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Indischer Ozean pur! Rundreise Malediven, Reunion und Mauritius

Malediven, Reunion, Mauritius, Hilton Rangali, L\'Heritage

Malediven & La Réunion & Mauritius im Oktober 2003
Hallo zusammen! Zurück von einem wirklich sehr schönen Traumurlaub haben wir natürlich gleich wieder brandneue Informationen für Euch:

Teil I / Malediven:


Unser Flug mit Emirates Airlines auf die Malediven ging nachmittags ab Frankfurt mit einer dreistündigen zwischenlandung / Umsteigen in Dubai und verlief wie immer sehr angenehm.
Ankunft in Male war morgens um acht Uhr. Dort hat uns unsere Reiseleitung Leisure Maldives abgeholt und zum „Maldives Air Taxi“ – Bereich begleitet. Da der Weiterflug zu unserer Urlaubsinsel Hilton Rangali erst 1,5 Stunden später war, konnten wir uns in der Hilton Lounge ein wenig erfrischen. Es gibt im Abflugbereich der Wasserflugzeuge (zwei Anbieter vor Ort – unserer war Maldives Air Taxi) mehrere Lounges. Eine öffentliche, zu keinem Hotel gehörende große Lounge, in der alle Gäste auf ihre Transferverbindung warten können und natürlich ein paar kleinere Lounges bestimmter Hotelresorts, die dann Zutritt nur ihren eigenen Inselgästen bieten.

Unsere Kollegen von Leisure Maldives haben uns ein paar Informationen und Tipps für die Malediven gegeben und sich dann verabschiedet. Auf den Malediven läuft das mit den Reiseleitungen ein bisschen anders, d.h. unsere Agentur ist für den Transfer und fürs Handling zuständig, nicht aber für Ausflüge oder ähnliches vor Ort auf den Inseln. D.h. hier ist es nicht wie bei anderen Reisezielen, dass ein Vertreter der Reiseleitung einen Insel-/ Hotelbesuch abstattet und vor Ort für die Kunden auch Ansprechpartner ist. Diese
Dinge werden vom Hotel selbst vorgenommen. Betreuung vor Ort erfolgt dann demnach durch einen Hotelmitarbeiter, der einem alle notwendigen Informationen bezüglich Insel, Anlage und Ausflüge gibt.

Der Weiterflug nach Hilton Rangali ging 1,5 Stunden später und war ein absolutes Erlebnis. Eine kleine Propellermaschine mit Platz für 10 Personen. Sicher, bei schlechtem Wetter kann es einem da schon auch anders werden, aber wir hatten Glück: strahlend blauer Himmel und 30° Grad. Von oben sahen die Inseln wirklich aus wie Spiegeleier.
Man kann es sich kaum vorstellen, keine gleicht der anderen, es ist unbeschreiblich.

Auf Hilton Maldives kamen wir knappe 40 min. später an, also gegen 10:30 bzw. 11:30 Uhr, da das Hilton eine eigene Zeit hat.
Damit die Gäste morgens und abends mehr vom Sonnenauf – und Sonnenuntergang haben, hat das Hilton einfach seine Uhrzeit um eine Stunde verschoben (MLE plus 1), so
ist dann Sonnenaufgang gegen 6 Uhr und Sonnenuntergang gegen 18:00 Uhr Hiltonzeit. Der Anblick dieser Trauminseln hat uns sofort begeistert. TrauminselN deshalb, da Hilton Rangali ja aus zwei Inseln mit einer riesigen Lagune dazwischen besteht.

Bis wir in unser Zimmer durften, mussten wir dann aber noch bis 14:30 warten, da die Check-out Zeit auf 12:00 Uhr und die Check-In Zeit auf 14:00 Uhr festgelegt ist.
Bis dahin hat uns die deutsch sprechende Hotelmitarbeiterin die Inseln gezeigt und uns alle nötigen Informationen gegeben.
Zu unserer Überraschung durften wir dann sogar doch in einen Wasserbungalow – von zuhause aus waren die leider komplett ausgebucht und selbst am Flughafen bei Ankunft
hatte uns Leisure Maldives noch gesagt, es seien nach wie vor alle komplett voll.

