Bangkok, Huahin, Cha Am, Phuket, Sofitel Bangkok, The Evason, The Sarojin
Reisebericht Thailand vom 17.02.2007 bis 03.03.2007:
Wenn es in Deutschland kalt und ungemütlich ist, kommt eine Reise in die Sonne doppelt gut….aber selbst wenn der Winter nicht ganz so hart ist, ein Thailand-Aufenthalt mit Temperaturen um die 30 Grad weckt doch schon Wochen vorher mit der Aussicht auf Sommer, Sonne, Sand & Meer sowie auf einen Koffer mit lediglich leichter Kleidung jede Menge Vorfreude…..
Der Februar ist meiner Meinung nach ein fantastischer Monat zum Antreten einer Fernreise. Die kühle und dunkle Jahreszeit dauert schon ein paar Monate an und man lechzt nach Wärme und dem Frühling. Viele buchen Ihre Entdeckungstouren oder auch Erholungsurlaube in ferne Länder ja zum Auftakt der dortigen Hochsaison im Oktober oder November, sozusagen als Verlängerung des schönen Wetters in Deutschland…….ich bevorzuge die Variante, im Herbst lieber noch ne schöne Kurzreise in Europa zu unternehmen…..dann erst mal den Winter zu begrüßen und nach einer Weile, wenn man des Winters, der hier ja leider ohnehin auch keinen Schnee mehr bringt und deshalb auch gar kein echter Winter ist, überdrüssig ist, endlich in die Sonne abzuhauen…….
Am 17.02.2007 war es endlich wieder so weit: Ab in den Flieger der Emirates Airlines ab Hamburg via Dubai gen Thailand.
Mit meiner Lieblingsfluggesellschaft Emirates Airlines bin ich ja nun schon tausendfach geflogen und freue mich sehr darüber, dass es diese Verbindung nun endlich ab Hamburg gibt und man sich einen umständlichen Zubringer nach Frankfurt oder Düsseldorf sparen
kann.
Die Flugzeiten sind für Menschen wie mich, die nur schwer im Flugzeug schlafen können, perfekt. Abflug in Hamburg nachmittags kurz vor 15 Uhr, Flugzeit nach Dubai knappe 6 Stunden. Die Zeit bis zum Abendessen kann man gut nutzen, um ein schönes Buch zu lesen oder Musik zu hören, müde ist man ja noch nicht. Dann gibt es irgendwann Abendessen und man wählt vielleicht den ersten aus über 75 verschiedenen Filmen………dieses Entertainment- Programm ist einfach Wahnsinn!
Bei Ankunft in Dubai ist es in Deutschland ca. 21 Uhr, vor Ort aber schon 0 Uhr und so langsam wird man müde. Der Zwischenstopp in Dubai dauert glücklicherweise selten länger als 2-3 Stunden, so dass man sich in dieser Zeit noch ein bisschen müder shoppen und sich dann anschließend beruhigt mit der vorher sorgfältig notierten und absolut unentbehrlichen Urlaubskosmetik und weiteren Duty- Free- Schnäppchen wieder am Gate
für den Weiterflug einfinden kann. Weiterflug ist dann bei den meisten Flügen zwischen 2 und 3 Uhr ab Dubai gen Traumzielen wie Mauritius, Malediven, Seychellen, Thailand, Australien etc. Die zweite Flugetappe bis Bangkok dauert dann also noch mal 6 Stunden.
Zeit genug, um zumindest mal zu versuchen, ob ein Schläfchen funktioniert. Falls nicht,wird halt im abgedunkelten Flieger ein wenig gedöst und bei völliger Unruhe das Filmprogramm weiter ausgeschöpft. Nach einem duftenden Croissantfrühstück kommt man morgens gegen 10 Uhr Ortszeit in Bangkok an.
1. Station Bangkok:
Während des Aufenthaltes besichtigte Hotels: Sofitel Silom, Banyan Tree, The Peninsula,The Oriental, Hilton Millenium.
Unser Plan für diesen ersten Tag war glücklicherweise locker, getreu dem Motto: mal sehen, was der Tag so bringt. Erst mal duschen, ausspannen, orientieren und genießen.
Der freundliche Empfang im Hotel Sofitel Silom hat uns dies auch gut ermöglicht. Der Check- In verlief mit einem kühlen und nach Zitrone duftenden Handtuch plus Welcome-Drink in der 27. Etage in der Club-Lounge bereits sehr entspannt und ruhig. Das einzig aufregende dabei war der atemberaubende Blick über die Hochhäuser der Stadt, das Erblicken des Chao- Phraya- Flusses und der ersten Lage-Orientierung.
Noch lag ein ziemlicher Dunst über der Stadt, also konnte man sich ja ruhig auch erst noch mal ein kleines Nickerchen gönnen und etwas Schlaf nachholen.
Nachmittags sind wir dann an den Stadtrand zum bekannten Chatuchak Market gefahren, da dieser nur am Wochenende stattfindet und mit über 6000 Ständen der größte Markt in Bangkok ist. Dort haben wir uns zwischen unzähligen T-Shirts, Schmuck, Taschen,
Geschirr, Speisen, Korbwaren, Fake- Klamotten, Holzschnitzereien, Buddhastatuen und vielem mehr treiben und von der Größe dieses Marktes beeindrucken lassen. Ich habe ja auch schon vorher viele Märkte gesehen und so hat mich zum Beispiel auch der
Russenmarkt in Warschau aufgrund seiner Größe sehr beeindruckt…..beide Märkte haben eins gemeisam: Sie sind absolut riesig, über mehrere Straßenzüge weitläufig und in den vielen endlosen Gassen zwischen den Ständen kann man sich leicht verlaufen und kommt
am Ende wieder ganz woanders raus.
Nachdem wir später wieder in der Innenstadt von Bangkok zurück waren, haben wir uns dann in einem gemütlichen Café überlegt, was wir die folgenden 3 Tage in Thailand
unternehmen wollen.
Da wir für den übernächsten und überübernächsten Tag Kulturprogramm beschlossen hatten, sollte der folgende Tag auch noch mal frei nach Schnauze verbracht werden.
