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Miami - Sonne über Florida und Norman ist schlecht gelaunt

Miami, Lombardy Inn

Erster Tag 17.07.2008

Von Hamburg aus über Düsseldorf fliegen wir nach Miami mit Air Berlin / LTU, die mit dem kostenlosen Baileys punkten.

Auf der Fahrt mit dem Shuttlebus zum Hotel fallen uns gleich die ganzen Hummer auf, die hier zum Straßenbild gehören. Ebenfalls auffällig sind die ganzen Beulen, teils massive Schäden, die selbst teure Wagen zieren. Aber nach ein paar Tagen Beobachtung im Miami Straßenverkehr erklärt sich das. Da gibt man eben einfach Gas und fährt.



Unser Hotel ist das Lombardy Inn in der Collins Avenue, das schon seit 1949 existiert. Gebucht haben wir über hotel.de. Das Hotel fällt allerdings unter die Kategorie „kann aber muss nicht“. Es gibt keinen Fön, keinen Wecker, keinen Reinigungsservice, kein Infomaterial auf dem Zimmer mit wichtigen Infos wie Nr. der Rezeption, Check-Out-Zeit etc., dafür einen Kühlschrank, eine Mikrowelle, sehr nettes Personal und am Ende einen kostenlosen Weckruf jeden morgen.
Obwohl es inzwischen schon dunkel ist, machen wir uns noch mal auf, um den Strand zu sehen. Der ist nur drei Minuten vom Hotel entfernt und wird von einem riesigen Vollmond angestrahlt.

Zweiter Tag 18.07.2008

Mit einem Coffee to go, den wir uns im kleinen Bistro des Lombardy Inn geholt haben, starten wir zu unserer Stadtrundfahrt mit Boatcruise. Gebucht haben wir das über MiamiTours.us für 49,95 Dollar pro Person.

Die Stadtrundfahrt führt über den Freedom Tower, der an die Kubaner erinnern soll, die dort 1959 ihre Papiere bekommen haben, nach Coconut Grove, in die Coral Gables und nach Little Havanna.
Während Coconut Grove eher „traut“ ist und die Coral Gables einen interessanten aber „upper class“ Eindruck machen, haben wir keine Ahnung, was denn an Little Havanna interessant sein soll.
Wir fahren auch durch den Art Deco District und über den Ocean Drive, vorbei am Versace Haus. Die Bustour endet an der Bayside, wo es mit dem Boatcruise weitergeht.
So eine Bootstour ist richtig klasse. Man hat einen so schönen Blick über die Skyline von Miami, den Hafen, Fisher Island und die Kreuzfahrtschiffe, die vor Anker gegangen sind. Und natürlich geht es auch an den prächtigen Häusern von Gloria Estefan, Elizabeth Taylor oder Julio Iglesias vorbei. Nach 90 Minuten legen wir wieder an der Bayside an. Hier gibt es auch ein Hard Rock Cafe und eine Shopping Meile mit Footlocker, Victorias Secret, Souvenirs usw.
Wir beschließen, noch mal in den Art Deco District zu fahren, der ziemlich groß ist. Da die Stadtrundfahrt keinen Fotostopp hatte, schlendern wir einfach durch die Straßen und sehen uns die Häuser an. Im Übrigen gibt es in Miami und Miami Beach gute Busverbindungen. Man kommt mit Bussen zu fast jeder Tageszeit überall hin.



Dritter Tag 19.07.2008

Heute starten wir zu unserer Everglades Tour mit Airboatride. Ebenfalls über MiamiTours.us für 52,95 Dollar pro Person gebucht.
Zuvor haben wir noch eine Begegnung mit Kubanischem Kaffee. Während wir im Bistro auf unseren warten, bietet uns einer der Angestellten einen kleinen Plastikbecher in Form und Größe eines Schnapsglases an und meint:“Coffee?“ Der Inhalt stellt sich als schwarz, fast schon dickflüssig und sehr süß heraus. Auf unseren fragenden Blick meint der Angestellte dann: „Cuban Coffee“. Wir nehmen dann doch lieber den American Coffee to go mit und lassen uns in die Everglades fahren.
Nach einer kurzen Stippvisite im Souvenirshop/Restaurant/ Besucherzentrum entern wir auch schon die Boote und fahren erstmal langsam durch eine Art natürlichen Kanal, wo uns zwei Alligatoren „begrüßen“. Bei langsamer Fahrt kann man auch aufstehen, um Fotos zu machen. Dann wird es Zeit für die Ohrstöpsel, denn bei voller Fahrt machen die Boote einen Höllenlärm. Wir werden wieder langsamer und lernen, dass der Name Miami (Meiämi) von dem indianischen Wort für Süßwasser abgeleitet wurde, dass klingt wie „Miämä“. Das Wasser ist übrigens relativ flach, geht gerade mal bis zum Oberarm, und ist am Boden mit Schlamm aus abgestorbenen Pflanzenteilen bedeckt. Wir nehmen wieder volle Fahrt auf, bis wir den kleinen Kanal erreichen und noch mal die Alligatoren sehen.
Nach einer kurzen Wartezeit gibt es noch eine Vorführung bzw. Informationsveranstaltung mit einem erwachsenen Alligator namens Norman. Norman fängt schon an zu fauchen, als wir auf den Sitzbänken platznehmen, was sie wohl nur tun, wenn sie sich bedroht fühlen. Insgesamt macht Norman einen sehr unwilligen Eindruck. Nachdem Fauchen nicht reicht, um die offensichtlich ungebetenen Gäste loszuwerden, versucht er es mit Zähne zeigen und bestraft uns am Ende mit totaler Ignoranz. Der Alligator auf dem beigefügten Foto ist Norman. Wer mag, kann sich beim Verlassen der Veranstaltung noch mit einem jüngeren Alligator fotografieren lassen.
Wieder zurück in Miami Beach gehen wir erstmal shoppen in der Lincoln Road Mall, was keine Mall sondern eine Fußgängerzone ist. Hier gibt es jede Menge Läden mit Designersonnenbrillen, viele Ed-Hardy-Artikel, einen Guess-Shop und die üblichen Puma und Nike Artikel.


