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Oman-faszinierende Kultur des Orients

Oman, Muscat, Fanja, Nizwa, Jabrin, Bahla, Tanuf, , The Chedi, Al Bustan Palace

Reisebericht
Oman vom 21.04.2005 bis 24.04.2005
Nach einem einstündigen Flug mit Emirates Airlines von Dubai kamen wir um 09:15 Ortszeit in Muscat/Oman an.
Der Flughafen ist klein, so dass hier eigentlich alles sehr schnell ging. Ein sehr netter Mitarbeiter unserer dortigen Agentur Zahara Tours empfing uns, sagte AHLAN WA SAHLAN (herzlich willkommen) im Oman und gab uns als erstes Mal einen Umschlag mit allen nötigen Informationen bzgl. Flugrückbestätigung, Exkursionen, Büroadressen, Öffnungszeiten, Telefonnummern etc. Außerdem beinhaltete der Umschlag ein vierseitiges Informationspaket über mögliche Ausflüge (in Deutsch). Wir haben noch kurz Geld gewechselt. 1 Rial entspricht 2 Euro.



5* The Chedi Hotel:
Der Transfer zu unserem Hotel „The Chedi Muscat“ dauerte ca. 10 Minuten. Der Oman empfängt uns mit 37 Grad (morgends um 09:30) und beim Blick nach Rechts aus dem Auto sieht man die tollen Berge, die die Landschaft im Oman prägen. Schaut man auf die andere Seite, sieht man den Küstenstreifen und viele weiße kleine Häuser. Diese Häuser sind alle nur zweistöckig und wirken wie kleine Villen. Das ist hier aber die typische Bauweise. Das Hotel Chedi wirkt bei der Einfahrt von außen etwas karg, ein sandiger Weg mit Tonvasen rechts und links am Tor und zwei größeren weißen Gebäuden etwas entfernt. Wenn man dann die Lobby betritt, bekommt man schon einen anderen Eindruck. Sehr modern, puristisch, luxuriös, asiatisch-orientalisch-arabischer Mix. Die
Lobby ist sehr groß und hat in der Mitte eine Riesensitzfläche mit zig verschiedenen Kissen, so dass man sich hier mal locker mit 30 Leuten hinsetzen oder legen könnte.

Alles ist in weiß-beige und dunkelbraun gehalten, natürlich mit viel Holz und etwas Rot und Beige in den Kissen. Die Zimmer sind ebenso puristisch und modern. Typischer Chedi Stil eben. Die Ausstattung entspricht dem, was man von einem Luxushotel erwartet. Es ist alles vorhanden. Die Anlage hat zwei große Poolanlagen. Am rechten Ende der Anlage direkt am Strand befindet sich der „Familypool“. Ein sehr großer Pool mit schwarzen Kacheln, jeder Menge Liegen zum Sonnenbaden oder zum Entspannen im Schatten unter großen Segeltüchern oder den Palmen im Garten, der für alle ist, an dem also auch Familien mit Kinder vergnügt planschen können. Am linken Ende der Anlage ebenfalls
direkt am Strand liegt der „Erwachsenenpool“, ein mit blauen Kacheln versehener Pool, der fast fließend ins Meer übergeht. Hier sind keine Kinder erlaubt. Auch hier wurden riesige Lümmelwiesen in der Größe von 2-3 Matrazen in den Schatten gestellt, so dass man auch hier so richtig faulenzen kann, ob in der Sonne, unter der Palme oder auf einer Riesenlümmelwiese überdacht. Man kann am privaten Sandstrand entlang von einem
Pool zum anderen Laufen. Zwischendrin und auch in Richtung Hauptgebäude liegt ein gepflegter Rasen mit unendlich viel Palmen, immer wieder die typischen großen
Standvasen, eine beeindruckende Gartenanlage mit Brunnen, Innenhöfen, Terrassen, wo man nur hinschaut. Und an jeder Terrasse, die mit Brunnen und Korbmöbeln zum Chillen einlädt werden abends in riesigen Feuerstellen die Lichter entfacht.

Was das leibliche Wohl angeht, bietet das Restaurant ein Konzept mit vier verschiedenen Kochstellen unter einem Dach. Live - Cooking par excellence. Asiatisch, Mediterran, Arabisch und Indisch. An den gläsernen Kochstationen kann man der Zubereitung zusehen. Natürlich kann man auch in den Poolrestaurants leichtere Mahlzeiten, Snacks und abends auch Spezialitäten bekommen. Dort ist es allerdings am Schönsten, bei einem Aperitif gegen 18:30 den Sonnenuntergang im Meer zu beobachten und zu sehen,
wie sich alles, Himmel, Meer, Pool, Gebäude in ein tolles blaues und goldoranges Licht eintaucht. Um 19:00 werden dann auch hier am Pool mindestens 8 Feuerstellen
entzündet.