Den ersten Abend blieben wir gemütlich im Sofitel Silom, was uns als gewähltes Hotel für den gesamten Bangkok-Aufenthalt insgesamt sehr gut gefiel. Die Lobby ist hell und offen, mit hoher Decke, sehr vielen Blumen, schönen & gemütlichen Sitzecken und
luxuriös gestaltet. Klein im Gegensatz zu anderen Hotels im 5 Sterne-Segment, aber fein.
Die Clubzimmer sind groß und mit Schreibtischecke, Sessel und Sitzecke, Ankleidebereich und schönem großem Bad mit Badewanne und Dusche und einem tollen Blick über die Wolkenkratzer ausgestattet. Die Küche in den Restaurants ist fantastisch, das Publikum seitens der Nationalitäten gemischt, natürlich viele Franzosen, aber auch viele Deutsche, Skandinavier etc. Wir haben das Hotel Sofitel Silom aufgrund seines Fünf-Sterne-
Standards, seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und seiner praktischen Lage (man kann vieles zu Fuß erreichen) gewählt und waren wirklich sehr angetan. Es ist ein sehr nettes Stadthotel in charmantem Boutiquehotel-Stil.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen beschlossen wir zunächst das Silom Viertel ein wenig zu erkunden. Auf der Silom Road gibt es zahlreiche chneider, Massageanbieter, Taschengeschäfte, Seidenkissen und Stoffanbieter, Hotels und Restaurants. An fast jeder Ecke rufen die Mädels: „Massage, Massage“ und winken die Passanten in ihre Räume. Außerdem steigt einem der Duft der frisch zubereiteten Speisen an den Straßenständen in die Nase, hin und wieder aber auch der Gestank der ständig und überall anwesenden Tuk Tuks.
Im Silom Village haben wir erst mal die Taschengeschäfte unsicher gemacht und unser Geschick im Handeln wieder erprobt.
Später fuhren wir mit den stinkenden, aber lustigen Tuk Tuks zu den modernen Hochglanzshoppingcentern Siam Paragon und Central World Shopping Center. Siam Paragon beispielsweise ist ein großer Center voll mit Edelmarken wie Gucci, Hermes,Chanel etc. Kultur sollte heute noch nicht auf dem Tagesprogramm stehen, deshalb
ließen wir uns durch die Straßen von Bangkok treiben, haben uns das junge und hippe Siam Square Viertel, das mit Fake- Ware voll gestopfte MTB Kaufhaus, aber auch die teureren und exklusiven Shoppingcenter angesehen. Zwischendurch ein kurzer Asien-Snack und nachmittags dann noch ne ausgiebige Massage. Abends dann noch kurz zum Schneider, denn der sollte ja innerhalb der nächsten 3 Tage tätig werden.
Maßgeschneiderte Anzüge oder Kostüme für unter EUR 100 sind schließlich nicht zu verachten.
Den Abend verbrachten wir dann im ebenfalls wundervollen Hotel Banyan Tree mit einem nvergesslichen Ausklang des Tages im Vertigo Restaurant & Moon Bar im 60. Stock auf dem Dach des Banyan Tree Hotels.
Wenn man dort oben vom Restaurant oder der Bar aus die Millionen kleinen Lichter der Stadt glitzern sieht, möchte man eigentlich nicht mehr gehen und am liebsten die ganze Nacht dort verbringen…..solange bis am nächsten Morgen der morgendliche Dunst die Lichter wieder zum Erlöschen bringt.
Ein Abend in der Vertigo Bar im Banyan Tree Hotel oder auch der Sirocco Bar ist ein sog. MUST SEE in Bangkok, ebenso beeindruckend wie die kulturellen Highlights, die diese Stadt noch zu bieten hat.
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, da wir zu den Floating Markets in Damnon Saduak fahren wollten. Gegen 7:00 haben wir uns ein Taxi bestellt, welches uns dort hin fahren sollte und mit dem wir vereinbarten, dass es auch auf uns wartet.
Die Fahrt dauerte etwa 1,5 Stunden, von Bangkok aus Richtung Südwesten. Der Taxi- Fahrer hielt in Damnon Saduak auf einem großen Parkplatz, wo auch Busse
standen. Wir stiegen aus und dachten nur: oje, touristische Massenveranstaltung…..am Rande des Parkplatzes stehen dann auch schon die verschiedenen Anbieter für Bootstouren und verlangen Preise, die gut das Dreifache des genannten Preises aus diversen Reiseführern betragen, was aber auch daran lag, dass wir keine große Gruppe waren. Auch hier ist also dennoch Handeln angesagt. Unser Gefühl, Teil einer riesigen Massenveranstaltung zu sein, beschlich uns trotzdem immer mehr.
Wir mussten ein bisschen an der Bootsanlegestelle warten, bis dann auch unser eigens für uns gechartertes ;-) traditionelles Langboot kam. Im 5- Minuten- Takt kommen sozusagen die Boote an und nehmen ihre Fahrgäste auf. Die Route ist dann immer die
Gleiche. Man fährt entlang der khlongs (Kanäle), vorbei an z.T. alten und vom Einsturz bedrohten Hütten, aber auch kleinen, bewohnten Häusern und viel grünem Sumpfgewächs. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Häuser auf Stelzen gebaut sind und wie die Boote zum Teil in der Luft über dem Wasser hängen und in einem
Stangengerüst fest verankert sind. Nach ein paar Rechts-Links- Kreuzungen erreicht man dann tatsächlich die Hauptkanäle der Floating Markets. Nach dem Einbiegen in den ersten Kanal kommt der Verkehr erst mal zum Erliegen. Ein Boot neben und nach dem Anderen. Leider die meisten voll mit Touristen und die wenigsten mit den Marktfrauen.
Jeder Bootsführer fährt seine Fahrgäste an den Rand zu den eigens für Touristen angelegten Souvenirständen voller Taschen, Fake- Ware und Kuriositäten.
