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Mein Traumurlaub 1986 in Rumänien

Karpaten, Rundreise mit demBus

Mein Leben ist leider die letzte Jahr nicht so gelaufen, wie ich mir das gewünscht und vorgestellt hatte, deshalb ist mein Traumurlaub schon sehr sehr viele Jahre her, wird aber von mir nicht vergessen werden, da ich dabei so viele liebe Menschen kennen gelernt habe, die noch heute nach über 20 Jahren mein Leben bereichern.



Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern nach Rumänien in die Ferien gefahren. Da diese allerdings Liebhaber von Bergen waren ging es natürlich in die Karpaten.
Ich selber bin auch gerne in den Karpaten gewesen im Sommer wie auch im Winter, aber mein Favorit zum entspannenden Urlaub ist das Meer. Also habe ich meine beiden Lieblingsurlaubsplätze in Rumänien in einem dreiwöchigen Urlaub miteinander kombiniert.

So bin ich im Sommer 1986 zusammen mit meinem Mann zu einen fest in einem Reisebüro gebuchten 14-tägigen Urlaub nach Rumänien in die Karpaten, nach Poiana Brasov aufgebrochen.

Unser Flug brachte uns von Düsseldorf nach Bukarest. Leider bekamen wir von dieser phantastischen Stadt nur kurz im Rahmen einer Stadtrundfahrt etwas zu sehen, aber das war schon beeindruckend. Von Bukarest aus fuhr dann die ganze Reisegruppe mit einem Reisebus in Richtung Kronstadt / Poiana Brasov. Die Fahrt war recht lang, aber man bekam so einiges vom Land zu sehen. In Kronstadt angekommen stieg natürlich die Stimmung ungemein, zumal unser Urlaubsort Poiana Brasov – die Schulerau – immer näher kam. Wir fuhren also mit unserem Reisebus über den Berg und dann sahen wir die wunderschöne Karpatenlandschaft vor uns. Berge, grüne Wiesen, hübsche Hotels und Restaurants. Unser gebuchtes Hotel, das Hotel Teleferic, lag dicht an der Seilbahn – Teleferic heißt nämlich übersetzt aus dem rumänischen Seilbahn -. Ich kannte das Hotel ja schon von meinen Reisen mit meinen Eltern (heute gibt es das Hotel leider nicht mehr) und wusste was mich dort erwartete, ein Swimmingpool draußen, eine Diskothek, eine Bar, ein Friseur – eigentlich alles, was mein Herz damals begehrte. Die Zimmer waren funktionell und sauber und auch das Essen war gut. Leider gab es damals noch sehr viele Leute, die sich über die „Ostblockzustände“ beschwerten, aber mich hatte das nicht gestört, denn ich wusste ja, worauf ich mich eingelassen hatte.



Gleich am 2. Abend lernten mein Mann und ich ein sehr nettes rumänisches Ehepaar kennen, welches auch hier Urlaub machte. Dan und Rodica haben uns die ganzen 14 Tage begleitet und wir hatten sehr viel Spaß. Wir fuhren mit der Seilbahn auf den Postavarul und gingen dort oben spazieren und genossen die Sonne. Wir gingen zusammen abends in die „Dakenscheune“ um einen volkstümlichen Abend mit Zuica (der selbstgebrannte rumänische Pflaumenschnaps) und Bärenfleisch usw. unter Begleitung einer Zigeunerband zu erleben. Tanzgruppen in typischen Trachten traten auf und es konnte auch getanzt werden. Die Stimmung war auf jeden Fall prächtig. Gleiches erlebten wir in der „Hai
duckenscheune“. Ich glaube, diese gemütlichen Restaurants gibt es heute leider nicht mehr. Über den Reiseveranstalter haben wir dann noch einige Tagestouren unternommen, u.a. zum Schloss Bran – der Törzburg – nach Bran (eine siebenbürgische Stadt, der deutsche Name ist Törzburg), wo wir uns zurück versetzt fühlten in Polanskis „Tanz der Vampire“, da die Außenaufnahmen ja in Schloss Bran gedreht wurden. Der Führer tat sein Bestes um uns gut zu unterhalten. Er erzählte von Vlad Tepes, der Pfähler, der dort gewohnt haben soll und die Angewohnheit hatte seine Feinde in seinem Burggraben aufzuspießen und weil er seine Leute steuermäßig so aussaugte wurde er der Blutsauger, genannt und daraus sei die Legende von Dracula entstanden……Des weiteren unternahmen wir einen geplanten Ausflug in die Klosterdörfer in Siebenbürgen, was auch eine überaus interessante Erfahrung war. Es ist schon spannend wenn man in einem fremden Land in alte Dorfkirchen geht und dann deutsche Namen im Gestühl liest.