Was den Flugzeuglärm angeht: ja, das Hotel liegt sozusagen in der Einflugschneise des Flughafens und man hört die Flugzeuge schon sehr deutlich, wenn man am Pool oder in der Lobby ist. Anfangs hört es sich wie ein leichtes Grollen an (Gewitter?) und dann sieht
man sie direkt über sich hinweg fliegen. Und für ein paar Sekunden hört man sie auch sehr deutlich. Geht aber schnell vorüber. Die meisten Gäste sagen, dass es sie nicht stört, da es nur kurz ist und dass sie sogar begeistert hinschauen, wenn so ein Riese sich quasi über dem Kopf befindet. Im Zimmer haben wir keinen einzigen Flieger gehört und wir waren im zweiten Stock, also oberstes Stockwerk. Wir haben heute innerhalb von 4


Stunden (spätnachmittags bis abends) drei Flieger gesehen, also fast stündlich.
Das Abendessen im Hauptrestaurant mit 4 verschiedenen Kochstellen war fantastisch.

Muscat:
Da wir am unserem ersten Tag nach Ankunft natürlich erst mittags gegen 14:00 ins Zimmer konnten, nutzen wir den Tag, um uns zuerst die Hauptstadt Muscat und
anschließend das Hotel anzuschauen. Es war nämlich noch dazu Donnerstag, also arabisches Wochenende und da schließt z.B. das Museum in Muscat bereits um 12:30. Auch der Souk findet in allen Städten immer nur vormittags statt. Das Taxi vom Chedi nach Muscat kostete 6 Rial und die Fahrzeit betrug ca. 15 Minuten (25 km). Wir sind zuerst in das Bait al Zubair Museum im Stadtteil Mutrah, welches sehr interessant ist und auf informative Art und Weise den Gästen den alten Oman und ursprüngliche Arabien näher bringt. Der Eintritt kostet 1 Rial für zwei Personen. Von dort aus sind wir mit dem Taxi ein Stück zurück in Richtung Anfang
Mutrah zum Fischmarkt und Souk. Auch dies ist natürlich ein echtes Erlebnis. Wir kannten ja schon den Gewürzsouk und Goldsouk in Dubai oder anderen Emiraten. Aber der Souk hier ist viel größer. Sehr spannend. Er ist regelrecht in verschiedene Viertel unterteilt. Anschließend sind wir wieder in die Gegenrichtung mit dem Taxi zum Hotel Al Bustan Palace. Der Preis Souk Muscat - Al Bustan Palace Hotel liegt bei 3 Rial.
Das Al Bustan Palace ist ein imposantes Luxushotel mit Kuppel, sehr viel Gold, sehr orientalisch und einem traumhaften Privatstrand mit gepflegter Gartenanlage. Wir haben hier am Buffet zu Mittag gegessen. Der Preis betrug pro Person 15 Rial pro Person. In diesem Hotel kann sich wirklich auch jeder Gast wohl fühlen. Es ist geeignet für Familie, Pärchen und Single gleichermaßen.
Vom Al Bustan Palace aus sind wir zurück Richtung Muscat zum Al Alam Palast, den man natürlich nur von außen ansehen kann. Muscat ist sehr weitläufig (eigentlich sind es 3 Städte, bzw. zumindest Stadtteile, nämlich Mutrah als zentrales Handeslviertel und wichtigster Landeshafen, Muscat als altes Hafengebiet und Ruwi als Wirtschafts - und Verwaltungszentrum). An diese Stadtteile schließen sich noch weitere neue Wohnvorstädte und Bezirke. Das eigentliche alte Muscat liegt in der gleichnamigen Bucht, eingerahmt von zwei Forts wo auch der Palast eingebettet ist. Die Capital Area, die auch alle Randbezirke von Muscat mit einbezieht, erstreckt sich aber über 50 km. Da sich also alles sehr weit verteilt, es nicht wirklich ein Stadtzentrum gibt und es ja auch tagsüber sehr heiß ist, sind wir immer nur kleine Stücke zu Fuße gegangen.

