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Paris-Ein Wochenende an der Seine

Paris, Hotel Champs de Mars

Sanft setzt der Flieger nach nur einer guten Stunde Flug in Paris-Orly auf, Aussteigen und Gepäckabholen klappt reibungslos im Terminal Süd. Die Wegweiser zum Orlyval führen uns sicher zu diesem fahrerlosen Shuttle auf Schienen. Wir werden nämlich mit der RER ins Zentrum fahren, dazu muss man aber mit dem Orlyval vom Terminal zur RER-Station Antony fahren. Die Fahrt kostet 9.30 Euro, Tickets kann man direkt vor der Abfahrthalle des Orlyval für die gesamte Strecke kaufen. Entweder am Automaten oder am Schalter.

Hotel in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms

Unser Hotel liegt an der Ecole Militaire in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms. Deshalb steigen wir in Denfert-Rochereau in die Metro um und erreichen nach kurzer Zeit unser Hotel. Die gesamte Fahrt von Orly hat jetzt tatsächlich nur 40 Minuten gedauert. Man kann natürlich auch mit dem Bus fahren, vom Preis her ist das fast gleich.  Unsere Hotel ist ein Traum und dazu noch traumhaft gelegen. Die Zimmer sind klein, was in Paris normal ist, aber liebevoll provencalisch eingerichtet. Die Bäder sind dafür neu und im schlichten weiß gehalten, sehr sauber! Und das alles für 78 Euro pro Zimmer und Nacht. Da es schon spät ist müssen wir uns beeilen, wir haben einen Tisch im Le Troquet in der Rue François Bonvin reserviert, ein typisches kleines französisches Restaurant im 15. Arrondissement. Der Besitzer kommt aus dem tiefen Süden Frankreichs, so ist es nicht verwunderlich das die Speisekarte Spuren der baskischen Küche aufweist. Zusammen mit einem guten Glas Rotwein kommen wir nun richtig in Paris an. Am nächsten Morgen schnell raus aus den Federn nach einer erholsamen ruhigen Nacht im Hotel de Champs de Mars. Das Frühstück im Hotel lassen wir aus, wer Paris kennt, weiß, dass das eine gute Entscheidung ist, da das Frühstück im Hotel in Paris leider meistens zu wünschen übrig lässt. Zuerst steht Shopping auf dem Programm. Daher fahren wir mit der Metro nach St. Germain (Metro Sèvres Babylon). In einer kleinen Seitenstrasse gehen wir erstmal in Le Pain Quotidienne (Das tägliche Brot), schön frühstücken. Denn auch in Paris setzt sich gutes Frühstück durch. Alternativ bietet sich natürlich eins der vielen Cafés am Straßenrand an, dort gibt es zumindest guten Kaffee und das echte Pariser Leben. Dann geht es los, Boutiquen stehen auf dem Programm, da sind wir ja in St. Germain genau richtig. In der Rue de Bac fangen wir an, gehen weiter über die Rue de Sèvres bis zur Rue du Four und ….

Achtung! Wir haben soeben das Bermudadreieck für Schuhkäufe betreten,

 bestehend aus der Rue du Four, Rue des Canettes und der Rue du Vieux Colombier, ein Schuhladen reiht sich an den Nächsten. Wahnsinn!!! Nach einem kleinen leckeren Imbiss im L’Arbuci in der Rue de Buci, verlassen wir St. Germain und gehen an den Bouquinisten, die ihre Plakate, Poster, Postkarten an der Seine in ihren typischen grünen Verkaufsständen anbieten vorbei auf die Île de St. Louis, um Notre Dame zu besichtigen. Danach fahren wir ein bisschen Metro, denn wir wollen heute noch Sacre Coeur in Montmartre besichtigen. Gesagt getan, wir steigen an der Metro-Station Pigalle mitten im Trubel aus und gehen zum Funiculaire de Montmartre, die Zahnradbahn, die zur Basilika Sacre Couer hochfährt. Die Kirche ist gar nicht so alt, wie man denkt: Die Weihe fand erst nach dem 1. Weltkrieg 1919 statt. Man kann auch zu Fuß hochgehen, aber die Zahnradbahn ist ein Erlebnis und zudem auch mit der normalen Metrokarte zu benutzen. Wir haben uns übrigens für eine Mobilis-Karte entschieden: Freie Fahrt in der Innenstadt für einen Tag nur 5.60 Euro. Jetzt wird es schon langsam dunkel, so dass wir schnell ins Marais fahren, um dort noch ein wenig die Atmosphäre aus jungen, pulsierenden Leben und alter Tradition zu erleben. Heute Abend gehen wir dort auch essen, und zwar im Le Petit Marché. Wenn ich Ihnen das hier nicht empfehlen würde, würden Sie dort nicht reingehen. Von außen wirkt das in einer ruhigen Seiten Straße neben dem Place de Vosges gelegene Restaurant nicht gerade einladend. Wenn Sie allerdings ohne Reservierung kommen, haben Sie keine Chance auf einen Platz, soviel zur Beliebtheit des Restaurants. Die Küche ist hervorragend, eine Mischung aus inventiver und klassischer französischer Kochkunst, die Stimmung ist immer ausgelassen fröhlich. Danach geht es zurück ins Hotel. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Kultur. Da es der erste Sonntag im Monat ist, ist der Eintritt für den Eiffelturm, den Triumphbogen, im Louvre, im Musée d’Orsay und vielen anderen Sehenswürdigkeiten frei! Wir fangen mit dem Eiffelturm an, gleich morgens früh um 9:30 Uhr da sein, dann sind die Warteschlangen noch nicht so lang. Ab 11:00 Uhr können Sie es ehrlich gesagt vergessen. Danach gehen wir in den Louvre, was muss, das muss. Hier schauen wir uns aber nur die Ägyptische Sammlung und die Mona Lisa an, das reicht bereits für 2 Stunden Museumsbesuch. Durch den Jardin de Tuilleries mit seinen wunderschönen Skulpturen spazieren wir über den Place de la Concorde (hier müssen Sie im Winter, wenn es dunkel ist mit dem Roue de Paris, dem Riesenrad fahren, die Sicht von oben auf die hell erleuchtete Stadt der Lichter ist die 6 Euro wert). Vom Place de la Concorde fahren wir mit der Metro ins Hotel, holen unser Gepäck und fahren mit der RER und dem Orlyval dieselbe Strecke zurück, die wir am Freitag gekommen waren. Ein eindrucksvolles und erlebnisreiches Wochenende geht zu Ende. Mehr sollte man sich an einem Wochenende nicht zumuten, ansonsten kann man die Seine-Metropole nicht genießen. Man braucht ziemlich viel Zeit von einem Ort zum anderen, Paris ist sehr groß. Setzten Sie lieber einige Schwerpunkte, erleben Sie die Stadt entspannt und – kommen Sie wieder! 


Dieser Reisebericht wurde am 17. Dezember 2007 von jorgo verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Paris, Hotel Champs de Mars, Paris-Ein Wochenende an der Seine, Paris, Reise, Wochenende.

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