2. 10.
Da ich die Koffer schon am Vorabend eingecheckt habe (Helga war in der Zeit bei Uli zur Geburtstagsfeier) klingelt der Wecker erst um 4.00 Uhr. Nach einem kleinen Frühstück fahren wir mit dem Wagen um 5.00 Uhr los und sind pünktlich eine halbe Stunde später am Flughafen. Nachdem ich mein Messer am Schlüsselbund abgemacht habe und es noch wieder zum Auto gebracht habe, checken wir problemlos ein und fliegen gegen 6.30 Uhr los. Während des angenehmen Flugs berichtet der Flugkapitän von aufgelockerter Bewölkung auf Mallorca. Doch wir landen bei leichtem Regen. Mit dem Bus fahren wir ca. 1 ½ Stunden nach Cala Ratjada. Wir sind die letzten Passagiere, die in Font de sa Cala aussteigen. Das Hotel ist ein bißchen älteren Datums, die Dame an der Rezeption ist sehr nett und auch die Zimmer sind nicht schlecht. Einzige Überraschung: kein Fernseher! Das Mittagessen im Restaurant schmeckt uns bei leckerem Tafelwein sehr gut. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf farhen wir gegen 16.00 Uhr mit dem Bus nach Cala Ratjada und wandern mit Regenschirm am Hafen entlang. Der Ort gefällt uns sehr gut. Gegen 18.40 Uhr fahren wir zurück. Es fängt an zu regnen. Das Abendessen schmeckt wieder ausgezeichnet, insbesondere der Nachtisch. Wir spielen noch im Aufenthaltsraum bis 22.00 Uhr Skib-Bo, dann geht’s ins Bett.
3. 10. Tag der Deutschen Einheit)
Nach ca. 8 Stunden Schlaf wachen wir sehr ausgeruht gegen 7.30 Uhr auf. Es regnet stärker als am Abend vorher. Ein Mitbewohner erzählt, daß es in der sehr starke Regenfälle gegeben habe. Auch nach dem leckeren Frühstück wird der Regen nicht besser. Wir gehen deshalb zur Neckermann-Info im Hotel, lesen danach ausführlich, rätseln im Bett und gehen dann zum Mittagessen. Erste blaue Wolken sind zu erkennen. Nach einem längeren Mittagsschlaf scheint schon häufiger die Sonne. Wir wandern in Richtung Calla Ratjada und sind überrascht, wie schön der Weg wird, nachdem für eine kurze Zeit an der Straße enlang laufen müssen. In Cala Ratjada setzen wir uns eine Weile auf die Treppen, um Wellenreitern bei ihren waghalsigen Manövern zuzusehen. Wir wanden danach durch die Shopping-Straßen hin zum Hafen und fahren dann gegen 18.40 Uhr wieder mit dem Bus zurück. Das Abendessen schmeckt wieder hervorragend. Wir spielen im Salon während der Fußballübertragung Werder - Donzek (8:0!) Skib-Bo und sehen uns dann in der Bar die einigermaßen gute Show des Clubs an. Gegen 22.30 Uhr gehen wir schlafen.
4. 10.
Wir wachen gegen 8.15 Uhr auf. Es ist bewölkt bis sonnig. Nach dem Frühstück um 9.15 Uhr gehen wir zum Pool. Ich nehme an der Gymnastik, die eine Stunde dauert und nicht schlecht ist, teil; Helga liegt am Pool. Danach schwimme ich noch im Meer. Trotz der kühlen Temperaturen ist das Wasser nach dem Abkühlen sehr angenehm. Danach liegen wir bis 12.45 Uhr am Pool und beobachten, wie die Ober die Apperitive mit Mengen von Alkohol füllen - nichts fur uns. Wir genießen das Mittagessen und machen Siesta. Nach einem Cafe con leche am Pool wandern wir in Richtung Cala Ratjada. Wir wandern ca. 75 Minuten und lesen dann in der Nähe der Busstation in der Sonne Zeitung. Gegen 18.00 Uhr nehmen wir den Bus, setzen uns noch eine kurze Zeit in der Abendsonne auf die Terrasse unseres Hotels und gehen gegen 18.45 Uhr zum Abendessen. Wir sehen uns die Tagesschau an, spielen Skib-Bo (ich gewinne 5 Mal) und gehen dann zum Club-Spiel.
5. 10.
