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Bali eine Insel mit vielen Gesichtern

Legian , Kuta, Maharta Beach Resort

Mit dem Flugzeug in Denpasar, der Hauptstadt Balis gelandet, waren zunächst die Einreiseformalitäten zu erledigen. Das Reiseunternehmen hatte einen Taxifahrer geschickt, der uns in unser Hotel im nahegelegenen Legian bringen sollte.



Während der Fahrt verändert sich die Landschaft: Palmen, Bananenbäume und freundliche Häuser stimmen uns auf einen schönen Urlaub ein.
Nach 20 Minuten erreichen wir unsere Unterkunft in Legian, das Maharta Beach Resort. Dieses kleine 3 Sterne Hotel im balinesischen Stil verfügt über 33 Zimmer in zweistöckigen Gebäuden und befindet sich inmitten einer tropischen Gartenanlage mit schönem Pool.
13 wunderbare, erlebnisreiche Urlaubstage liegen vor uns.

Legian, das einstige Fischerdorf, ist mit Kuta zusammengewachsen. Kuta ist sehr touristisch. Es gibt wenig ursprüngliches, dafür unzählige Boutiquen, Restaurants, Bars, Hotels, Souvenirläden und fliegende Händler am Strand. Ruhe findet man hier nicht, dafür jede Menge Unterhaltung.
Der erste Ausflug führt uns zurück nach Denpasar, das mit seinen 300 000 Einwohnern sehr belebt und laut ist. Fast jeder Balinese besitzt hier einen fahrbaren Untersatz, dementsprechend chaotisch geht es für europäische Verhältnisse auf den Straßen zu. Sehenswert ist der große Markt. Die Händler bieten eine Vielzahl von Holzschnitzereien, Seidentücher und kunstvoll, vor allem günstige Handgemalte Bilder an. Die Einheimischen kaufen Obst, Gemüse und natürlich Reis, der hauptsächlich im Südwesten und-Osten Balis angebaut wird.
Da es am Strand sehr voll und sehr heiß ist, machen wir lieber Touren ins Hinterland. Wir bestaunen atemberaubende Ausblicke auf Reisterrassen, Palmenhaine und tropischen Regenwald.



Mit einem Guide, den uns das Hotel vermittelt hat, besichtigen wir den Ort Bedugul, der 1200m hoch am Bratansee, inmitten des zentralen Hochlandes gelegen ist. Die grüne, üppige und beruhigende Landschaft scheint sich auf die hier lebenden Menschen zu übertragen. Es ist keine Hektik zu spüren und man begegnet uns sehr freundlich und gelassen. Wir unternehmen eine kleine Wanderung im Botanischen Garten, an Moos bedeckten Bäumen, Orchideen und Riesenfarnen vorbei zurück zum Ausgang, wo uns der Guide erwartet und uns zurück ins Hotel bringt.
Ein weiterer Ausflug führt uns nach Ubud, das nicht nur in eine einzigartige Landschaft von sattgrünen Reisterrassen eingebettet ist, sondern sich als Künstlerdorf einen besonderen Namen gemacht hat. Fast jeder hier betrachtet sich als Künstler, egal was er verkauft. Trotz der kommerziellen Fassade ist Ubud das kulturelle, künstlerische Zentrum Balis mit angeblich intaktem Dorfleben. Wir erleben das touristische Ubud, besuchen eine Silberschmiede und mehrere Galerien.
Um dem Trubel der Südküste zu entgehen, fahren wir am nächsten Tag in den Norden nach Lovina Beach. Im Norden Balis wird weniger Reis, dafür mehr Wein, Tabak und Kokospalmen angebaut. Lovina Beach ist wesentlich ruhiger als Legian und wir verbringen einen faulen Tag am Strand.

Heute widmen wir uns den Göttern, Geistern und Dämonen. Es geht nach Tanah Lot. Tanah Lot ist der Tempel, der rund 30km nordwestlich von Kuta sehr malerisch auf einem Felsen dem Indischen Ozean trotzt. "Tempel der Erde im Meer" heißt die wörtliche Übersetzung des Namen Tanah Lot. Hier bietet sich uns ein Schauspiel, das man gesehen haben muß. Am späten Nachmittag versinkt die Sonne hinter dem Tempel, eine perfekte Idylle.


Auf Bali leben Hinduisten und Buddhisten in friedlicher Koexistenz und im Laufe der Zeit hat sich eine Art Mischglauben entwickelt. Faszinierend ist die Einbeziehung der Religion in den Alltag, die das ganze Leben, Kultur, Politik und Kunst der Insel geprägt hat.
Weitere sehenswerte Tempel (es soll mehr als 20 000 auf Bali geben) sind der Ulu Watu, der Felsentempel an der Steilklippe in Pura Ulu im Südwesten Balis und der Muttertempel Pura Besaki am Hügel des Vulkans Gunung Agung gelegen, dem einzig tätigen Vulkan Balis.
Die letzten drei Tage faulenzen wir am Strand und Hotelpool. Das indonesische Essen ist gewöhnungsbedürftig scharf, aber gut. Wir essen viel außerhalb des Hotels auf dem "nightmarket von Kuta", wo einheimische Kost serviert wird: Gemüse, Reis, auch mal Fleisch und Fisch, immer günstig. Für Abendunterhaltung ist ausreichend gesorgt, in Kuta gibt es Kneipen und Bars, die für jeden Geschmack etwas bieten.
Am Strand haben wir einige Male eine Wellness-Massage genossen, die für wenig Geld überall angeboten wird. Beim Einkaufen sollte man wie in allen asiatischen Ländern unbedingt handeln. Wir haben selten mehr als ein Drittel des ursprünglichen Kaufpreises gezahlt.
Für alle Touren empfiehlt es sich, einen der vielen Taxifahrer, die überall herumstehen und jede erdenkliche Sprache sprechen, zu engagieren. Diese Variante ist nicht nur günstig (im Hotel zahlt man ein vielfaches für Guide/Fahrer), sondern hat auch den Vorteil, dass man gleich einen fachkundigen Reiseführer an Bord hat.

Insgesamt hat uns die wunderschöne Natur der Insel, die faszinierenden Tempelanlagen, die freundlichen Menschen und nicht zuletzt unser komfortables Hotel sehr begeistert. Bali ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Wir werden wiederkommen.

Dieser Reisebericht wurde am 31. Mai 2007 von Balu verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Legian, Kuta, Maharta Beach Resort, Bali eine Insel mit vielen Gesichtern, bali indonesien danpasar kuta traumurlaub insel.

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