Das Doppeldecker-Bus- Ticket für 48 Stunden kostete 175 AED (= ca. 35 Euro), aber man bekommt wirklich viele Informationen über Dubai und seine Entwicklung, eine einstündige Creek- Dhow- Rundfahrt ist ebenso inkludiert und wie ein Besuch des Dubai-Museums (lohnt sich auf jeden Fall) und Sheikh Saeed Al Maktoum Palastes, der früher von dem Gründer der Vereinigten Emiraten bewohnt wurde (lohnt sich nicht unbedingt).
Das Ticket beinhaltet zwei Rundfahrten, die City-Tour (rote Linie) und die Beach-Tour (blaue Linie) und man kann an jeder Station aus- und später wieder einsteigen. Die Abfahrtszeiten der Touren werden erfreulicherweise meistens eingehalten, denn bei 45° können 5 Minuten Wartezeit ganz schön lang werden. Die Busse bieten ein klimatisiertes Unterdeck, teilweise ist sogar das Oberdeck halb klimatisiert und abgetrennt vom offenen Teil durch einen Plastikvorhang. Aber auch der offene Teil bietet einen Sonnenschutz in Form eines Daches aus Sackleinen.
Die Beach-Tour dauert zweieinhalb Stunden, die Informationen des Führers sind in englisch. Dieser Bus verkehrt stündlich, d.h., wenn man irgendwo aussteigt, kommt erst in einer Stunde der nächste Bus. Die Tour geht der Küste südlich von Dubai entlang, insgesamt 12 Stationen. Zunächst geht es an der Jumeirah Moschee vorbei, der einzigen Moschee im Mittleren Osten, die auch von Nichtmuslimen besichtigt werden kann (Besichtigung Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag 10.00, keine Voranmeldung erforderlich, lange weite Hosen oder Röcke, langärmelige längere Bluse und Kopftuch für Frauen unabdingbar). Ein lohnenswerter Stop ist der Souq Medinat Jumeirah; ein nagelneues Einkaufszentrum, ganz im Stil eines alten Souqs gehalten, mit unzähligen Restaurants und Geschäften. In der Anlage befinden sich auch drei sehr luxuriöse (teure) Hotels und Villen, bei einer Abra -Tour mit dem Elektroboot (10 Euro pro Nase) bekommt man einen Einblick in die Welt der Reichen…
Hotel Burj-al-Arab
Natürlich kommt an auch ganz nah an einem der Wahrzeichen Dubais vorbei, dem Hotel Burj-al-Arab. Weiter geht es bis zur Dubai Marina, wo sich ebenfalls etliche Luxus-Hotels befinden. Von deren Buchung würde ich vorläufig absehen, es sei denn, man studiert Architektur oder Bauingenieurwesen, denn alle (Sheraton, Hilton, Le Royal Meridien, u.a.) sind von Baustellen umgeben. Es ist dementsprechend laut und staubig, tausende von asiatischen Bauarbeitern stehen überall herum. Die Hotels sind sicherlich fantastisch, in 3 oder 4 Jahren vielleicht. Dubai Marina ist eines der größten Bauprojekte der Welt, sehr eindrucksvoll, aber meinen Urlaub möchte ich dort nicht unbedingt verbringen…
Mall of the Emirates
Auf dem Rückweg kommt man am zur Zeit größten Einkaufszentren Dubais vorbei, der Mall of the Emirates. Wem der Sinn nach Skifahren steht, kein Problem; hier befindet sich die größte indoor-Skihalle der Welt, das Equipment kann natürlich ausgeliehen werden. Die Emiraties bevorzugen verständlicherweise den Fun-Bereich, wir „Profis“ aus schneegewohnten Ländern sind also mehr oder minder unter uns… ;-))) Zu jeder vollen Stunde kann man die Wasser-Musik-Orgel in Aktion sehen, wo zu der Musik von "Mission Impossible" ein eindrucksvolles Spektakel aus Licht, Feuer und Wasser geboten wird.
Die City-Tour dauert ca. 1 Stunde 45 Minuten und dieser Bus verkehrt halbstündlich. Es gibt 10 Haltestellen, an zwei von ihnen kann man in die blaue Linie umsteigen. Diese Tour wird abwechselnd mit einem englisch sprechenden Führer oder Informationen vom Band durchgeführt. Hiezu bekommt jeder Fahrgast einfache Kopfhörer und kann unter 6 verschiedenen Sprachen auswählen, darunter auch deutsch.
Man kann beide Touren an einem Tag schaffen, allerdings dann ohne lange unterwegs zu unterbrechen. So habe ich es am ersten Tag gemacht, einfach um erstmal einen Eindruck von der Stadt und ihrer Umgebung zu bekommen.
Old Souq
Am zweiten Tag bin ich dann noch mal mit der roten Linie gefahren und an den Sehenswürdigkeiten Dubais ausgestiegen: an dem Old Souq, hier werden überwiegend fantastische Stoffe für kleines Geld angeboten und hier befindet sich auch die von außen sehenswerte iranische Moschee, am Dubai-Museum, und an dem oben erwähnten Palast mit dem dazugehörenden Diving Village, wo die Geschichte der Perlentaucher dargestellt wird. Ich habe mir den Gold-Souk und die gegenüberliegende Fischhalle angesehen, weiter zum Gewürzmarkt (wo man auch allerhand Kitsch erstehen kann) und dann habe die gemütliche Dhow- Fahrt gemacht, etwas Ruhe und Entspannung war jetzt wirklich notwendig.
Die Busse halten an verschiedenen Einkaufszentren: der schon erwähnten Mall of the Emirates, dem Deira City Center, Wafi Center und dem Burjaman Center, an dem sich unser Hotel befindet .
Alles in allem zwar zwei recht anstrengende Tage, vor allem bei diesen Temperaturen, aber insgesamt eine lohnenswerte Unternehmung. Man bekommt wirklich einen guten Überblick von dieser gigantischen Stadt der Superlative vermittelt und viele Informationen über ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft...
Dieser Reisebericht wurde am 11. August 2007 von rucola
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Dubai, Hotel Burj-al-Arab, Big Bus Tour Dubai, Dubai und Umgebung in 2 Tagen.