Natürlich möchte man die Händler dort auch unterstützen, wenn man jedoch gleich am ersten Stopp etwas kauft, kann man sicher gehen, dass der Fahrer fortan jeden möglichen Stand anfährt. Wir haben deshalb erst mal dankend abgelehnt, haben wir doch unsere Souvenirs noch dazu am Vortag auf dem Markt in Bangkok gekauft und wollten doch noch dazu lieber die Marktfrauen von Damnon Saduak und nicht einen
Souvenirstand nach dem anderen sehen! Ein paar dieser Marktfrauen fahren dann auch hin und wieder an einem vorbei und bieten ihre Früchte und asiatischen Köstlichkeiten an. Ein Genuss für das Auge: hoch aufgetürmte frische Kokosnüsse, Obst und Gemüse,
frische Nudelsuppe, Marktfrauen mit traditionellen Strohhüten. Im Prinzip ist das Ganze jedoch größtenteils zur Touristenveranstaltung geworden und der eigentliche Markthandel findet früh morgens statt, wenn die Touristen noch schlafen oder eben in
diversen Seitenkanälen. Die Fahrt dauert insgesamt eine Stunde und war trotz Massenveranstaltung interessant zu sehen. Wir sind später vom Parkplatz aus noch mal
ein Stückchen Richtung Ort gelaufen und haben festgestellt, dass man die Gegend auch gut zu Fuß erkunden und man den Markt von den Straßenbrücken von oben aus m
beobachten kann. Man muss also nicht unbedingt direkt am ersten Parkplatz in die Langboote steigen.
Gegen 11 Uhr sind wir dann wieder zurück nach Bangkok und haben uns dann das Hotel The Peninsula Bangkok am Chao- Phraya- Fluss angesehen und dort auf der
wunderschönen Terrasse unseren Lunch gehabt. Das Hotel, der Blick aufs Wasser und auch das Essen waren fantastisch. Natürlich ist das Peninsula Hotel nicht mit dem Sofitel Silom zu vergleichen. Beides sind zwar 5 Sterne-Hotels, dennoch unterscheiden sie sich natürlich von Lage, Größe und Stilrichtung. Das Sofitel Silom liegt in Laufnähe zu China Town, dem Patpong Nightmarket, einigen Shoppingcentern etc. und ist modern eingerichtet, ein Boutiquehotel mit Designtouch. Dass das Sofitel Silom insgesamt sogar 422 Zimmer und 32 Suiten hat, wird einem tatsächlich nicht bewusst, da sich alles auf einer kleinen Fläche in die Höhe zieht und der Eingangsbereich sowie Lobby recht klein gestaltet sind. Das Peninsula dagegen ist wunderschön am Fluss gelegen, mit viel Grün und wegen der größeren Fläche auch weitläufiger. Vom Stil her lässt es sich als gediegen, klassisch und traditionell beschreiben und ist mit seinen 370 Zimmern sogar kleiner als das Sofitel. Alle von uns besichtigten Hotels in Bangkok, sei es das Sofitel Silom, das Banyan Tree, das Peninsula, das Oriental und auch das Hilton Millenium sind Luxushotels der gleichen Kategorie und doch unterscheiden sie sich natürlich in Ihrer Stilrichtung, Tradition und Preis.
Gestärkt dank unseres ausgezeichneten Lunches stiegen wir erneut in ein Langboot ein, dieses Mal allerdings auf dem Chao- Phraya- Fluss, wo die Express - Boote wie Taxis fahren. Unser nächstes Ziel war der Grand Palace, also der Königspalast. Bereits am Eingang zum Gelände sieht man überall goldene Spitzen herausragen und eine
wunderschön angelegte Parkanlage. Am besten hat man bereits selbst eine Bluse oder ein großes Tuch zum Überziehen dabei und vielleicht auch eine lange Leinenhose an, optimalerweise auch geschlossene Schuhe. Falls nicht, kann man Kleidungsstücke auch leihen. Zwar sieht man auch Besucher mit offenen Schuhen oder kurzen Ärmeln und kurzen Röcken, dennoch kann diesen Besuchern dann innerhalb des Palastgeländes der Zugang zu diversen Tempeln verwehrt werden, da solch eine Kleidung als respektlos gilt.
Beim Bezahlen erhält man am Eingang einen Geländeplan für den von Mauern umgebenen Gebäudekomplex, der eine Fläche von 24 Hektar umfasst. Beeindruckend sind dabei vor allem der goldene Chedi (Turm) Phra Si Ratana, die über und über mit Gold und Steinen besetzten Säulen, der Smaragdbuddha, genannt Wat Phra Keo. Die kleine, nur 60 Zentimeter große Buddhafigur besteht in Wirklichkeit aus Jade und thront auf einem goldenen Altar. Der Smaragdbuddha ist das Nationalheiligtum des Landes und erhält 3 mal jährlich vom König ein neues Gewand, welches der Jahreszeit enspricht.
Insgesamt gibt es rund 100 Wohngemächer, Audienzhallen, Pavillons, Tempel und Türme, die mit exquisiten Mosaiken bestückt sind.
Nach einem ausgiebigen Besuch des Königspalastes sind wir dann weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem Wat Po. Dieser eindrucksvolle Tempel ist der größte und älteste Tempel Bangkoks und beherbergt die größte liegende Buddhastatue des Landes, den 46
Meter langen, vergoldeten, ruhenden Buddha. Diese Statue, die den ins Nirwana übergehenden Buddha darstellt, scheint die Versammlungshalle zu sprengen Die
Fußsohlen sind mehr als doppelt so groß wie ihre Betrachter und an ihnen repräsentieren 108 Perlmuttintarsien die 108 Kennzeichen des Erleuchteten. Unbeschreiblich! Beim Betrachten von häufig verwendetem Bildmaterial dieser Statue wird einem das Ausmaß an Größe lange nicht bewusst.
Ziemlich ermüdet von dem vielen Laufen und der brennenden Hitze ließen wir uns dann von einem Tuk Tuk in das legendäre Hotel The Oriental fahren und genossen in der Author´s Lounge den Afternoon Tea. Welch eine Wohltat….bei entspannender Musik in netter Umgebung und bei fantastischen Köstlichkeiten den Tag Revue passieren lassen.
