Die gleiche Spannung wie jedes Jahr.....
Es war die gleiche Herausforderung wie jedes Jahr. Der Sommer stand vor der Tür und die Urlaubszeit begann. Mein Mann wollte in den Süden fliegen, ich bevorzugte eher den Norden. Die Diskussionen begannen, vor allem sollten unsere Hunde doch mit. Nach etlichen Diskussionen fiel unsere Entscheidung auf Dänemark.
Wir mieteten uns ein gemütliches Häuschen direkt am Meer. Das sollte ein Spass werden. Das Ferienhaus konnte man bequem über das Internet buchen. Da mir aber die persönliche Beratung und Buchung mehr zusagt, wurde das Häuschen in unserem Reisebüro vor Ort gebucht. Also fuhren wir, sehr unglücklich geplant, mitten in der Sommerferienzeit los. Die Autobahn war natürlich dicht, die Hunde quängelten und ich fragte im 30 Minuten Takt, wann wir endlich da sind. Irgendwann haben wir sie erreicht: Die Grenze zu Dänemark. Mein Ärger verflog, denn man merkte sofort, dass hier ist nicht mehr Deutschland.
Die Umgebung war wunderschön und langsam kam Urlaubsstimmung auf. Wir fuhren irgendwa
nn auf einen Parkplatz, der war so wunderschön gelegen. Total im Grünen, absolute Stille und dahinter konnte man in der Ferne etwas erkennen, was einem Schloss ähnelte. Sofort fing ich an zu Schwärmen, dabei waren wir noch gar nicht an unserem Ziel angekommen. Wie mag es wohl dort erst aussehen? Nach einem Spaziergang mit den Hunden sind wir entspannt weitergefahren. Wir fuhren vorbei an kleinen, freundlichen Dörfern, an vielen kleinen Seen und irgendwann haben wir es erreicht: Unser Ziel. Das kleine Örtchen ODDESUND. Das sollte es nun also sein, unser Feriendomizil für die nächsten 10 Tage. Ich holte uns von einer freundlichen Nachbarin den Schlüssel ab und da standen wir nun vor dieser herrlichen grünen Holzhütte direkt am Strand. Vor unserem Haus gab es einen wunderschönen Sandstrand, der teilweise auch mit Kiesel versehen war und nach etwa 15 Metern standen wir mit unserem Füssen im Meer. Ich war so glücklich und ich wusste, es war die richtige Wahl, hierher zu fahren. Fernab von
den vielen Touristen, die den Strand belagern und
fernab von Krach und Partys. Das einzige Geräusch was uns hier in den Ohren lag, war das Rauschen des Meeres.
Ich mochte mich gar nicht von dem Anblick der untergehenden Sonne trennen, aber wir mussten ja noch das Gepäck aus dem Auto tragen und uns einrichten, denn so langsam ging der Tag unserer Anreise vorrüber. Was ich aber nur empfehlen kann, so haben wir es gehalten, seine Verpflegung grösstenteils aus Deutschland mitzubringen. Denn so schön es hier auch ist, Dänemark ist ein sehr teures Land. Da ich das Essen auf der Terrasse aber sowieso bevorzuge, war das also kein Problem für mich.
Am nächsten Tag wurden wir schon mit dem Meeresrauschen geweckt. Wir konnten draussen Frühstücken, mit Blick aufs Meer. Wir sahen die Schiffe vorbeifahren und manch einer hat uns sogar zugewunken. Alle Menschen waren dort so freundlich. Was natürlich nicht in Dänemark fehlen darf, eine Riesige Portion Softeis verdrücken. Das musste ich natürlich umgehend in die Tat umsetzen. Es wurde natürlich ein Plan erstellt, was man alles erledigen muss und vor allem, was man sich alles anschauen muss. Die Kleinstadt unseres kleinen Ferienortes haben wir gleich am Tag darauf erkundet. Dort gab es ein kleines Fischerdorf und dort konnte man sich eine Karte für den Fischkutter kaufen. Man wurde mit einer Angelausrüstung ausgestattet und dann ging es raus aufs Meer zum Meeresangeln. Eine Erfahrung, die man einfach miterleben muss. Natürlich kann man sich auch direkt ans Wasser stellen und dort Angeln, was ich natürlich auch mal ausprobiert habe. Dazu muss ich aber auch sagen, dass in diesem Teil Dänemarks, den wir uns ausgesucht haben, nicht gerade "Der Bär tobt". Wer also etwas Unterhaltung geboten haben möchte, sollte sich einen anderen Teil aussuchen. Hier ist man gut aufgehoben, wenn man einfach die absolute Ruhe und Entspannung sucht. Was ich nie vergessen werde war folgendes Erlebnis. Es gab an unserem Strandabschnitt eine Bucht, die sehr romantisch war mit Leuchttürmen. Und in dieser Bucht konnte man diese kleinen Bewohner wirklich bestaunen: Seerobben. Nur wenige Meter entfernt schwammen sie an mir vorbei. Das ist mit die schönste Erinnerung meines Urlaubes. Woran ich auch noch sehr gerne zurückdenke, ist die Reise zum "Put and Take- See". So nennt man in Dänemark die kleinen Forellenteiche. Man kauft sich eine Tageskarte und kann sich dort den ganzen Tag wunderbar entspannen und Dänische Forellen angeln. Die Zeit verging wie im Fluge und ich habe mir noch so viele schöne Orte anschauen dürfen. In Dänemark gibt es die schönsten Kirchen, die ich je gesehen habe. Auch gab es kleine gemütliche Bahnhöfe zu bestaunen. Obwohl man kann dazu eigentlich nicht Bahnhof sagen. Mitten im Grünen waren aufeinmal Bahnschienen und mitten im Grünen konnte man dazusteigen.
Tagsüber wurde viel Sightseening betrieben und Abends wurde gemütlich am Strand zu Abend gegessen, während die Hunde im Wasser tollten. Alles um einen Herum war vergessen. Aber leider kam dann nach wunderschönen und erholsamen Tagen wieder dieser Fiese Tag: Der Tag der Abreise. Nachdem etliche Koffer im Auto verstaut, die Schlüssel wieder bei der Nachbarin abgegeben und die Hunde eingepackt wurden, ging es los Richtung Heimat. Wieder vorbei an dieser überaus Schönen Landschaft und irgendwann kam sie wieder: Die Grenze zu Deutschland. Direkt davor das Schild "Auf Wiedersehen". Da wurde mir bewusst, nun kehrtst Du dem schönen Dänemark den Rücken. Aber meinen persönlichen Traumurlaub werde ich niemals vergessen und ich bin mir sehr sicher, dieses schöne Land hoch oben im Norden hat mich nicht zum Letzten Mal gesehen.
Dieser Reisebericht wurde am 04. Juni 2007 von Duni
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Nähe Skagen, Ferienhaus, Daenemark: Kurzentschlossen in den Norden, Urlaub mit Hund in Dänemark im Ferienhaus.
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