Hilton Maldives Resort & Spa 5 *:
Das Hotel Maldives Hilton liegt auf 2 Inseln im Ari Atoll, ca.90 km vom Flughafen entfernt.
Die meisten Einrichtungen des Hotels sowie 25 Beach Villen und 75 Deluxe Beach Villen liegen auf der ovalen, ca. 650 x 350 m großen Insel Rangali Finolhu.

Auf der gegenüberliegenden, langgestreckten, ca. 750 x 70 m großen Insel Rangali liegen 40 Wasservillen, 8 Deluxe Wasservillen, 2 Sunset Wasservillen und weiterhin noch das Vilu Restaurant mit Bar und Weinkeller.
Beide Inseln sind mit einem langen Steg miteinander verbunden, d.h. man kann von einer zu anderen Seite einen 5-10 minütigen Spaziergang machen oder aber den Dhoni benutzen, der ständig zwischen beiden Inseln hin und her fährt.
Die Hauptinsel ist der lebhaftere Part der beiden Inseln. Dort findet man 3 Restaurants(Atoll Restaurant = Hauptrestaurant mit Buffet / Sun Set Grill Restaurant & Bar mit a la carte Restaurant, über einen kleinen Steg erreichbar, auf dem Wasser gelegen / Rangali
Bar mit kleinen Snacks und Speisen), einen Juwelier, ein Souvenirgeschäft, eine kleine Boutique mit italienischen Bademoden, eine Bücherei, den Tauch – und
Wassersportcenter, einen Tennisplatz, Pool (ca. 12x4 Meter) mit Liegeterrasse mit kleinem Kids Pool, einen Fitnessraum und natürlich das Spa (hier günstiger als das Over Water Spa).
Jeder nicht - motorisierte Sport ist kostenlos.

Die meisten Zimmer, Strand- und Deluxe Strandvillen sind am Wasser entlang auf der Insel verteilt. Manche sind direkt am Wasser, manche etwas versetzt weiter hinten.
Abends wird ein bisschen Animation angeboten und es ist natürlich auch in der Bar etwas mehr los. Dort gibt es übrigens zwischen 18:30 und 19:30 2for1-drinks.
Außerdem findet täglich um 19:00 die Fischfütterung statt. Es wird mit natürlichem Fisch gefüttert und wir konnten jede Menge Mantas, große Haie (1 Meter), Moränen und eine Vielzahl kleiner Fische sehen.
Die Rezeption und auch das Atoll Restaurant sowie die Rangali Bar haben Sand als Bodenbelag.

Einen Dresscode gibt es nicht, außer dass man nicht in Badekleidung zum Essen erscheinen soll. D.h. Shirt, Shorts und Skirt sind Pflicht. Ob man Schuhe tragen möchte oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.
Es gibt immer wieder Themenabende wie z.B. am Abend unserer Ankunft den Full Moon Asien Market. Es wurden Teppiche mit zig Kerzen am Strand verteilt, Löcher in den Sand gebuddelt, um Windlichter hinzusetzen..........und dann konnte man an verschiedenen Ständen (Indonesisch, Thailändisch, Ceylonesisch, Maledivisch, Japanisch etc) sich sein
eigenes Menü zusammenstellen und am Strand auf den Bodenkissen Platz nehmen und so den Vollmond feiern.

Das war wirklich super romantisch, das Wasser vom Mond erhellt, absolut fantastische Speisen beim Plätschern und Rauschen des Meeres....ein Traum.
Rangali Island (die Wasserbungalowseite) ist der ruhige Part der beiden Inseln mit absoluter Privatsphäre. Hier gibt es auch eine kleine Rezeption, ebenfalls auf Sand
gebaut, das Vilu Restaurant mit Bar und dem einzigen Weinkeller der Malediven sowie das bekannte Overwater Spa. Ansonsten nix außer Villen, Strand und Wasser.
Das Vilu Restaurant ist ein a la carte Restaurant und wird erst mal prinzipiell für die Gäste auf der Insel reserviert. Die Wasserbungalowgäste geben aber Bescheid, wenn sie mal lieber das Buffet der Hauptinsel oder die dortigen Restaurants genießen möchten,