Als wir aufwachen regnet es leicht. Schon wieder ein Regentag? (na ja, laut Mallorca - Buch soll es im Oktober davon 12 geben - aber warum gerade jetzt?). Wir lesen ein bißchen länger und als wir das nächste Mal auf den Balkon gehen, klart es schon etwas auf. Wir frühstücken und entscheiden dann, mit dem Bus um 10.30 Uhr nach Cala Ratjada zu fahren, um uns den Markt anzusehen. In der Zwischenzeit ist die Sonne hervorgekommen, aber es ist ziemlich schwül. Der Markt bietet nicht viele Besonderheiten; wir wandern weiter zu einer Boutique, die wir vom Bus aus gesehen hatten - finden aber nichts. Zurück zum Hotel finden wir von Mol aus einen Weg, der bis auf 100 m nur am Strand entlang führt. Nach Mittagessen und Mittagsschlaf legen wir uns an den Pool. Ich schwimme zwischendurch im Meer. Wir nutzen das gute Wetter und bleiben am Pool, bis es uns kalt wird. Danach setzen wir uns auf die Hotelterrasse und genießen dort noch den Sonnenuntergang. Abends gibt es Mallorquinisches Essen, da uns wieder sehr gut schmeckt. Beim Skib-Bo gewinne ich wieder 3 : 0; danach hören wir uns in der Bar Life-Musik bis 23.30 Uhr an.
6. 10.
Aufgrund des herrlichen Sonnenscheins legen wir uns ab 10.00 Uhr an den Pool, nehmen dann um 10.30 Uhr für eine ¾ Stunde an der Gymnastik mit dem Animateur teil, der nicht so nett ist, lesen dann in der Sonne und ich schwimme im Meer. Nach dem Mittagessen und -schlaf wollen wir eigentlich mit dem Bus nach Cala Ratjada fahren, stellen aber fest, daß dieser sonntags nicht fährt. Wir überlegen, zur Festung Cap de Vera zu wandern, aber eine Verkäuferin in einem Buchladen schätzt, daß wir ca. 4 km der Straße entlang wandern müßten. So geben wir diese Idee auf, wandern zunächst zur Tennisanlage, wo am nächsten Tag ein internationales Tennisturnier stattfinden wird, und wandern - nachdem wir uns das Training einiger Spieler angesehen haben, weiter zum Felsen, den wir von unserem Hotel aus in der gegenüberliegenden Bucht sehen können. Wir kommen an einer Ziege vorbei, dann an einem Privat-Tennisplatz und dann durch schmale Wege zu einem sehr schönen Aussichtspunkt, von dem man das Meer in Richtung Cala Ratjada sehen kann. Einige Minuten weiter ein anderer Aussichtspunkt, der zu unserem Hotel hinüber blicken läßt. Als wir zurückkommen schwimme ich noch einmal und Helga liest. Danach trinken wir auf der Terrasse einen Sangrija, essen wieder vorzüglich und sehen uns die Show an.
7. 10. (leicht bewölkt)
Vormittags liegen wir wieder am Pool und ich nehme an der Gymnastik teil und schwimme danach. Um 15.30 Uhr nehmen wir den Bus Richtung Cala Ratjada und fahren weiter durch bis Cala Mesquida. Die Busstrecke führt unterhalb der Festung Cap de Pera vorbei auf schmalen Straßen und sehr schöne Felder bis wir die „Riesen-Anlage“ von „Viva la Mesquida“ erreichen. Wir wandern die Straße entlang und dann zur Badebucht. Diese ist sehr schön breit und die Wellen deutlich wilder als bei uns. Im Hintergrund sind höhere Berge zusehen. Wir hatten in einem Prospekt gelesen, daß zwischen den beiden Bergen ein Wanderweg nach Cala Ratjada führen würde, aber zunächst kann uns keiner Auskunft geben, wo der Weg beginnen würde. Als wir schon fast aufgeben wollen, gibt uns eine junge Frau den Tipp, am Strand entlang zu gehen und auf der anderen Seite der Bucht den Weg zu suchen, der uns in 30 Minuten nach Cala Apulla bringen würde. Auf geht’s, erst barfuß durch den Sand, dann bergauf auf steinigen Wegen. Nach ca. 20 Minuten treffen wir ein sehr nettes Ehepaar mit Sohn (aus der Pfalz), die der Meinung sind, daß der Pfad nach ca. 3 - 4 km weiterführen würde, so daß wir nicht so schnell wie gewünscht nach Cala Ratjada kommen würden. Wir befürchten, daß wir dann keinen Bus mehr nach Font de sa Cala erreichen würden und entscheiden uns, umzukehren. Wir unterhalten uns mit den Pfälzern sehr nett. Sie sind von der Clubanlage begeistert und empfehlen auch das Essen. Das könnte ein Urlaubsziel in den nächsten Jahren werden, auch wenn die umliegenden Geschäfte „Raubritter-Preise“ haben. Abends verlier ich beim Skib-Bo 3-mal. Danach sehen wir uns eine Tropical-Show von Brasilianiern an, die sehr gekonnt ist.