Kurz vor Dämmerung noch einen Drink auf der Terrasse des Orientals, welche mit Blick auf den Chao- Phraya- Fluss direkt gegenüber des Peninsula Hotels liegt, genießen und dann erst mal zurück ins eigene Hotel zum Aus- chillen und Duschen.
Später haben wir dann noch diverse Tuk Tuk Fahrten durchs nächtliche Bangkok gemacht und eine gute Pasta im Restaurant The Bacchus gegessen. Man kann ja schließlich nicht ausschließlich thailändisch essen…….obwohl……..
Nächtliche Tuk Tuk Fahrten in Bangkok sind übrigens auch sehr schillernd, da man überall bunte Lichter, Menschenaufläufe und Straßenverkäufer sowie weitere kunterbunte Tuk Tuks sieht…….das Nachtleben kann beginnen……Auf dem Rückweg haben wir einen kurzen Abstecher zum Patpong nightmarket gemacht, da dieser ja unweit des Sofitels Siloms liegt und wir den Massenauflauf an Menschen und Fake- Ware zumindest mal kurz sehen wollten.
Auch am nächsten Tag war frühes Aufstehen angesagt, denn es standen weitere kulturelle Sehenswürdigkeiten auf dem Plan, die besucht werden wollten. Dieses Mal ging es mit einer netten Reiseführerin gen Norden nach Ayutthaya, die einstige Hauptstadt Siams, die heute zum Weltkulturerbe gehört. Ayutthaya wurde 1350 gegründet und war die bedeutendste Metropole Asiens. Auch hierhin kann man selbstverständlich selbst hinfahren und sich ohne Führerin umsehen, allerdings empfehlen wir dann zumindest hier den Erzählungen eines kundigen Führers oder einer Führerin zu lauschen, denn Ayutthaya ist mit seinen über 500 Tempelruinen so groß und in Reiseführern so kurz beschrieben, dass es ohne Reiseleitung schwer ist, diese ehemalige Hauptstadt mit all ihren beeindruckenden Ruinen zu verstehen.
Unsere Reiseführerin zeigte uns drei verschiedene Ruinen innerhalb der Region Ayutthaya. Zwischendurch hatten wir einen netten Lunch und auch eine Bootstour in
einem Langboot einmal komplett um Ayutthaya herum, so dass man viele weitere Ruinen auch vom Wasser aus noch sehen konnte. Insgesamt wird die Ruinenstätte Ayutthaya
von drei Flüssen begrenzt, sodass eine Bootsfahrt sich hier auch auf jeden Fall empfiehlt.
Den Abschluss an diesem Tagesausflug machte ein Besuch eines Elefantenhauses, wo wir auch noch ganz kleine, nur wenige Tage alte Elefantenbabys erleben durften.
Insgesamt war dies ein sehr gelungener Ausflug mit einer witzigen und kompetenten Führerin und beeindruckenden Erlebnissen.
Zurück in Bangkok haben wir uns dann unsere zweite Massage gegönnt. Dieses Mal im Lian Spa auf der Silom Road. Dies war ein Tipp von unseren Lufthansafreunden und man kann sich auch vorher schon im Internet unter www.lianspa.com die diversen Treatments ansehen. Das Lian Spa befindet sich auf der Silom Raod im Bürogebäudekomplex Vorawat Building im ersten Stock. Die Begrüßung ist wie immer freundlich und bei einem
duftenden Jasmintee werden dann mitgebrachte Zeit und mögliche Treatments besprochen. Da es schon recht spät war und wir ja auch noch Essen gehen wollten,
entschieden wir uns für eine einstündige Thai-Massage. Prinzipiell ziehe ich zwar Aromaöl-Massagen den Thai-Massagen vor – dennoch muss ich sagen, dass diese
Thaimassage nach diesem anstrengenden Ausflug eine einzige Wohltat war.
Relaxed und frisch geduscht sind wir dann noch zum Hotel Hilton Millenium, welches von der Kategorie her und auch preislich mit dem Sofitel Silom vergleichbar ist, allerdings wieder am Chao- Phraya- Fluss liegt und damit auch einen wunderschönen, funkelnden und unvergesslichen Blick auf die nächtliche Skyline Bangkoks bietet. Wieder tobte das Lichtermeer und man hatte das Gefühl, den Blick am liebsten bis zum Morgengrauen nicht abwenden zu wollen. Das Hilton Millenium ist wie gesagt preislich und von der
Ausstattung mit dem Sofitel vergleichbar, es ist aber deutlich größer und hat eben eine andere Lage unweit des Hotels The Peninsula.
Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Bangkok – zumindest vorerst. Es gab noch viele Dinge, die wir noch sehen wollten wie z. B. Chinatown, die Sirocco Bar, den einen oder anderen Palast, andererseits wussten wir ja, dass wir noch mal für einen
halben Tag zurückkommen würden und es außerdem langsam an der Zeit war, mal wieder frische Luft zu atmen ;-).
2. Station: Pranburi & Cha Am Besichtigte Hotels: Hotel Evason Hua Hin Resort & Spa und Veranda Resort and Spa
Unsere nächste Station hieß Pranburi, etwa 23 Kilometer südlich von Hua Hin (etwa 30 Minuten Fahrtzeit) und 230 Kilometer von Bangkok entfernt (etwa 3 Stunden Fahrtzeit).
Nicht die schönste Ecke in Thailand, aber es gab eben zwei Hotels in der Region Hua Hin, die es zu besichtigen galt, um sich mal wieder einen aktuellen Eindruck zu verschaffen.
