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Kanada: Traumurlaub oder Albtraum

Vancouver, Vancouver Marriott Pinnacle Hotel

...fliegen wir nach Kanada! Laut Reisebüro sollte dies ein wunderschöner Urlaub werden. Ich dachte nur an Eis und Schnee, Einsamkeit und Bären. Allerdings sollte gerade diese Einsamkeit auch ihren besonderen Reiz haben. Am Frankfurter Flughafen angekommen durften wir erst einmal warten. Warten. Warten! Unsere Maschine hatte verspätung. „Wohl in Kanada festgefroren“ witzelte ich. Also nahm ich mir den Reiseführer, den ich kurz vorher gekauft hatte zur hand und laß darin über Kanada: “



Kanada, das 2. größte Land der Welt, erstreckt sich vom Kap Columbia im Norden bis zum Eriesee in Kanadas Süden sowie von Neufundland über 6 Zeitzonen bis zum Pazifik. 80% der Landfläche beansprucht das Flachland an der Hudson-Ba. Am dichtesten Besiedelt ist das Gebiet am Sankt-Lorenz-Strom sowie die Ebene an den großen Seen. 1999 entstand aus dem ehemals östlichen Teil der bekannten North-West Territories, etwa einem viertel der Landfläche, ein Zuhause für Inuits. Die Haltung der französischsprachigen Provinz Quebec gegenüber dem übrigen Land verursachen immer wieder Verfassungsdebatten.“

So, nun ging es los. Von Frankfurt am Main flogen wir nun mit der Lufthansa nach Vancouver in Kanada. Während des endlos erscheinenden Flug, hatte ich wieder Zeit in meinem Reiseführer zu lesen: „In Kanadas Norden herrscht arktisch und subarktisch Klima, im Süden ist es kontinental. Die Sommer im Inland sind heißer. Die verschneiten Winter mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind kälter und länger wie an den Küsten. Die Pazifikküste um die Stadt Vancouver hat die mildesten Winter, die Temperaturenfallen selten unter 0°.“

Das war mir ganz recht. Schließlich waren wir auf dem Weg nach Vancouver. Meinen Bikini würde ich zwar wahrscheinlich dort nicht brauchen, aber wenigstens würde ich dort nicht den Kältetod sterben. Zwischen dem Bordmittagessen, was ich eigentlich immer besonders widerlich im Flugzeug finde, und nun gerade richtig positiv überrascht wurde und einem kleinen Nickerchen las ich weiter: „Eine Vielzahl der Besucher kommen zu einer Spritztour aus den Staaten. Um auch europäische Touristen anzuziehen, weisen die Werbekampagnen Kanadas auf die saubere Umwelt sowie die Schönheiten der Natur hin. Komischweise zieht das fiktive Zuhause von Anne of Green Gables viele Touristen aus Japan an.“



Nach einem kurzen Schläfchen wurde ich auch schon geweckt. Wir befinden uns im Landeanflug auf Vancouver! Bitte schnallen Sie sich an!. Hörte ich die nette Stewardess sagen. Von hier oben konnte man die Skyline von Vancouver schon erkennen. Sah gar nicht so schlecht aus. Ziemlich viele Hochhäuser konnte ich erblicken und natürlich Wasser. Kein Wunder, Vancouver ist praktisch von Wasser umgeben, fiel mir jetzt ein. Das hatte ich auch irgendwo gelesen. „Vancouver gilt auch als die schönste stadt der Welt! Na, das werde ich mir genauer anschauen!“

Im Hotel angekommen, kümmerte ich mich sofort um eine Stadtrundfahrt. Schließlich möchte man ja wissen wo man ist und nicht nur das Hotel kennen lernen. Das Hotel übrigens machte einen sehr schönen Eindruck. Wir waren im Vancouver Marriott Pinnacle Hotel untergekommen. Versuchen Sie diesen Namen einmal auszusprechen. Das Hotel lag etwa 500 m von der bekannten Robson-Street entfernt. Hier kann man wirklich sagenhaft einkaufen. Ein Tipp von mir: Lassen Sie sämtliche Kreditkarten zuhause im Safe. Sie verfallen sonst wahrscheinlich in eine Art Kaufrausch.

Ich konnte meine Stadtrundfahrt kaum erwarten. Im Programm stand:
„Beginnen wir diesen Ausflug mit einer Fährfahrt hinüber nach Vancouver Island.“ Gut das ich mir vorher dieses Programm durchgelesen hatte. So wandern gleich eine Packung Reisekaugummis gegen Seekrankheit in meine Tasche. „Das erste besondere Highlight des Tages ist der Besuch von „Butchart Garden“, eines berühmten botanischen Gartens, der auch in den Wintermonaten immer einen Besuch lohnt. Ob die Herbstfarben, die beleuchteten Winterimpressionen oder auch der bunte Frühling im März, Butchart Gardens ist ein MUSS bei einem Besuch der Stadt. Geht man den Marine Drive entlangkommt man zu dem beliebten Aussichtspunkt „Strait of Juan de Fuca“. Geht man weiter gelangt man nach Victoria.“



Also ich muss sagen, diese Stadtrundfahrt hörte sich nicht nur großartig an. Sie war auch im Nachhinein betrachtet, ein Erlebnis. Allerdings fehlte mir noch ein bisschen der Überblick über die Bevölkerung Kanadas, was ich mit Hilfe meines schlauen Reiseführers schnell aufholen wollte.

„Kanada hat Schwierigkeiten seinen französischsprachigen Teil der Bevölkerung im Quebec mit dem englischsprachigen Rest der Bevölkerung zu vereinen. ...zwei Drittel der Kanadier leben auf 5% der Landfläche rund um die großen Seen und den Sankt-Lorenz-Strom.
Nachdem sich die frühere restriktive Einwanderungspolitik geändert hat, sind wohlhabende Personen sowie Fachkräfte willkommen, und die Bevölkerung ist nun deutlich anders zusammengesetzt. Besonders die Zahl der Asiaten ist stark gestiegen.“

So, und nachdem ich ziemlich viel Wissen über diese „schönste Stadt der Welt“ – was ich im Übrigen jetzt auch glaube, gesammelt habe, ganz viele Urlaubspostkarten geschrieben habe, mache ich es mir jetzt mal einen Tag im hoteleigenen Schwimmbad gemütlich. Hier kann ich dann nach Herzenslust die Sauna ausprobieren oder in den Whirlpool springen (nich ratsam wenn andere Gäste bereits drin sitzen!) So lassen sich meine, durch die Stadtrundfahrt doch sehr geschundenen Füße wieder auf Fordermann bringen.

Schöne Grüße aus Kanada! See you!

Dieser Reisebericht wurde am 08. Juni 2007 von Bikinibirgit verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Vancouver, Vancouver Marriott Pinnacle Hotel, Kanada: Traumurlaub oder Albtraum, Urlaub in Kanada Vancouver was soll man dort machen Stadtbesichtigung flug.

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