Wieder im Hotel gehen wir an den Strand. Es ist kurz vor sechs und das Wetter und auch das Wasser sind noch warm genug. Strand und Wasser sind beeindruckend sauber und das einzige am Horizont ist ein Kreuzfahrtschiff.

Vierter Tag 20.07.2007

Auf eigene Faust machen wir uns auf zum Parrot Jungle Island, einem Tierpark, der seit 2003 zwischen Miami Beach und South Miami liegt, mit einer Bushaltestelle direkt vor der Tür. Für 29,91 Dollar Eintritt gibt es natürlich jede Menge Papageien zu sehen.
Das schöne daran ist, dass man an die sehr nah rankommt. Viele von ihnen flankieren auf Sitzstangen die Wege völlig ohne Gitter. Füttern ist auch erlaubt. Es gibt Spender, die für einen Quarter eine handvoll Futter geben. Natürlich gibt es auch die obligatorischen Tiershows, u .a. mit Schlangen und Alligatoren und natürlich Papageien und einem Condor. Für Kinder gibt es eine Streichelzone, eine Wasserrutsche und auch die Möglichkeit, seinen Geburtstag dort zu feiern.
Als Attraktion gelistet ist ein so genannter Crocosaurus, der letzlich aussieht wie ein Riesenkrokodil. Es gibt auch einen Liger, eine Kreuzung aus Löwe und Tiger, die sehr selten sein soll. Er sieht aus wie ein heller, zu groß geratener Tiger. Und da das Tier schlauer ist als der Mensch, läuft der nicht in der prallen Sonne rum, sondern hat sich in den schattigen Bereich seines Geheges zurückgezogen. Das gleiche haben auch die kleinen Kängurus und die Flamingos getan. Wir sind trotz Lichtschutzfaktor 50 (bei Walgreens besorgt) dem Sonnenbrand nicht entgangen.
Wir fahren wieder nach Miami Beach zurück und legen uns an den Strand.

Fünfter Tag 21.07.2008

Mit dem Beach Max 120, einer Art Schnellbus mit wenigen Haltestellen, fahren wir zur Omni Metrostation, steigen in den Metrozug um, und fahren zur Douglas Roadstation in den Coral Gables.
Die Coral Gables wurden in den Zwanzigern von George Merrick gegründet. Er hatte Land geerbt, weiteres dazu gekauft und sich seine Vision einer Stadt bauen lassen.
Offensichtlich war er ein Fan europäischer Architektur. So gibt es auch einen „Venetian Pool“ aus den Zwanzigern. Der Pool ist ein Freibad, mit Wasserfällen, Grotten, einer kleinen Brücke, einem kleinen Strand sowie Duschen und Umkleidemöglichkeiten. Für 11,50 Dollar pro Person inklusive Schließfach kann man da ins kühle Nass springen, was wir auch tun.
So nach drei Stunden verlassen wir das Freibad und schlendern noch etwas durch die Coral Gables, auch um das Biltmore Hotel noch mal zu sehen. Das fiel schon auf der Stadtrundfahrt auf. Es ist ein beeindruckend großes Gebäude, das irgendwie aussieht wie ein europäischer Palast. Ein Blick in den Reiseführer erklärt das dann auch: es ist der 16stöckige Nachbau des Giralda in Sevilla, den George Merrick haben wollte.
Wir nehmen wieder den Metrozug und den Beach Max zum Hotel, wechseln die Badesachen und die Handtücher und machen uns auf zum Strand.

Sechster Tag 22.07.2008

Da unser Rückflug erst am frühen Abend ist, lassen wir das Gepäck im Hotel und machen uns mit dem Bus noch mal auf zum Ocean Drive.

Dieser Reisebericht wurde am 07. August 2008 von EllenOnline verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Miami, Lombardy Inn, Miami - Sonne über Florida und Norman ist schlecht gelaunt, Miami, Everglades, Ocean Drive.

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