Ferienwohnung:
Ancienne Cour
de l’Abbayd de Paris
in Ribeauvillé
(sehr empfehlenswert!)
Vom 5. 4. – 17. 4. 2003
Samstag, 5. 4.
Da wir am Vorabend schon fast alles gepackt haben, können wir morgens um 9.30 Uhr nach einem leckeren Frühstück losfahren. Bis Frankfurt hilft uns die von Jens ausgedruckte Reiseroute hervorragend, doch auf dem Weg in Richtung Ludwigshafen verlieren die richtige Spur und damit auch etwas Zeit. Deshalb fahren wir weiter über Karlsruhe nach Straßburg ins Elsass. Wir erreichen gegen 17.00 Uhr die gewünschte Region. Uns fällt auf, dass die Natur deutlich weiter ist als bei uns. Zunächst fahren wir nach Require nach einem Appartement, finden dann aber, dass der Ort doch nicht so ganz nach unseren Wünschen ist. Deshalb fahren wir weiter nach Ribeauvillé. Wir fragen an einem Kiosk nach der ersten Adresse im Reiseführer und sind kurz danach vor einem Haus, das uns sehr gut gefällt. Mitten in der Stadt, aber doch ganz ruhig gelegen und der Parkplatz direkt vor der Tür. Die Dame des Hauses zeigt uns 3 Appartements (wir besprechen alles in französischer Sprache). Wir wählen das 2 - Zimmer – Appartement mit eingebauter Küche, getrennter Toilette und Badezimmer. Für Helgas Allergie ist besonders wichtig, dass in diesen Räumen keine Tiere waren und auch die Fußböden mit Steinkacheln ausgelegt sind. Wir packen die Koffer schnell aus und essen dann in einem typischen Elsässer Restaurant „Bäckerofen“ und „Geflügel-Pie mit Kartoffeln. Beide Gerichte sind zwar typisch für die Region, reißen uns aber nicht vom Hocker. Während Helga früh schlafen geht, schaue ich mir im Fernsehen noch den Boxkampf von Bayer um die Weltmeisterschaft an.
Sonntag, 6. 4.
Da Sonntag ist, können wir nichts einkaufen. So essen wir das mitgebrachte Schwarzbrot mit Konfitüre und Honig. Von Helgas Tischplatz aus kann sie auf einen ca. 50 Meter entfernten Turm sehen, auf dem ein Storchenpaar sein Nest baut. Nach dem Frühstück erklärt uns die Oma des Hauses, die noch gut Deutsch spricht, dass wir unsere Einkäufe auf dem um 10.00 Uhr beginnenden Ostermarkt im Ortskern machen können. Gegen 10.30 Uhr geht es los. Im ganzen Dorf sind sehr liebevoll dekorierte Stände aufgebaut, hinter denen Verkäuferinnen ihre Waren anbieten. Vor dem Rathaus können Kinder auf Eseln reiten, außerdem kann man dort viele Tiere bewundern. Während des Rummels kaufen wir Brot, Käse, Wurst und Wein ein. Gegen 12.00 Uhr sind wir wieder in der Wohnung, wärmen uns auf und genießen das leckere Brot mit dem wohlschmeckenden Aufschnitt. Nach dem Mittagschlaf fahren wir mit dem Auto nach Colmar, finden einen stadtnahen Parkplatz und wandern dann durch die altertümliche Innenstadt. Als es uns kalt wird trinken wir in einem urgemütlichen Café (Oma, Mutter und Sohn) Café au lait, Wasser und probieren ein Stück Kirsch-Puddingkuchen. Wir sehen uns noch einige Schaufenster an, wandern zurück zum Parkplatz und fahren nach Ribeauvillé. Dort ist der Innenstadtbereich abgesperrt, so dass wir unser Auto auf der Hauptstraße gegenüber von unserer Wohnung parken müssen. Abends suchen wir lange nach dem geeigneten Restaurant, finden letztlich eins, das nichts Besonderes bietet. Nach dem Krimi gehen wir früh schlafen, da Helga eine Erkältung doch stärker spürt.
Montag, 7. 4.