8. 10. (leicht bewölkt)
Um 9.55 nehmen wir den Bus nach Arta, der nur dienstags zum Markttag fährt. An der Busstation steigen wir nach der Ankunft in Arta einige Treppen hoch, dann gehen wir eine Straße ca. 100 m hinunter und schon sind wir im Treiben eines interessanten Marktes. Links vom Theater stehen viele Stände, die nicht nur Ramsch anbieten (wie in Cala Ratjada) sondern auch schöne Goldschmiedeartikel, originelle Kleidung, Küchengeräte und vieles mehr bieten, das die Einheimischen für den täglichen Bedarf benötigen. Bei dem Stand mit den gebratenen Hähnchen muß man sogar Nummern ziehen und dann lange warten. In der Markthalle wird vorwiegend Obst und Gemüse angeboten. Alles ist sehr lebendig und wirkt noch nicht so touristisch. Vom Markt aus wandern wir bergauf zur Kirche und dann weiter zur Befestigungsanlage von Arta, von der man einen herrlichen Rundblick über die Dächer (ganz anders als bei uns) und die weitläufige Landschaft hat. Auf dem Rückweg verlaufen wir uns etwas und müssen mehrfach nach dem Weg zum Markt fragen. Bei Sonnenschein trinken wir Mineralwasser und 1 Glas Orangensaft in einem Straßencaffee. Der Ober reagiert auf meine spanische Bestellung sehr nett und freundliche und versucht sich ein bißchen mit mir zu unterhalten. Etwas später setzen sich 3 Senioren an unseren Tisch. Sie erzählen, daß sie den Winter über auf Mallorca bleiben und daß die Preise nach der Euro-Umstellung sehr stark gestiegen sind. Wir unterhalten uns mit ihnen ca. ½ Stunde, laufen dann noch etwas durch die Flaniermeile von Arta und warten dann ab 12.45 Uhr auf den Bus. Dieser fährt auf der Rückfahrt erstaunlicherweise nach Mesquida. Dort müssen wir in den City-Bus umsteigen und sind so erst gegen 13.45Uhr im Hotel zurück. Nach dem Mittagessen und -schlaf legen wir uns noch an den Pool, lesen Zeitung und ich schwimme im Meer. Abends sehen wir uns eine Wildwest-Show an.
9 . 10.
Wir wachen durch einen Donner auf - es ist tatsächlich ein Gewitter. Wir gehen etwas später zum Frühstück. Ich nehme an der Gymnastik teil, die im Show-Raum stattfindet, Helga lernt auf dem Balkon Englisch. Gegen 12.00 Uhr ist das Wetter wieder besser und wir wandern noch etwas durch Font de sa Cala. Auf den letzen 150 m vor unserem Hotel werden wir durch einen Sturzregen so richtig naß. Nachmittags fahren wir mit dem Bus nach Cala Ratjada und wandern nun wieder im Sonnenschein am Hafen entlang in Richtung Leuchtturm. Hohe Wellen kommen als Fontänen über Brüstung geschossen. Zusammen mit vielen anderen Schaulustigen bewundern wir dieses Naturschauspiel. Weiter oben am Berg liegt eine wunderschöne Villa mit Pool. Andere Villen scheinen zu dieser Zeit schon verlassen zu sein. Auf dem Rückweg kaufen wir für Helga noch ein schönes Tuch, es ziehen wieder Wolken auf und 5 Minuten bevor unser Bus kommt, fängt es an zu regnen, so daß wir uns alle unter einem Vordach unterstellen müssen . Auch in Font de sa Cala hat es stark geregnet, so daß das Tennistournier für den Tag ganz abgesagt wird. Abends spielen wir zunächst und schauen uns den die Musik-Show an, bei der unsere beiden Animateure rasend schnell die Kostüme wechseln.
10. 10.