denn dann werden die Plätze im Restaurant für Gäste der Hauptinsel vergeben.
Selbst die Standard-Wasservillen sind ein Traum. Groß und geräumig, ganz aus Holz mit großem Bad (Dusche und Badewanne), vor Blicken geschützter Terrasse mit direktem Zugang ins Meer, kleinem Ankleidezimmer, Sitzecke, Schreibtisch, Minibar, Espressomaschine (Jura), CD-Player etc.

Einen Fernseher gibt es nur in den höheren Kategorien, also ab den Deluxe Water Villas.
Den vermisst aber auch keiner und laut Personal vor Ort lassen ihn viele Kunden, die empört nach einem Fernseher verlangen ihn am nächsten Tag wieder abholen.
Das Over Water Spa war ausgezeichnet, ist aber auch etwas teurer als das der Hauptinsel, das es nun mal mit Blick nach unten aufs Wasser ausgestattet ist.
Die Lagune um Rangali Island ist bei den Wasserbungalows ca. 300-400 Meter breit bevor es dann mal tiefer wird. Am anderen Ende der Insel sogar 600-700 Meter. Man hat also einen endlos langen und breiten türkisfarbenen Gürtel um die Insel, in dem man
herrlich schwimmen und schnorcheln kann.
Um unseren Wasserbungalow herum sind auch täglich kleine Baby-Haie (halber Meter), sonstige große bunte Fische und auch mal ein Manta geschwommen.

Allgemeines:
Es gibt täglich die „Guten Morgen Rangali“ News, wo man neben aktuellen Tageszeitungsausschnitten auch nachlesen kann, welche Aktivitäten, Exkursionen usw.
angeboten werden. Natürlich gibt es aber auch einen Wochenüberblick.
Das Hotel existiert seit 10 Jahren und hat sehr viele Stammkunden. Die Buchungsrate liegt immer bei 80-90 % Auslastung.
Es leben 300 Angestellte auf der Insel. Sie alle sind auf der Hauptinsel untergebracht, allerdings so gut in der Mitte der Insel versteckt, dass man es als Gast überhaupt nicht bemerkt. Überhaupt realisiert man nicht, dass es so viel Mitarbeiter dort gibt. Sie halten
sich immer dezent im Hintergrund.

Das Erstaunliche ist aber, dass zum Beispiel Gärtner und Roomboys Gäste selbst nach Jahren wieder erkennen und sich erinnern, das Herr und Frau XY vor 4 Jahren schon da waren, was wiederum das Management nicht weiß, da die alle 2-3 Jahre die Hotels innerhalb der Hiltonkette wechseln. Die meisten der Inselangestellten sind tatsächlich schon seit Anfang an da und haben sogar beim Aufbau geholfen.
Was uns sehr gefreut hat war die Tatsache, dass man von allen Angestellten gesagt bekommt, dass es ja gar nicht wirklich Arbeit sei, da sie ja im Paradies arbeiten und
leben und es ihnen gut gefällt und gut geht etc... und das sagen alle mit einem breiten Grinsen voller Zufriedenheit... und keiner von ihnen möchte weg... selbst die, die auch schon viele andere Länder kennen oder woanders aufwuchsen.
Die Versorgung mit Lebensmitteln kommt aus Australien und Neuseeland. Alle zwei Wochen wird das Hilton von einem Containerschiff aus beliefert. Viele Dinge werden aber auch täglich hergestellt, wie z.B. täglich frisch gebackenes Brot und Brötchen.
Die Gäste lassen sich momentan wie folgt aufteilen: 15 % Deutsche, 20 % Schweizer, 15
% Italiener, 30 % Japaner, 20 % Sonstige.

