen lässt. Wir wandern weiter zur Hauptstrasse, wo jetzt schon 2 Tribünen aufgebaut sind und auch die Strasse gesperrt ist. Viele Menschen haben sich schon in Sonntagskleidung gesammelt und laufen zum Teil mit der Griechischen Fahne aufgeregt herum. Auch viele Schüler haben ihre Schuluniformen an. Wir setzen uns in ein Café, das wie viele andere ziemlich gefüllt ist und sehen uns interessiert den Trubel um uns und den Aufmarsch von Gruppen im Fernsehen an. Nach einer halben Stunde denken wir, dass es bald los geht und stellen uns an den Straßenrand. Der Freiheitskämpfer und ein alter Mann mit Taschentuch auf dem Kopf fallen uns auf der Tribüne auf. Dann kommen die Popen und andere Honoratioren mit großen Autos an und setzen sich auf die andere Tribüne. Die Kapelle zieht vorbei und dann kommen viele Trachtengruppen, die sich aus Kindern und Erwachsenen zusammensetzen. Nach einiger Zeit reicht es uns und wir machen uns auf den Weg zum Bus. Unterwegs essen wir noch Schweinespieße mit Brot und sehen, wie sich Schüler- und Studentengruppen auf ihren Aufmarsch vorbereiten; das ist fast noch interessanter. Ganz zum Schluss stehen die Militärgruppen. Als wir dann später mit dem Bus zurückfahren, ist schon alles vorbei und die Strasse wieder freigegeben. Nach dem Mittagschlaf trinken wir noch etwas auf der Terrasse, ich schwimme noch einmal und dann lesen wir lange im Sonnenschein.
Nach dem letzten leckeren Abendessen packen wir die Koffer.

Samstag, 29. 10. (sehr gutes Wetter)

Wir lassen uns wecken, frühstücken zum frühst möglichen Zeitpunkt und packen dann den Rest. Wir werden pünktlich abgeholt und sind tatsächlich die einzigen, die ihre Koffer selbst mitnehmen. Das Einchecken am Flughafen macht keine Probleme und wir haben eigentlich noch viel Zeit. Erst sucht Helga, wo wir warten müssen und als ich dann später noch einmal herumsuche, wird Helga schon ½ Stunde vor Abflug aufgefordert, zum Flugzeug zu gehen, sagt aber, sie müsse auf mich warten. Man ist ungeduldig, obwohl dann später auch noch andere Passagiere nachkommen. Wir fliegen nach Hamburg, wo wir 30 Minuten früher ankommen und wir noch auf Jens und Antje warten müssen. Mit ihnen fahren problemlos nach Delmenhorst zurück und erzählen uns viel.

Dieser Reisebericht wurde am 18. Juni 2007 von Ruegenfreund verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Rethymnon, Grecotel El Greco, Kreta, Heraclion, Chania, Plakias, Agia Galini.

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