Der Blick auf die blaue See, die weißen Häuser und die Gebirge im Hintergrund ist traumhaft. Abgesehen vom Souk ist hier alles sehr ruhig. Ganz anders als in den VAE. Ruhig und ursprünglich.
Fanja, Nizwa, Jabrin, Bahla, Tanuf, Misfah, Al Hamra, Birkat al Mawz: Dies waren unsere Stationen am nächsten Tag. Da wir ja viel sehen und das Land kennen lernen wollten, stand auch viel auf dem Programm.
Wir fuhren morgens um 08:00 in Richtung Nizwa mit einem kleinen Stopp bei Fanja, von wo aus man mitten durchs Gebirge fährt und die alten Lehmbauten von Fanja bewundern kann. Die Fahrtzeit nach Nizwa beträgt 1 Stunde 30 Minuten (ca. 180 km von Muscat) auf der neuen Straße. Dort angekommen konnten wir den Friday market und auch den normalen täglichen Markt in den tollen Soukgebäuden bewundern. Auf dem benachbarten Platz neben dem eigentlichen Soukbereich werden von Beduinen jede Menge Ziegen, Schafe, Kühe, Fische etc angeboten. Der Souk ist riesig. Zum Teil in Gassen, sehr verwinkelt, zum Teil in Hallen überdacht (Gemüse). Einen größeren Markt habe ich bisher nicht gesehen und es macht wirklich Spass, dem bunten Treiben zuzusehen und ist beeindruckend. Vom Souk aus geht man nur wenige Schritte vorbei an Textilgeschäften zum alten Fort Nizwa, das aus dem 17. Jahrhundert stammt und von dem aus man einen herrlichen Panoramablick auf die Oasenstadt, ins Gebirge und auf die blaue Moschee hat.


Von Nizwa aus sind wir dann nach Jabrin gefahren. Unterwegs an Bahla vorbei, ein Oasendörfchen, das von einer 13 km langen Lehmmauer umgeben ist, Fort und
Palmenplantagen schützt und nur für die Straße und die Wachtürme unterbrochen ist.

Direkt hier liegt auch das Fort von Bahla, welches auf der Unsecso-Liste des Weltkulturerbes steht. Eine ganz beeindruckende Lehmarchitektur, dessen Grundmauern
wohl noch aus vorislamischer Zeit stammen. In Jabrin angekommen (45 km von Nizwa entfernt) haben wir dann über die Mittagszeit das dortige Fort bzw. Palastfestung aus dem 17. Jhrd. angeschaut. Es ist eines der schönsten Beispiele traditioneller omanischer
Architektur mit einem zentralen Innenhof, um den sich hölzerne Veranden, Türen und Oberlichter im indischen Mogulstil gruppieren. Die Zimmer, die durch Treppen und
Passagen verbunden sind, zeigen wahnsinnig schöne Deckenbemalungen: Koranverse, florale und geometrische Muster. Von der höchsten Plattform aus hat man wieder einen beeindruckenden Panomarablick. In den Kellern kann man sehen, wo früher Datteln gelagert wurden und auch der Erbauer des Forts, Bil´Arab bin Sultan aus dem 17. Jhrd. ist hier noch begraben.

Von Jabrin aus sind wir nach Misfah gefahren und haben unterwegs Tanuf angesehen, ein hübsches Dorf mit ausgeklügeltem falaj-System (angelegte Steinkanäle, die Wasser von entfernten Quellen und Brunnen zu den Siedlungen führen) und faszinierender ehmruinenlandschaft. Im Bergdorf Misfah, das regelrecht in den Felsen gebaut wurde, haben wir einen Spaziergang über viele Stufen, Wendeltreppen über kleinere Abgründe
gemacht und anschließend auf einem Plateau ein Picknick genossen. Auf dem Rückweg sind wir noch durch Al Hamra gefahren, ebenfalls eine Siedlung am Fuße des Gebirges
mit einfachen und auch bewohnten Lehmbauten inmitten dieser grandiosen Landschaft.
Die Lehmbauten sehen aus wie eine Festung und sind meist im Originalzustand. Weiter auf dem Rückweg Richtung Muscat haben wir dann noch den Ausblick über Birkat al Mawz genießen können. Dort sieht man eine Oase mit unendlich vielen Palmen und drum herum alte Lehmgebäude. Gegen Abend waren wir wieder im Hotel und doch positiv überrascht, wie schön und ursprünglich dieses Land doch ist. Abends sind wir ins Hotel Grand Hyatt gefahren, um dort zu Abend zu essen. Das Essen
im dortigen italienischen Restaurant war ausgezeichnet.

Das Taxi für die Strecke Chediund Grand Hyatt kostet 3 Rial. Zwei Martini kosten zusammen 5 Rial. Unser Essen beim Italiener mit 2 mal Salat als Vorspeise, 2 Nudelgerichten, 2 Gläsern Wein und 2 mal Espresso als Dessert kostete zusammen 39 Rial.