Die Sonne strahlt uns um 7.30 Uhr an. Wir lesen nur noch kurz und stehen frühzeitig auf, da Helgas Nase durch die Allergie (die Birken blühen) völlig zu ist und das ziemlich nervt. Ich hole Brötchen und Croissants und hole auf dem Rückweg das Auto auf unseren Parkplatz. Die Brötchen sind sehr lecker und wir genießen unser Frühstück. Aufgrund der Kälte entscheiden wir uns, nach Straßburg zu fahren. Gegenüber von der Thomaskirche parken wir und wandern ca. 5 Minuten zum Münster, das von vielen Besuchergruppen voll ist. Von dort aus gehen wir zum Rohan-Palast und dann am L’Ill zum Viertel „Klein Frankreich (La Petite France)“, einem „Schnoor-ähnlichen“ Viertel, das aber durch die Wasserläufe noch abwechslungsreicher ist. Wir nehmen „Croque Monsieur“, Kaffe und Kakao in einer kleinen, unscheinbaren Teestube zu uns und fahren dann auf der Autobahn zurück nach Ribeauvillé.
Am Abend essen wir in der Pizzeria gegenüber von unserer Ferienwohnung. Helga wählt einen Salat und ich eine Pizza Roma. Während der Wein nicht besonders gut schmeckt, ist das Essen durchaus akzeptabel, so dass wir insgesamt einigermaßen zufrieden sind.
Dienstag, 8. 4. (sonnig, aber kalt, nachts Frost)
Wir wachen früh auf und machen den Entschluss vom Vorabend wahr gegen 9,30 Uhr, nach Dijon zu fahren, wo ich mit 18 Jahren 14 Tage im Rahmen ein Jugendtreff „Rencontre de Jeune“ und später auf unserer Camargue-Fahrt besucht habe. Zunächst überlegen wir, die Route N 83 nach Besancon zu fahren, aber da viele LKWs den Verkehr sehr langsam machen, fahren kurz entschlossen Richtung Autobahn Colmar/Mühlhausen. Auf diesem Weg sehen wir Obstfelder, die wie Märchenwälder aussehen, da die Blüten aufgrund des Frostes „eingeeist“ worden sind. Die Entscheidung, über die Autobahn zu fahren zeigt sich als richtig, da wir im Laufe der Zeit feststellen, dass die Strecke nach Dijon fast 300 km beträgt. Plötzlich werden wir auf der Autobahn durch eine Zahlstelle gestoppt. Wir fahren in einen Schalter ein, aber keiner ist da und wir können auch mit Geld oder Karte die Schranke öffnen. So setzen wir zurück und ich frage erst einmal zu Fuß 3 Häuschen weiter. Eine Dame erklärt mir, dass wir an ihren Schalter kommen sollen. Dort zahlen wir 2,30 Euro. Ca. 50 km weiter kommt die nächst Zahlstelle; dort muss man sich nur ein Ticket ziehen, das wir dann in der Nähe von Dijon mit 10,30 Euro bezahlen müssen. In Dijon parken wir im Parkhaus „Dauphine“ in der Innenstadt. Dann suchen wir eine Toilette in Kaufhaus „Laffajette“; es soll dort keine geben, so dass wir in ein Café/Restaurant gehen. Aber dort sollen wir an einen anderen Tisch wechseln, dann kommt keine Bedienung. So gehen wir nach einander nur zur Toilette und dann ohne Bestellung aus dem Lokal und wandern „der Nase nach“ durch die Straße, die sehr belebt sind. Nach mehrmaligem Fragen finden wir das Rathaus, ein Platz, der mir noch von der Camargue-Fahrt gut in Erinnerung ist. Doch so richtig einladend ist es aufgrund des vielen Verkehrs nicht und so machen uns auf den Rückweg. Wir fahren über Besancon (ca. 90 km von Dijon) und schlendern durch die „gekachelte“ Hauptstrasse und trinken im Sonnenschein einen Kaffee im Selbstbedienungs-Kaffee. Gegen 17.00 Uhr fahren wir auf der teuren, aber erholsam (nur wenige überholen, da Höchstgeschwindigkeit von 130 km kaum überschritten wird) Autobahn zurück. In Rebeauvillé essen wir Steak und Ente (mit Sauerkraut und Pflaumen – schmeckt nicht schlecht) in dem Restaurant, in dem wir am ersten Tag waren.
Wir schauen noch etwas Fernsehen und schlafen früh.