Normalerweise wäre unsere Präferenz sonst vielleicht eher die gewesen, als nächste Station Richtung Norden nach Chiang Mai oder auch Richtung Süden eine Insel zu
wählen. Zumindest der Süden stand ja aber noch als Reiseetappe drei nach Hua Hin auf unserem Plan. Hua Hin ist ja bekannt als der älteste Badeort des Landes und als Sommerwohnsitz des Königs. Uns verschlug es zunächst in das 4 Sterne Hotel Evason Hua Hin Resort & Spa Hotel. Da es dieses Hotel schon lange gibt und es nach wie vor aufgrund seines bekannten Namens von Deutschen gut gebucht ist, wollten wir uns ein
eigenes Bild verschaffen, in welchem Zustand das Hotel ist. Ursprünglich war das Evason 6 Hua Hin mal ein Club Aldiana, wurde allerdings komplett umgebaut und renoviert. Durch diesen Umbau wurde dieser Anlage sozusagen eine neue Seele eingehaucht. Als wir
ankamen, war es allerdings leider schon spätnachmittags und der Himmel hing voller Wolken. Das Hotel begrüßte uns dafür mit einem sonnigen Lächeln und brachte uns nach kurzen Check- In- Formalitäten zu unserem Evason Studio Room. Dieses gefiel uns gut und so fing der Aufenthalt schon mal gut an. Zumindest auch im Zimmer gab es keinerlei Alterserscheinungen. Alles in dieser Anlage ist in Erdtönen nach ökologischen Gesichtspunkten eingerichtet. So ist es nicht verwunderlich, dass auch das komplette Zimmer in beigefarbenen und hellen Naturtönen erscheint. Ein Himmelbett mit Moskitonetz, eine Schreibecke, eine Sitzecke, eine große Badewanne und dahinter mit
Fensterladen der Blick ins Bad mit WC, silbernen Designerwaschbecken und Dusche.
Draußen auf der Terrasse Blick aufs Meer und ein überdimensionales Daybed zum Chillen. Natürlich war die eine oder andere Matratze in der Sonne etwas verblichen und hin und wieder gab es kleinere Alterserscheinungen auf den Liegewiesen bei kaputten Sonnenschirmen, dies waren aber eben Kleinigkeiten. Der großzügige und liebevoll gepflegte, tropische Garten mit lotusbewachsenen Teichen und Bachläufen war
wunderschön angelegt, die Anlage sehr sehr weitläufig und so machte die Anlage auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Dann war auch schon wieder Abend und wir begrüßten nach den vorangegangenen hektischeren Tagen in Bangkok die sich nun ankündigende Ruhe und Erholung. Nach einem sehr guten asiatischen Buffet konnte der Tag ausklingen.
Anstelle eines Sonnengrußes am nächsten Morgen gab es aber einen Wolkenguss.
Mmmhh, na gut, passiert halt. Erst mal frühstücken und dann kommt die Sonne bestimmt zur Pool und Strandbegrüßung. Dachten wir………der Tag sollte allerdings
anders verlaufen. Vielleicht solllte uns der erste größere Sonnenbrand erspart bleiben, jedenfalls war der Himmel wolken- verhangen und hin und wieder kam ein kräftiger Regen runter, sodass sich die Gäste die meiste Zeit an der Beachbar unterm Dach
aufhielten. Einige der Gäste übten sich dann dort im Sonnengruß in Form von Yoga ;-). Nachmittags sind wir dann doch zum Strand, der vom Hotel durch eine kleine Straße (oder sollte man besser Weg sagen?) getrennt ist und haben dann trotzdem einen Spaziergang gemacht, mussten dabei aber auch feststellen, dass der Strand in dieser Region wirklich nicht besonders toll ist und es auch gerade sehr viel Feuerquallen gab, so
dass man nicht wirklich Lust hatte, ins Meer zu gehen. Der Pool war bei diesem trüben Wetter genauso wenig einladend, da auch dieser unter ökologischen Gesichtspunkten mit grünem Wasser und beigefarbenen Fliesen recht trübe aussah.
Wie schön, dass wenigstens die großen Daybeds im ersten Stock der Beachbar in leuchtendem Orange strahlten und wir so zumindest Gelegenheit hatten, weiter in ferne
Bücherwelten abzutauchen und abends gut erholt zu sein.
Auch dieser Abend endete mit einem hervorragenden Essen im italienischen Restaurant und einem Spaziergang in der 5- Sterne- Schwesternanlage Evason Hideaway & Six
Senses Spa. Die beiden Anlagen liegen direkt nebeneinander und die verschiedenen Angebote der beiden Hotels wie Spas, Restaurants etc. können auch jeweils von den Gästen der Nachbaranlage genutzt werden. Im Evason Hideaway & Six Senses Spa wohnen die Gäste in freistehenden Villen und genießen dadurch maximale Privatsphäre.
Das Design entspricht dem typischen Evason- Konzept vom ökologischen Wohnen - ohne dabei auf Luxus und Komfort zu verzichten. Jeder Gast hat seine eigene Villa mit
eigenem Pool und viele Gäste, vor allem Honeymooner, kommen dank Roomservice oft tagelang gar nicht wieder raus aus ihrer Villa. Besonderes Highlight ist hier neben dem Butler-Service das Six Senses Earth Spa, welches im Juni 2006 in New York als bestes
Hotel Spa in der Kategorie Design ernannt wurde – wirklich einzigartig. Einzelne Gebäude aus Lehm ragen als Oase der Ruhe aus den Lotusteichen.
Den Genuss einer solchen Privat- Villa durfte ich bereits auf den Seychellen im Hotel Banyan Tree erleben und kann nur sagen: ein Traum!
Hier in Hua Hin wollten wir aber ganz bewusst Gast im etwas lebhafteren Hotel Evason Hua Hin sein und uns dort einen Eindruck verschaffen.
Der nächste Tag begrüßte uns dann endlich wieder mit strahlendem Sonnenschein und so gab es bis zu unserer Abreise zwei Tage später eigentlich nur noch Sonne, gute Bücher, gutes Essen und Wellness satt.
Insgesamt kann man sagen, beide Anlagen werden gehobenen Ansprüchen absolut gerecht und sind ideal für Gäste, die Ruhe und Erholung in luxuriösem Ambiente suchen.