Große Moschee von Muscat, Nakhl, Wadi Mistal, Wakan Village
Am Morgen gegen 08:00 wurden wir wieder abgeholt und haben als erstes die Große Moschee von Muscat besichtigt, in die wir auch rein durften. Ich musste lange Ärmel, lange Hosen und ein Tuch über die Haare tragen. Ein unbeschreibliches Erlebnis. Anschließend sind wir zur Oasenstadt Nakhl gefahren und haben uns dort auch wieder das Fort angesehen. Nakhl liegt etwa 112 km von Muscat entfernt, wir hatten eine knappe Stunde Fahrtzeit. Die Oase liegt am Rande des Harjargebirges an der alten Al-Thowara-Quelle. In einem Palmenhain wurde an der mineralhaltigen Quelle ein kleines Bad und Picknickplätze errichtet. Es war zwar kein Wochenende mehr (es war Samstag), aber ein nationaler Feiertag und aus diesem Grund waren scharenweise omanische Familien hier, die das Wasser, das Bad und die Ruheplätze zum Plaudern und Essen
genossen. Wir sind dann anschließend von Nakhl aus in den trockenen und staubigen Wadi Mistal auf rund 50 km Schotterpiste durchs Gebirge und wunderschöne
Schluchten gefahren. Leider lag kein Wadi Bani in erreichbarer Nähe, aber wir können uns vorstellen, was für einen Spaß es machen muss, durch einen solchen zu fahren. In unserem trockenen Wadi sind uns Kamele, Esel, Ziegen und Beduinen begegnet. Es war eine lange Fahrt, aber auch ein beeindruckender Blick auf das z.T. 3000 m hohe Gebirge.

Am Ende dieser Strecke sind wir dann das Gebirge hochgefahren, über Serpentinen ohne große Befestigung auf eine Höhe von 1500 Metern ins Dorf Wakan Village. Von hier aus hat man einen großartigen Ausblick und auch eine Übersicht/Wegweiser mit vielen Trekkingwegen übers Gebirge. Rund 120 Kinder leben in diesem Dorf und hatten aufgrund des Feiertags ja schulfrei. Immer wieder hat man spielende Kinder lachen hören, mal kurz den Kopf raus stecken und winken sehen.
Die Fahrt von Nakhl zu diesem Dorf betrug eine gute Stunde, so dass unsere Rückfahrt nach Muscat bei 2,5 Stunden lag.

Wir ließen uns am City Center absetzen, um auch omanische Shoppingverhältnisse kennen zu lernen. Im Vergleich zum gleichnamigen City Center in Dubai hat diese Shoppingmall nur ein Stockwerk, das in Dubai drei. Ansonsten haben aber beide Shoppingmalls einen Supermarkt Carrefour sowie zahlreiche Geschäfte (Aldo Schuhe, Giordano, Promod, Nine West Schuhe etc.). Das Taxi zurück vom City Center zum Hotel Chedi (15 Minuten Fahrzeit) kostete uns 6 Rial. So gesehen ist Taxi fahren im Vergleich zu den VAE sehr teuer. Für 15 Minuten zahlt man hier umgerechnet 12 EUR, in Dubai
bezahlt man für 10 Minuten 20 AED, also 4 EUR, in den anderen Emiraten noch weniger.
Nachmittags waren wir dann wieder im Hotel und genossen den letzten Abend dieses kurzen und sicher nicht letzten Omanaufenthaltes.

Empfehlung Trinkgelder:
Gepäckträger am Airport oder im Hotel => 10 AED.
Limousinentransfers zum Flughafen mit 20 AED.
Bei Ausflügen sollte man schon so 30 AED pro Tag geben.
Laut Hotel Chedi empfehlenswert: Gepäckträger: 5 Rial
Excursion driver full day: 10 Rial
Driver to Airport: 5 Rial
Zimmermädchen: 3 Rial
Kellner: 3 Rial.

Dieser Reisebericht wurde am 14. Juni 2007 von traveldesigner verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Oman, Muscat, Fanja, Nizwa, Jabrin, Bahla, Tanuf, , The Chedi, Al Bustan Palace, Oman-faszinierende Kultur des Orients, Emirates Airlines, Fanja, Nizwa, Jabrin, Bahla, Tanuf, Misfah, Muscat, Oman, The Chedi, Al Bustan Palace, Große Moschee von Muscat, Nakhl, Wadi Mistal, Wakan Village, Misfah, Al Hamra, Birkat al Mawz.

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