Mittwoch, 9. 4. (kalt und sonnig)
Beim Bezahlen des Appartements erzählt uns der Besitzer, dass er 20 Jahre Ingenieur in Paris war und häufig auch im Irak arbeiten musste. Von dem Ersparten hat er sich das Haus gekauft und das ganze Haus nach und nach renoviert. Zt. Zeit ist er immer noch an einem weiteren Appartement beschäftigt. Er gibt uns Tipps und Karten für Autotouren und empfiehlt uns eine Weinprobe bei seinem Winzer in Bergheim (als Muster schenkt er uns schon eine Flasche seines Tagesweins). Danach wandern wir durch Rebeauvillé, kaufen Kuchen für mittags und Spargel für das Abendessen. Wir wandern bis zum Ende des Dorfes. Auf dem Weg findet Helga in einem Schmuckgeschäft eine Steinkette, die für ihre Größe bis zum nächsten Tag angefertigt wird. Nachmittags folgen wir der Empfehlung unseres Vermieters und fahren mit dem Auto über Selestadt in die Vogesen zum Mont St. Odile, einem Klosterberg, von dem man bei gutem Wetter bis zum Schwarzwald sehen kann; leider war es aber zu diesig. Auf dem Rückweg fahren wir durch Bergheim, das als eines der 10 schönsten Dörfer Frankreichs beschrieben wird. Doch es gefällt uns vom Auto aus nicht so gut, dass wir aussteigen wollen.
Gegen 17.45 fahren wir über die „kostenlose“ Autobahn zurück nach Ribeauvillé. Wir kochen den Spargel und probieren den Wein unseres Vermieters – alles schmeckt uns sehr gut. Unsere Küche ist eben doch besser als die bisher erlebte Elsässer Küche. Abends sind wir müde und enttäuscht und sehen Fernsehen.
Donnerstag, 10. 4.
Wir wachen früh auf, genießen unser Frühstück und fahren um 9.30 Uhr mit dem Wagen in Richtung Vogesen. Über Riquewihr, Kayserberg (sieht beim Vorbeifahren sehr hübsch aus) Orberg geht’s immer höher in die Vogesen. Wir kommen zum Lac le Blanc, einem Karsee, der auf 1000 m Höhe liegt und noch leicht gefroren ist und von Altschnee umgeben ist – eine sehr hübsche Landschaft. Leichtes Schneetreiben kommt später noch dazu. Wir fahren noch höher, kommen an Skiliften vorbei und finden plötzlich nicht mehr die die Straße, die wir eigentlich zum Col de la Schlucht fahren wollten. Als wir zurückfahren, erklärt uns ein Einheimischer, dass diese Straße im Winter völlig mit Schnee bedeckt ist und wir nur über große Umwege dorthin kämen. Wir fahren deshalb eine Serpentinenstraße in Richtung Münster, verzichten darauf, den Col de la Schlucht zu suchen und kaufen in Münster (nicht sehr hübsch) ein. Gegen 12.45 Uhr sind wir wieder zuhause, essen die Elsässer Wurst (10 Min. kochen), Brötchen und als Nachtisch leckeren Kuchen.
Nach dem Mittagsschlaf regnet/schneit es leicht. Wir wandern durch Ribeauvillé und holen Helgas Kette ab. Zuhause erfährt Helga, dass Timo am Freitag und Montag ein Praktikum in Hude machen wird. Gegen 17.15 Uhr fahren wir nach Bergheim zum empfohlenen Winzer. Viele Weine schmecken uns und wir decken uns für zuhause ein. Das Abendessen mit Kassler Kotelett, Tomaten, Gurken-Salat und Kartoffeln schmeckt uns selbst gemacht besser als im Restaurant.