Die üppig bewachsene Gartenanlage bei beiden Hotels sorgt für das passende „Tropen-Feeling“. Die exklusiven Zimmer jeder Kategorie bestechen durch ihre edle Ausstattung und Großzügigkeit. In der Hideaway Anlage ist natürlich alles noch mal einen Touch luxuriöser und privater.
Leider ist aber der Strand auch bei beiden Schwesternhotels derselbe und war doch
zumindest zu dieser Jahreszeit eher enttäuschend. Für Menschen, die nicht so gerne im Meer baden oder denen dieses Kriterium nicht ganz so wichtig ist, sind diese beiden Hotels aber eine gute Luxusmöglichkeit mit namhaftem und weltweit bekannten Six Senses Spa unweit von Bangkok.
Nach insgesamt vier Tagen fuhren wir dann wieder Richtung Bangkok zurück, allerdings mit einem weiteren Stopp in Cha Am und Übernachtung im Hotel Veranda Resort and Spa Hotel. Dieses kleine Boutique- bzw. Designhotel hat 3 Preise gewonnen für Architektur, Gestaltung der Anlage und Einrichtung der Zimmer. Auch uns gefiel die Ausstattung auf Anhieb sehr gut, erinnerte ein wenig an das Hotel The Chedi im Oman,
da auch hier die Farben weiß und dunkelbraun dominieren und sehr viel Wasserbahnen und dunkelbraune Tontöpfe platziert wurden. Sicher hat bei der Erbauung des Hotels
auch das Feng- Shui- Prinzip eine tragende Rolle gespielt. Die Zimmer sind geräumig, ebenfalls mit Schreibecke, Sitzecke, kleiner Terrasse oder Balkon, Badewanne, Dusche, Waschbecken und Möbeln in ansprechendem modernem Design ausgestattet.
Auf dem Weg zum Strand kommt man dann am großen Pool vorbei, der hier in leuchtendem Blau erstrahlt und zu sofortigem Reinspringen einlädt. Das eine Ende des
Pools geht sozusagen in das Blau des Meeres über, am anderen Ende und rings herum sind schöne Poolfacilities wie z.B. große Daybeds, schöne Holzliegen, ein Wasserspiel, sowie eine große Sandkastenfläche direkt am Pool mit Planschecke und Rutsche zu sehen. Die Poolbar und das Beachrestaurant sind in glitzerndem Weiß und Silber gehalten, sehr stylish, ebenfalls mit Blick auf das Meer und den Pool und mit Designklassikern wie z.B. dem Panthon chair ausgestattet. Der Strand ist hier deutlich breiter und auch ein wenig weißer als in Hua Hin. Die asserqualität war aber auch hier eher schlecht und das Meer, das auch hier den Gezeiten folgt, sehr aufgewühlt und trübe.
Egal, ab ins kühle blaue Nass des wunderschönen Pools und den restlichen Tag genießen,
lautete die Maxime! In diesem Hotel könnten wir locker noch einige Tage verbringen!
Doch in Thailand gibt es nun mal so viele unzählige schöne Hotels und vor allem auch landschaftlich noch deutlich schönere Regionen, so dass wir uns auch auf unsere nächste Station sehr freuten……..genau genommen konnten wir es kaum erwarten, endlich das Juwel unserer Reise kennen zu lernen……..The Sarojin.
Am nächsten Tag sind wir dann bereits morgens wieder nach Bangkok, obwohl unser Weiterflug nach Phuket erst abends gehen sollte. Wir wollten doch noch mal nach
Chinatown und zur Sirocco Bar. Die zweistündige Fahrt von Cha Am zurück nach Bangkok
verging schnell und wir brachten unser Gepäck zur abenteuerlichen Gepäckaufbewahrung
in Bangkok am Flughafen. Dann zurück ins Getümmel und dieses Mal richtig rein….mitten
nach Chinatown. Schnell noch für alle Patenkinder Spielzeug gekauft, das Überangebot
an Taschen und Schuhen, für uns Frauen doch das Wichtigste, geprüft und dann weiter
treiben lassen. Spätnachmittags hatten wir dann einen späten Lunch oder ein frühes
Dinner, je nachdem wie man es sehen mag und sind hoch in den 67. Stock des State
Tower Buildings (bekannt als The Dome) in die Sirocco Bar. Auch wenn die Stadt noch
nicht wieder in der Dunkelheit funkelte, auch bei Helligkeit bzw. Dämmerung war der
Ausblick einfach grandios und unvergesslich.
3. Station: Khao Lak:
Besichtigte Hotels: The Sarojin
Nach einer weiteren Stunde hieß es dann endgültig Abschied nehmen von Bangkok,
zurück zum Flughafen und Abflug nach Phuket zu unserer letzten Station, nach Khao Lak.
Am Airport in Phuket hat dann unser privater Limousinentransfer zum Hotel The Sarojin
schon gewartet und uns mit cold towels und Getränken versorgt. Auch um unser
leibliches Wohl war man besorgt und teilte uns mit, dass wir gerne schon im Wagen
bestellen könnten, denn die Fahrt dauert vom Flughafen Phuket nach Khao Lak ca. eine
Stunde und so könnten wir unser Dinner dann gleich nach Ankunft genießen. Uns war es
aber schon zu spät und wir entschieden uns, dann gegebenenfalls noch einen Snack per
Roomservice zu bestellen.
Als wir gegen 23 Uhr im Sarojin ankamen, wurden wir in einer wunderschönen Lobby
perfekt begrüßt und nach einem kurzen Check- In über die bezaubernd beleuchtete
Grünanlage zu unserem Zimmer gebracht.
Man kann durchaus sagen, dass uns das Sarojin mit seinem Charme und seinem Zauber
im Sturm und auf Anhieb eroberte. Trotz Dunkelheit und der Sichtung lediglich eines
kleinen Teils des Hotels wusste ich, dass dieses Hotel zu meinen Favoriten gehören wird.
Nach einer fantastisch erholsamen Nacht und süßen Träumen bestätigte sich dieser erste
Eindruck auch am nächsten Morgen bei Tageslicht. Hungrig gingen wir von unserem
Zimmer über unsere Terrasse hinaus Richtung Fikus.
