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Bericht Drei-Länder-Eck Cote d’Azur Andorra - Monaco - Cannes

Andorra (21. Februar 2007)

Andorra 

Nach knapp 20 Stunden Busfahrt komme ich endlich in Andorra an. Die Straßen sind eng und bergig, das Wetter windig und kühl. Es ist Februar, die Sonne scheint zwar noch golden am Horizont, doch ich fröstele leicht. Mein Hotel liegt direkt am Meer. Das Zimmer gleicht mehr einer kleinen Wohnung. Alles ist gefliest oder gekachelt, 2 große Zimmer und Balkon zum Meer machen den Aufenthalt zu einem recht entspannten Ereignis. An der Rezeption sitzt ein netter, alter Herr, der perfekt Deutsch spricht und die Ruhe selbst ist. Das Frühstück ist übersichtlich, Brötchen, wechselnde Käse- und Wurstsorten, Tee und Kaffee. Man wird bedient, und das sehr nett. Das Abendessen besteht aus vier Gängen, die aus der Pfanne am Tisch serviert werden. Einmal Pasta, einmal Fleisch, einmal frischer Fisch und als Dessert frisch gebackener Kuchen oder selbstgemachtes Eis. Einmal sogar eine hervorragende Creme Caramel. Am nächsten Morgen erkunde ich erstmal die Stadt. Da drängen sich links und rechts der Straßen kleine Einkaufsläden, Pizzerien und Drogeriemärkte. Viele Stühle stehen vor den Cafe’s, obwohl es undrecht kalt ist, sitzen Pärchen und alte Leute bei einem Espresso zusammen. Die Atmosphäre ist sehr familiär und nett, die Bedienungen in den Cafe’s sind schnell und zuvorkommend. Wenn man draußen am Tisch bestellt, aber drinnen ohne die Bedienung zu rufen bezahlt, spart man 50 Cent. Italiener sind bei der Rechnungsstellung sehr genau, die Service-Fee ist schon mit drin, aber Trinkgeld ist unangebracht. Pizza und Pasta essen macht großen Spaß. Die Pizza ist riesig, direkt aus dem Ofen und sie brutzelt noch, wenn man sie serviert bekommt. Ebenso die Spaghetti. Sie werden in der Pfanne auf den Tisch gestellt, die Soße ist extra. So kann man sich nehmen, wie man will. Außerdem ist alles sehr lecker und preiswert! Nach dem Essen laufe ich hinab ans Meer, hier brennt die Sonne, aber die Wellen bringen kühle Meeresluft heran. Das Wasser ist eiskalt. Am Sandstrand laufen einige Leute entlang, es gibt viele Möwen und Hunde spielen zwischen den Steinen. Der Strand ist einige Kilometer lang und lässt sich fast vollständig ablaufen. Zwischendurch taucht Andorras kleiner Fischerhafen auf. Hier liegen die alten, knorrigen Boote der kleinen Fischer aber auch größere, schicke Yachten eines Bootclubs. Etwas weiter, unter einigen Wellblechdächern, werden die letzten Fischfänge unter die Leute gebracht. Alles frisch aus dem Meer und superbillig. Die Häuser in Andorra sind wunderschön, in satten Farben bemalt und mit sehr stilvollen Balkonen in sehr schönen Parks gelegen. Es ist die Zeit der Orangenblüte und die Bäume ächzen unter der Last der reifen Früchte. Das grelle Orange sticht schmackhaft unter dem dunklen Grün der Blätter hervor und ich möchte gleich einen ganzen Korb zusammensammeln. Aber das gehört sich nicht, auch das Aufheben heruntergefallener Orangen ist verpönt. In Andorra ist alles am Blühen. Die Mimosen stechen mir  sofort ins Auge, sie stehen in voller gelber Pracht, genau wie viele Palmen oder Kakteen. Irgendwie hat hier der Frühling schon längst begonnen!

Monaco 

Am nächsten Tag fahre ich nach Monaco. Hier ist Trubel, Stop-and-go und Baulärm. In Monaco wird immer gebaut, Italiener und Franzosen arbeiten vorrangig in diesem Gewerbe. Sie kommen morgens in die Stadt, bauen und schaffen und sperren und kassieren, dann fahren sie abends wieder heim. In Monaco kann man schnelles, gutes Geld machen. Hier wird alles überwacht, wer fährt rein, wer fährt raus. Es gibt unheimlich viel zu sehen, obwohl die Stadt recht klein ist. In den Häfen liegen gigantische Yachten, die Häuser sind alle individuell erbaut, mit den farbenfrohsten Balkonen und originellsten Statuen versucht hier jeder jedem die Show zu stehlen. Aber Achtung: Monaco ist teuer. Allein die Autobahnen hinein und hinaus sind wahre Geldschlucker. An den Mautstellen zahlt man schnell mal 8 – 20 EUR pro Kontrolle. Parkplätze kosten zwischen 50 und 100 EUR. Überall wird Eintritt verlangt und im Casino sind Anzug, Krawatte und geputzte Schuhe Pflicht. Ansonsten trifft sich hier die High Society. Man sitzt im Sonnenschein in einem kleinen Café, schaut auf den Casino-Vorplatz und lässt es sich gutgehen. Oft sieht man einige wichtige Monegassen in schnittigen dunklen Limousinen, auch die Wachablösung am Palais du Prince ist einen Abstecher wert und ein wahrer Touristenmagnet.

Cannes 

Einige Tage später mache ich einen Ausflug nach Cannes. Viele Straßen sind wegen eines Marathons gesperrt, es sind hunderte Menschen auf den Straßen und das obwohl es unentwegt nieselt. Cannes ist eine angenehme Stadt, keine Hektik, wunderschöne Blumenbepflanzungen und immer das Meer im Blick. Ich flaniere den Boulevard de la Croisette entlang und dicht an dicht stehen große Hotels wie das Hilton oder InterContinental. Sie überragen mit ihren riesigen, dem Meer zugewandten, Balkonen die Läden und Bars und ich glaube, man sieht von dort aus einen ganz fantastischen Sonnenaufgang.

  

Cote d’Azur

An der Cote d’Azur ist es wie in einem Drei-Länder-Eck. Einmal bestelle ich meine Pizza auf italienisch, dann begrüßt man mich in einer Bäckerei mit Bonjour Mademoiselle und Monaco liegt so zwischendrin und steht ganz für sich allein. Obwohl ich im kühlen Februar dort war, hatte vor allem Italien viel zu bieten. Das Orangenfest in Menton oder der Carneval in Nizza waren ebenso schöne wie interessante Ausflüge auf meiner kleinen aber feinen Reise an die Cote d‘Azur.


Dieser Reisebericht wurde am 18. September 2007 von tangotanz verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Andorra, , Bericht Drei-Länder-Eck Cote d’Azur Andorra - Monaco - Cannes, An der Cote d’Azur ist es wie in einem Drei-Länder-Eck Monaco Andorra italien frankreich urlaub ferien ausflug tipps was angucken was soll man sehen besichtigungen.

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