Freitag, 11. 4. (es hat geschneit, aber es soll noch sonnig werden)
Nach dem Frühstück fahren wir auf einer Nebenstrecke steile Berge hoch in Richtung Haut Königsburg.. Zunächst wollen wir die Adler-Vorführung sehen, müssen dafür aber wieder einen Teil des Berges hinunterfahren. Als wir auf den Parkplatz kommen, ist er ganz leer. Die Vorführungen finden nur nachmittags statt, obwohl in unserem Prospekt etwas anderes steht. So fahren wir zum Affenberg und genießen es, im Sonnenschein den lustigen Affen zuzusehen. Es ist immer wieder schön, diesen possierlichen Tieren zuzusehen. Gegen 11.45 Uhr fahren wir weiter nach Kayserberg, wo wir für 2 Euro ein Parkplatz-Tagesticket lösen müssen zahlen müssen. Aber die Innenstadt gefällt uns dafür sehr gut. Wir wandern ca. 1. Std. durch das schöne Stadtchen, essen Würstchen und Nussplätzchen, kaufen noch Brot und fahren dann zurück. Nach dem Mittagschlaf fahren wir zur Adler-Vorführung, die wirklich sehr interessant ist. Helga wird von einem Adlerflügel leicht gestreift. Auf dem Weg zur Haut Königsburg überlegen wir uns, unser Quartier möglichst um eine Woche zu verlängern und nicht in den Schwarzwald zu wechseln. Glücklicherweise ist das dann auch später möglich. Das Essen (Salat und Cordon Bleu) ist wieder nicht überzeugend. Abends spielen wir nach dem Spielfilm noch Skibbo.
Samstag, 12.4. (es ist trübe, aber es noch nicht)
Bei dem nicht ganz so guten Wetter fahren wir in Richtung Freiburg. Am Kaiserstuhl vorbei geht es durch die Weinberge nach Breisach. Nach unserem Eindruck wirken die kleinen Städtchen, an denen wir vorbeikommen, nicht so hübsch wie die im Elsass. Kurz vor Freiburg sehen wir ein Hinweisschild „Titti-See“. Wir entscheiden uns, zunächst dorthin zu fahren. Durch steile, imposante Schluchten führt uns die Straße immer höher. Am Ortseingang parken wir und wandern bei leichtem Regen zum See. Alles wirkt sehr touristisch. In einem Café oberhalb des Sees teilen wir uns eine Kartoffelsuppe und Rhabarberkuchen mit Kaffee. Eine japanisch/chinesische Reisegruppe sitzt nicht weit von uns entfernt. Es ist faszinierend, wie sich ein Teilnehmer dieser Gruppe wenig erfolgreich mit Messer und Gabel an einem Eisbein versucht. In einem schönen Glasgeschäft erstehen wir für uns eine schöne Blumenvase, finden aber leider keine in gelb für Jens und Antje. Wenn wir schon so hoch sind, können wir eigentlich auch noch zum Feldberg fahren. Gedacht – getan, aber leider kommen wir 2 km weiter auf schneebedeckter Fahrbahn in ganz dicken Nebel und kehren panikartig um. Auf der Rückfahrt sehen wir uns den Schluchsee nur vom Auto aus an, da er wegen des schlechten Wetters nicht sehr einladend wirkt. So fahren wir nun endlich nach Freiburg, parken am Schlossberg und wandern von dort durch niedliche Gässchen zum Münster. Überall ist toller Trubel auf den Straßen zumal das Wetter deutlich besser geworden ist. Gegen 15.00 Uhr trinken wir in einem Café Capuccino und Tee, holen noch Geld und suchen dann das Parkhaus auf der falschen Seite der Innenstadt. Also noch einmal quer durch die trubelige Stadt und dann geht’s zum Teil im Sonnenschein zurück in unsere „Heimat“. Zuhause bereitet Helga eine leckeres Essen. Wir wandern noch einmal durch Ribeauvillé, spielen Skibbo, und sehen uns einen Krimi an.