Im Prinzip gruppieren sich mehrere Gebäude mit Gästezimmern und darunter auch
unseres rund um einen imposanten Fikusbaum und um bezaubernde Lotus-Teiche. Das
ganze Areal wurde sehr großzügig und weitläufig angelegt, das konnten wir schon bei
Nacht erkennen. Palmen und eine üppige Vielfalt tropischer Pflanzen bieten Schutz vor
der Sonne und schaffen eine absolut friedvolle und persönliche Atmosphäre. Unter dem
Fikus befindet sich auch das gleichnamige Restaurant "Ficus" mit internationaler Küche
und hier wird eben auch das à la carte Frühstück serviert.
Wir wurden mit perfektem Service zum Frühstück begrüßt und begriffen, noch etwas
müde vom vorigen Reisetag, welch eine wunderschöne Anlage sich uns präsentierte. Es
war unglaublich friedlich und ruhig und dennoch war man nicht völlig abgeschottet, wie
das oft in diesen Hotels mit Villenprinzip ist. Die Gäste trafen sich beim Frühstück unter
dem Fikus, alle sichtlich entspannt und zufrieden. Nach dem ersten Cappuccino und
einem Omelette kam dann Jowell auf uns zu. Ein braungebrannter schlanker Mann, ganz
in weiß gekleidet, mit schwarzem Schirm wegen der Sonne und mit seiner Mappe unter
dem Arm. Er begrüßte uns und stellte sich als der Imagineer des Hotels vor. Mit all
unseren Anliegen und Wünschen sollten wir uns getrost an ihn wenden. Er hielt sich aber
nicht lange auf, sondern war höflich und zurückhaltend. Wir sollten lediglich wissen, dass
er sich den ganzen Tag über auf dem Hotelgelände aufhält und sollten wir irgendwelche
Fragen haben, wüssten wir, an wen wir uns wenden konnten. Die anderen Gäste kannten
Jowell alle schon und waren sichtlich angetan über ein Pläuschchen mit ihm.
Nach unserem Frühstück machten wir uns auf zur Erkundung des Areals. Das Resort
befindet sich einige Kilometer nördlich von Khao Lak, was "Berg am Meer" bedeutet.
Khao Lak ist bekannt als ein Ort von überwältigender Schönheit mit seinen weißen
Stränden, Wasserfällen, exotischen Urwäldern und idyllischen Lagunen.
Das Sarojin grenzt an einen mehrere Kilometer langen, traumhaft weißen Sandstrand,
der zum Schnorcheln, Tauchen, Baden und glücklich sein einlädt. Wo man hinsieht,
kilometerlanger weißer Strand……hier macht das Baden Spaß!
Das zweite Resort- Restaurant liegt am Strand und heißt „The Edge“. Hier erlebt man
stimmungsvolle, unvergessliche Abende unter Palmen, wenige Meter vom Meer entferntmit einer exzellenten thailändischen Küche.
Wir gingen zurück zum Zimmer, am blau einladenden, wunderschönen Pool vorbei und
beeilten uns, unsere Badetasche zu holen…..denn die Einladung ins Wasser war extrem verlockend.
Unser Zimmer, oder besser gesagt, unsere Garten-Residenz lag direkt neben dem Poolbereich und dem Fikus. Alle Garten- und Pool-Residenzen (95 qm bzw. 120 qm)
liegen ebenerdig und sind identisch geschnitten, jedoch können sich die Gäste der Pool-
Residenzen in den kleinen Gartenbereich mit Privatpool zurückziehen und die Garten-
Residenzen haben eben „nur“ eine kleine Terrasse mit Wohnpavillon vor der Tür.
Die in den oberen Stockwerken gelegenen Sarojin-Suiten (150 qm) bieten außerdem
einen Wohnpavillion und einen Jacuzzi auf ihrer Sonnenterrasse mit einmaligem
Meerblick.
Alle 56 Gästezimmer verteilen sich auf sieben zweistöckige Gebäude und offenbaren viel
Liebe zum Detail. Bei der Einrichtung wurde großer Wert auf natur- belassene heimische
Materialien gelegt. Freiluftduschen bilden einen fließenden Übergang zwischen
Wohnbereich und Gartenanlage. Alle Gästezimmer sind mit Holzböden ausgestattet und verfügen über Kingsize-Bett, individuell regulierbare Klimaanlage, Badzimmer mit Outdoor- Dusche, freistehende Badewanne, zwei Waschbecken und separater Toilette nebst Haartrockner, Bademantel und Slipper, Ankleidebereich, Stereo-CD, -TV und -DVD, Minibar, Zimmersafe, IDD-Telefon und Breitband-Internetanschluss sowie Tee- und
Kaffeekocher.
Zurück am Swimmingpool wurden uns natürlich sofort Handtücher auf die Liegen gelegt
sowie Wasser und ein Melonenspieß gebracht. Der Blick auf das kühle Nass veranlasste
ein sofortiges Gejauchze, gefolgt von sofortigem Hineingleiten. Welch eine Wohltat!
Herrlich….hier wollten wir nie wieder raus……Sowohl der Blick auf den Pool als auch der Blick aus dem Pool heraus auf die wunderschöne Gartenanlage und auf kleine, über die
Wiese spazierenden Vögel ließen unsere Gedanken schweifen…..und die Ruhe und der Frieden, der über dem Resort lag…..sagenhaft…….ein Traum……
Das Sarojin gefällt mir fast noch einen Tick besser als das Banyan Tree auf den Seychellen, welches ja ebenso ein sog. Non Plus Ultra ist.
Die nächsten fünf Tage gab es nur noch Sonne, Sand, Meer, Pool, Ruhe, Relaxen und in den Tag hinein leben.