Wir haben auf jeden Fall unsere Zeit in Poiana Brasov sehr genossen und ich weiß, dass ich auf jeden Fall irgendwann einmal wieder kommen werde.
Nach 14 Tagen sind wir dann mit dem Zug von Brasov ans Schwarze Meer gefahren. Die Fahrt war ungemütlich und lang, aber uns erwartete ja das nächste Abenteuer. Wir fuhren bis nach Constanza, wo uns eine andere gute rumänische Freundin, Vicky, erwartete. Sie fuhr uns nach Mamaia in unser Hotel Lido – was sogar heute noch gibt -, ein sehr schönes Dreisternehotel direkt am Meer gelegen. Der Urlaub hier war sehr erholsam und so richtig schön. Das Personal im Hotel war super freundlich, der Service gut, die Zimmer vollkommen o.k. und das Meer war einfach nur klasse. Das Wasser schön warm, der Sandstrand sauber und superweiß und weich, einfach ein Traum. Das Essen war auch wieder gut, aber auch hier gab es mal wieder die üblichen Meckerer. Um meine Freundin Vicky zu besuchen machten wir eine Tour nach Constanza. Sie zeigte uns die Stadt, den Hafen, das Casino und dann waren wir bei ihr zu Gast. Die Gastfreundlichkeit der Rumänen ist einzigartig. Wir hatten viel Spaß, denn es kamen noch ein
paar Freunde und Verwandte zu Besuch und wir verstanden kein Wort rumänisch. So herrschte ein Gewirr von Französisch, Englisch, Rumänisch, es wurde mit Händen und Füßen gequatscht und es war der beste Abend aller Zeiten. Mamaia lud damals zum Bummeln ein mit einer kilometerlangen Flaniermeile. Es gab ein Varieté, was wir während unseres Aufenthalts zweimal besucht haben, mit einem ganz tollen Folkloreprogramm, sehr gutem Essen und klasse Musik zum Tanzen. Restaurants gab es auch eine Menge, wo man sehr gut Fisch essen konnte. Schön war auch ein Tag am Süßwassersee, der mehr oder weniger gegenüber vom Schwarzen Meer liegt. Hier konnte man ein Tretboot nehmen und damit über den See schippern. Noch einmal holte uns meine Freundin ab und wir fuhren mit dem ganz normalen Linienbus eine längere Runde in die anderen Seebäder wie zum Beispiel Eforie Süd, Eforie Nord, Neptun usw.. Ausgestiegen sind wir zwar nicht, weil das Wetter an dem Tag nicht sonderlich gut war, aber es war interessant mal die anderen Orte zu sehen. Damals fanden wir „unser“ Mamaia als den schönsten Ort, aber die Geschmäcker sind ja verschieden. Auch dem Vergnügungspark in Mamaia statteten wir einen Besuch ab und natürlich auch dem Minigolfplatz. Mamaia hatte damals für uns einen sehr hohen Unterhaltungswert und wir waren uns auch dabei sicher….wir kommen wieder.

Dieser Reisebericht wurde am 04. Juni 2007 von Marita verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Karpaten, Rundreise mit demBus, Mein Traumurlaub 1986 in Rumänien, Urlaub Rumänien in die Karpaten Poiana Brasov Bukarest Busreise.

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