Sonntag, 13. 4. ( herrlicher Sonnenschein)
Glücklicherweise haben die Bäckereien auch am Sonntag offen, so dass es wieder ein leckeres Frühstück gibt. Bei herrlichem Sonnenwetter wandern wir erst in die Oberstadt, fragen nach dem Wanderweg zum Chateau Rappolstein und steigen dann ca. 1 ¼ Std. an den Weinbergen vorbei ca. 500 Höhenmeter hoch zur Schlossruine. Auf dem Weg setzen wir uns nach 1/3 des Weges in eine Laube und schauen ins Tal und dann geht es weiter über mal steilere und mal weniger steile Wege nach oben. Ziemlich erschöpft (Helga) und verschwitzt (Herwig) kommen wir oben an. Wir setzen uns in die Sonne und genießen den wunderbaren Ausblick. Als wir wieder nach unten gingen, merkte ich meine beide Knie sehr schmerzhaft und plötzlich bekam ich Angst, ob ich überhaupt diesen steilen Weg wieder hinunter kommen würde. Doch zum Teil mit kleinen Trippelschritten – wie ein alter Mann – Helga vorweg kommen wir heil unten an. Hoffentlich sind die Knie am nächsten Tag nicht dick! Wir kaufen als Mittagessen 1 Stck. Quiche Lorraine und nehmen noch ein schönes Stück Erdbeertort – toll im Karton eingepackt - mit für nachmittags. Nach dem Mittagschlaf fahren wir mit dem Wagen gen Süden Richtung Mühlhausen. Das Eco-Museum (alte Häuser der Region) besuchen wir nicht, da uns der Eintritt übertrieben hoch erscheint. Doch von außen können wir die vielen Störche sehen und schauen dem An- und Abflug eine Weile zu. Auf dem Weg nach Tham müssen wir eine Zeit lang halten, um ein Radrennen an uns vorbeifahren zu lassen. Keiner gibt ein Signal, wann wir weiterfahren können, so tun wir das auf eigene Faust. In Tham triknen wir in der Sonne etwas, wandern durch die Stadt und fahren dann nach Riquewihr, um dort zu essen. Zunächst wandern wir durch wirklich schöne Altstadt und wollen eigentlich schon nach Ribeauvillé zum Essen fahren, als wir das Restaurant in einer Passage finden, das Helga schon bei einem ersten Bummel aufgefallen war. Das Essen (Helga. Salat, ich Kaninchen) ist hervorragend und auch sehr preisgünstig, die Atmosphäre ist ebenfalls sehr schön.
Montag, 14. 4. (herrliches Sonnenwetter, noch wärmer als am Sonntag)
Fast alle Geschäfte haben geschlossen, so dass es heute Baguette zum Frühstück gibt, aber auch das schmeckt sehr gut. Wir suchen nach Spargel und fahren in die Richtung Markartsheim. Im ländlichen Gebiet auf freiem Feld finden wir einen Direktverkauf-Laden, der zwar noch keinen hiesigen Spargel hat, aber dafür viele Gemüse (u.a. Spargel) deutlich preiswerter anbietet als Geschäfte in Ribeauvillé. Nach dem Einkauf fahren wir nach Thannenkirch (unterhalb von Haut Königstein) und wandern im herrlichen Sonnenschein durch das Dorf. Ein Restaurant gefiel uns dort sehr gut und könnte uns evlt. wieder sehen.
Zum Abschluss sehen wir uns noch den Friedhof an der Kirche an. Auf den Gräbern sind sehr viele getöpferte Andenken an die Toten beigestellt. Viele der Beerdigten waren sehr früh gestorben.
In Ribeauvillé wollen wir noch einkaufen, aber ab 12.00 Uhr sind alle Geschäfte geschlossen. In einer lauschigen Ecke in der Nähe unserer Pension genießen wir uns erstes „Sommerbier“. Nach einem leichten Mittagessen (Brezel, Rest vom Baguette) fahren wir nach den Mittagschlaf nach Bergheim, um uns dort das Stadt-Zentrum anzusehen; so richtig toll finden wir es nicht. So entscheiden wir uns kurzfristig, nach Rouffach zu fahren, da dort lt. Buch einige Sehenswürdigkeiten sein sollen. Auf dem Weg dorthin kommen wir durch Egersheim, wo Pabst Leo der Neunte geboren ist. Wir steigen etwas außerhalb aus; je weiter wir zum Ortskern kommen, desto schöner finden wir den fast kreisförmig angelegten Innenstadt- bereich, der immer wieder neue schöne Winkel und Fachwerkhäuser preisgibt. Da wir keinen Platz in einem Straßen-Cafe finden, kaufen wir nur noch das abends geplante Spargelessen Schinken ein und fahren dann weiter nach Rouffach. Auch hier parken wir etwas außerhalb und wandern dann in den Innenstadtbereich, der uns aber bei weitem nicht so gut gefällt wie der von Egersheim. So trinken wir im Sonnenschein kurz Wasser und Cappucino in einem Straßen-Cafe und fahren dann zurück. Abends genießen wir den Spargel und den Schinken mit leckeren Pellkartoffeln und schauen uns danach im Fernsehen einen Krimi an.