Wir testeten das Pathway Spa, das über einer Flussmündung eingebettet zwischen Mangroven liegt. Bei Yoga und Tai Chi findet man Ruhe, traditionelle Anwendungen und heilende Rituale sorgen für Erholung. Für die Massagen kann man zwischen reinen
Naturölen wählen, deren Namen nicht zuviel versprechen - wie zum Beispiel "Jai yen" (ruhiges Herz) oder "Choke dee" (viel Glück!). Auch das Spa dieses Resorts gehört von nun an zu meinen absoluten Favoriten.
Den Gästen des Sarojin stehen außerdem ein Fitness-Center, Bibliothek, Boutique und ein kostenloser Shuttle-Service nach Khao Lak zur Verfügung. "The Cellar" und die "Sarojin Lounge" bieten exotische Erfrischungen und eine Auswahl internationaler Weine.
In der näheren Umgebung laden Golfplätze, Dschungelsafaris und Elefantentouren in den Khao Sok National Park zu einem Besuch ein.
Das Sarojin stand zum Zeitpunkt des Tsunami´s im Dezember 2005 kurz vor seiner Eröffnung. Alle Arbeiten waren fertig gestellt und da es Weihnachten war, gaben Kate und Andrew Kemp, das Besitzerehepaar, seinen Mitarbeitern frei. Der Tsunami zerstörte das gerade erbaute Hotel komplett und bohrte sich kilometerweit ins Hinterland. Die zweite Welle soll 12 Meter hoch gewesen sein. Glücklicherweise blieb jedoch die gesamte
Belegschaft aufgrund des freien Tages verschont. Innerhalb von 7 Monaten wurde das komplette Hotel wieder aufgebaut und konnte dann endlich eröffnet werden. Schon nach 10 kurzer Zeit war die Belegung dauerhaft zufrieden stellend. Jowell, den wir
zwischenzeitlich auch besser kennen lernen durften, zeigte uns einige Stellen, die an den Tsunami erinnern und auch erinnern sollen.
Für den vorletzten Tag buchten wir einen Tagesausflug mit dem hoteleigenen Luxusboot "Lady Sarojin" zum Similan Islands Marine National Park, der zu den "Top Ten" der besten Tauchgebiete weltweit zählt und mit dem Boot in weniger als einer Stunde erreichbar ist. Wir trafen uns früh morgens am Bungalow für Wassersport neben dem Beach Restaurant mit unserer Gruppe und jeder testete die Passform der Schnorchelausrüstung. Jowell war ebenfalls dabei. Nachdem alle fertig ausgestattet
waren, ging´s los. Das Boot brachte uns zu verschiedenen Schnorchelstellen, insgesamt
über den Tag verteilt an 4 wunderschöne Buchten mit schneeweißem Sand, türkisblauem Wasser und schillernd bunten, kleineren und größeren Fischen. Über die Mittagszeit ankerten wir an einer etwas größeren Bucht und es wurde von der Bootsbesatzung ein Barbecue gezaubert. Unsere Gruppe bestand aus 10 Personen, die aus allen Teilen Europas kamen, aus London, Manchester, Paris, Zürich, Dänemark, Schweden und Deutschland. Wir verstanden uns von Anfang an alle sehr gut und hatten eine Menge Spaß. Auch hier muss ich sagen: ich habe schon viele Ausflüge gemacht und viele bunt zusammen gewürfelte Gruppen gehabt, aber nie hat es so gut gepasst und noch nie zuvor war es ein so gelungener Ausflug. Dies lag nicht zuletzt an einem bezaubernden
Pärchen aus Manchester und an Jowell. Dazu muss man wissen, dass Jowell früher in Paris bei Moulin Rouge getanzt hat und auch selbst eine eigene Cabaret- Show in Paris hat. Irgendwann musste er aus dem hektischen Europa raus, wollte eigentlich nur einen Freund in Khao Lak besuchen und kam nie wieder los vom Sarojin. Animiert durch die Gruppe demonstrierte uns Jowell einen kleinen Tanz an einer „Handtuchstange“, was
wiederum unsere Miss Juicy (der weibliche Part des Manchester- Pärchens trug einen Bikini von Juicy Couture mit plakativem Aufdruck) animierte, mitzumachen…….ein sehr amüsanter Auftritt der beiden......Als es Abend wurde und wir zurück kamen, wollte keiner gehen und alle trafen sich später noch in einer lokalen Strandkneipe direkt neben
dem Hotel.
Auch am nächsten Tag traf sich die Gruppe wieder und wir hatten noch einige sehr lustige Stunden. Dennoch waren es auch unsere letzten Stunden, den abends war leider schon wieder Abreise. Wir genossen den letzten Tag am Strand und am Pool, mussten zwar gegen 12:00 auschecken, konnten aber um 18:00 noch mal duschen und uns umziehen. Das Sarojin war sowohl bei Anreise als auch bei unserer Abreise komplett ausgebucht, sodass die Zimmer gleich für die nächsten Gäste bereit gemacht werden mussten. Übrigens ist jedes Zimmer nach einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin des
Sarojins benannt. Und auch für das Hotel an sich gibt es eine Namenspatronin: Lady Sarojin, der Legende zufolge Tochter eines thailändischen Edelmanns, dessen Residenz sie in eine Oase höchster Gastfreundschaft und Behaglichkeit verwandelte. Philosophie
des exquisiten und stilvollen Hotels The Sarojin ist es, ihren Gästen ein ebensolches Refugium zu bieten. Jüngst erhielt das Sarojin neben zahlreichen anderen Awards die Auszeichnung "Asia´s Leading Boutique Hotel".
Nur sehr widerwillig verließen wir diese Oase der Ruhe, wo Hektik ein Fremdwort ist und eine beruhigende und sehr friedvolle Stimmung die Luft tränkt. Aber: hierher kommen wir ganz bestimmt noch mal wieder!
Mit dem Limousinentransfer ging es zurück zum Flughafen Phuket und am nächsten Tag waren wir traurig, aber mit jeder Menge Erinnerungen wieder zurück in Deutschland.
Dieser Reisebericht wurde am 14. Juni 2007 von traveldesigner
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Bangkok, Huahin, Cha Am, Phuket, Sofitel Bangkok, The Evason, The Sarojin, Thailand im Februar, Urlaub in Thailand.