Es ist deutlich kälter geworden. Helga und ich spielen nach dem Frühstück zunächst Tischtennis, dann mache ich auf der Terrasse Gymnastik, während Helga auf dem Balkon liest und Englisch lernt. Wir wandern danach noch durch den Ort und kaufen eine Zeitung. Am Nachmittag sieht das Wetter nicht besonders gut aus. Trotzdem wandern wir nach Cala Ratjada, kaufen Parfüm, suchen nach einer Boutique und wandern dann weiter bis nach Cala Moll. Dort trinken wir im Sonnenschein auf der Terrasse ein Bier und fahren dann mit dem Bus zum Hotel zurück. Ein witziges Erlebnis hat Helga im Aufzug: 4 Personen fahren schon im Aufzug. Ein Mann steigt zu, so daß das Gewicht des Aufzugs zu hoch ist und er nicht weiterfährt. Helga zum Mann „es ist zu schwer“. Keine Miene und kein Wort von dem Mann. Helga versucht es mit Zeichensprache, aber es nutzt nichts. Beim 3. Versuch sagt er „ich bin nicht zu schwer“ und steigt wütend aus. Abends wird vom Animationsteam unseres und des Nachbarhotels „König der Löwen“ präsentiert. Auch wenn es auf keinen Fall mit der Hamburger Aufführung vergleichbar ist, gefällt uns die Vorstellung sehr gut. An der Theke erfahre ich, daß der „Tennistrainer“ nicht Trainer ist, aus München kommt und gegen den Weltmeister Rosco Tanner spielt. Er hat sich mit einer Mutter mit Tochter angefreundet, die miteinander ein sehr seltsames Verhältnis haben. Die Tochter muß immer „Vorführungen“ machen.
11. 10.
Das Wetter ist grottenschlecht. Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben, sondern gehen beide zur Gymnastik, die wieder im Raum stattfindet und von dem netten Animateur lustig geleitet wird. Nach dem Mittagessen klärt sich das Wetter auf. Wir nehmen den Bus nach Mesquida. Zunächst sehen wir uns die Club-Anlage von „Viva la Cala Mesquida“ an und erhalten eine Visitenkarte mit Internet-Nr. Die Anlage ist riesig groß. Falls wir im Urlaub hierher kommen wollen, ist es wichtig, daß wir die Zimmer nicht in Richtung Pool-Landschaft bekommen, da es dort sehr laut sein kann. Die Zimmer zum Meer sind da sicherlich viel angenehmer. Wir wandern dann am Strand entlang und dann den schon einmal begonnen Weg zum Berg hoch. Ein sehr schön ausgebauter Weg führt uns hinunter nach Cala Agulla und von dort durch einen Pinienwald zur Hauptstraße. Diese gehen wir weiter oberhalb der Stadt entlang nach Cala Moll. Gegen 19.00 Uhr kommen wir zum Hotel zurück. Abends sehen wir uns die Gallic-Show an, die wieder gemeinsam von den Animateuren beider Clubs gekonnt vorgetragen wird.
12. 10.
Das Wetter ist zwar nicht hochsommerlich, aber fordert uns raus, nach Cala Ratjada zu wandern, da die Endspiele beim Tennistournier erst später anfangen. In Cala Ratjada wandern wir zum ersten Mal den Weg direkt am Strand entlang, ein richtiger „Kaninchen Weg“ - und das alles im Sonnenschein. Es geht weiter über den „Samstag-Markt“, der aber überhaupt nicht mit dem Markt in Arta mithalten kann. Zurück bei Cala Moll verpassen wir fast den Bus. Den Nachmittag verbringen wir gemeinsam mit vielen Fliegen bei „Fast-Sonnenschein“ am Pool. Das Telefongespräch mit Jens + Antje ist etwas schwierig, klappt dann aber. Nach dem Abendessen machen wir einen Spaziergang vom Hotel aus den Berg hinauf und finden dort eine ziemlich luxeriöse Siedlung, die sehr stark von reichen Deutschen bewohnt ist. Die Abendmusik schenken wir uns und rätseln lieber.
13. 10.
Wir haben beide nicht so gut geschlafen, aber herrliches Sonnenwetter begrüßt uns als wir die Vorhänge öffnen. Wir bringen die Koffer in den Abstellraum und verbringen den Tag bis zur Abfahrt am Pool im Sonnenschein. Abends haben Jens und Antje den Wagen am Flughafen bereitgestellt, so daß wir gegen 23.00 Uhr zu hause sind. Alles ist gut aufgeräumt, doch es dauert doch noch einige Zeit, ehe wir einschlafen können.
Dieser Reisebericht wurde am 01. Juni 2007 von Ruegenfreund
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Cala Ratjada /Font de sa Cala, Hotel Carolina, Mallorca Herbsturlaub 2002, Cala Ratjada, Cap de Vera, Viva la Mesquida, Arta.