Dienstag, 15. 4. (herrlicher Sonnenschein, ca. 23° C)
Helga hat nicht gut geschlafen. Wir fahren die Elsässer Weinstraße lang über Dambach in Richtung Vogesen nach Andlau, das empfohlen wird. Doch die Stadt gefällt uns nicht besonders, so dass wir bald zurückfahren. In Ribeauvillé kaufen wir noch ein und essen zu Hause Baguette. Nach dem Mittagschlaf fahren wir nach Thannkirch und finden unterhalb des Ortes einen sehr schönen Wanderweg in Richtung Ribeauvillé. Auf dem wandern wir ca. 1 ½ Stunden, fahren zur Haute Königsburg und können uns noch einen Teil der Burg ansehen. Zurück in Bergheim trinken wir im Sonnenschein im Zentrum Cappucino und Bier und fahren von dort direkt nach Riquewihr, wo wir im Relais de Riquewihr wieder sehr lecker essen (Cordon Bleu und Enten-Ragout). Abends sehen wir einen interessanten Naturfilm über das Überleben von Tieren verschiedener Kontinente im Wasser.
Mittwoch, 16. 4. (herrlicher Sonnenschein und ca. 25° C)
Nach dem leckeren Frühstück fahren wir nach Deutschland zum Kaiserstuhl. Ersten Halt machen wir in Breisach. Wir parken gegenüber von einem Kindergarten und beobachten die Gruppen, wie sie ziemlich diszipliniert eine Wanderung machen. Wir kaufen je eine Zeitung und Illustrierte und wandern dann zum Münster hinauf. Von dort haben wir einen schönen Blick auf den Rhein. In der Kirche bewundern wir den schönen Holzaltar. Helga telefoniert mit Gitti und erfährt mit Bedauern, dass Herman Razzak Darmkrebs operiert worden ist. Wir fahren durch weitere Orte am Kaiserstuhl und stellen gemeinsam fest, dass wir uns im Elsass sehr viel wohler fühlen. So fahren wir ohne Pause zur Pension zurück, essen noch einen kleinen Happen und machen Mittagschlaf. Danach teilen wir uns ein Eclair mit Erdbeeren und fahren wieder Thannkirch, wo wir den Spaziergang vom Vortage noch einmal wiederholen. Wir trinken Kaffee und Bier in Bergheim, kaufen noch etwas Wein und fahren nach Ablieferung weiter nach Riquewihr. Diesmal essen im beliebten Restaurant draußen (Spätzle nach Elsässer Art und Hähnchen-Frikasse - beides wieder reichlich, sehr schmackhaft und nicht zu teuer). Helga erfährt, dass die Augenoperation von Rudolf verschoben worden ist. Im Fernsehen sehen wir abends „Die Schwabenkinder (Verkauf von Tiroler Kindern) und spielen Skibbo.
Gründonnerstag, 17. 4.
Nach dem Frühstück räumen wir auf, packen die Koffer und zahlen. Wir versprechen wiederzukommen. Gegen 11.00 Uhr fahren wir nach Zellenberg, einem kleinen am Berg liegenden Dorf zwischen Riquewihr und Rebeauvillé . Der Ort und die Kirche sowie einige Häuser (eins wird gerade renoviert – nur eine gar nicht optisch schöne Wand bleibt stehen) sind nicht uninteressant, aber auch nicht richtig sehenswert. Nachmittags fahren wir zunächst die Straße hinauf in Richtung St. Marie (Vogesen), doch nachdem wir fast nur Serpentinen fahren und keinen Wanderweg finden, kehren wir um und fahren noch einmal nach Thannkirch zu unserem schönen Wanderweg; diesmal wandern wir etwas weiter unterhalb. In Ribeauvillé kauft Helga ein Geschenk, in der Zeit trinke ich etwas im Sonnenschein und kaufe eine Wanderkarte als Abschiedsgeschenk für Helga. Wir essen zum Abschluss noch einmal Kaninchen in „unserem Restaurant“ in Riquewihr und packen.
Karfreitag, 18. 4.
Gegen 9.00 Uhr fahren wir unter herzlicher Verabschiedung unserer Familie los und kommen mit nur einem Stau bei Schwerte relativ schnell voran. Gegen 18.30 Uhr sind wir zuhause; glücklicherweise sind die Staus alle nur auf der Gegenfahrbahn in Richtung Süden.
Dieser Reisebericht wurde am 05. Juni 2007 von Ruegenfreund
verfasst.
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