Das Management achtet auf eine gute Mischung und auch ansonsten muss man wirklich noch mal betonen, dass auch das Preis-Leistungs-Verhältnis hier absolut top ist! Es
stimmt einfach alles. Man hat auch vor Ort niemals das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden, ganz im Gegenteil, das Management tut alles, damit jeder Gast absolut zufrieden ist.
Die Hochsaison ist von November bis April. Etwas häufigere Regenschauer gibt es normalerweise im Mai und Juni.

In der Zeit von Oktober bis Mitte Dezember kann es Jellyfische (lila Riesenquallen mit ca. 50 cm Durchmesser) geben, allerdings hält es sich in Grenzen.
Leider waren die 3,5 Tage vor Ort viel zu kurz und wir werden sicher sehr bald noch mal nach Rangali fliegen.
Zum Ausspannen für ´ne Woche oder auch für eine Dubai Kombi ist es ein wirklich ein absolut perfektes Ziel.

Kosten vor Ort:
Damit man eine Vorstellung der Preise vor Ort bekommt:
Auf der Hauptinsel kostet eine große Flasche San Pellegrino (750 ml) 6,60 U$ und eine Coca Cola Dose 3,30 U$.
Die Halb – und Vollpensionsgäste haben beim Buffet aber auch die Möglichkeit, speziell angebotene Säfte und Hauswein zum Preis von 5 U$ zu trinken.
Auf der Wasserbungalowseite kostet das San Pellegrino rund einen Dollar mehr, nämlich 7,70 U$. Alles auf der dieser Seite ist etwas teurer. Man bezahlt eben dafür, dass man etwas abgeschiedener und ruhiger wohnt.
Beispiele für die Minibar im Wasserbungalow:
Kleine Dose Pringles 4 $ / Evian Literflasche 6 $ / Schweppes 4 $ / Perrier 4,50 $ /
Campari & Soda 8 $ / Whiskey, Gin, Vodka 8 $ / Internationales Bier 6 $.
Beispiel für das Over Water Spa:
Die Preise für eine Massage liegen zwischen 65 $ und 90 $.

Teil II / La Réunion:
Unsere zweite Urlaubsstation war die Insel La Réunion.
Unser Flug ging mittags wieder mit Emirates Airlines ab Male ca. 5 Stunden nach Dubai.
Dort hatten wir einen Aufenthalt von 11 Stunden, was allerdings nicht schlimm war. Wir hatten ein Tageszimmer in Dubai und konnten so die Zeit mit einer Hotelbesichtigung des neuen Mina al Salam, mit einer Shoppingtour, Dinner und einer Dusche verbringen.
Alternativ kann man einen Nachtflug ab den Malediven wählen, muss dann aber den letzten Tag/Abend in Male verbringen.
Nachts um drei ging´s weiter nach Mauritius. Dort kamen wir nach 6 Flugstunden und dann nach zwei weiteren Flugstunden mit der Air Mauritius auf La Réunion an.
Hier haben wir für 5 Tage die Insel mit dem Auto erkundet. Hier unsere Route:

Tag 1:
Ankunft, Fahrt vom Flughafen bei St.Denis zum Hotel Villas du Lagon in Hermitage zwischen St.Gilles les Bains und La Saline les Bains mit dortiger Übernachtung. Das Hotel ist wunderschön im Kolonialstil gebaut und mit 4 Sternen das wohl beste Hotel der Insel.
Man kann den Hotelstandard auf Reunion nicht mit Mauritius vergleichen. Die meisten anderen Hotels liegen im 2 bis 3 Sterne-Bereich und sind eher einfach ausgestattet.
Nach Reunion kommt man aber auch nicht, um in einem tollen Hotel einen schönen Badeurlaub zu machen, sondern natürlich um die wundervolle Landschaft und Natur zu erkunden.
Das Villas du Lagon hat große Zimmer in zweistöckigen Bungalows mit Balkon oder Terrasse, einen sehr großen Pool, Restaurants, Bar, sehr viel Sportangebot, Boutiquen etc.

Tag 2:
Früh aufstehen ist hier tatsächlich die Devise. Wir haben das Villas du Lagon um 7 Uhr verlassen und haben uns auf den Weg in den ersten von drei Cirques (Talkkessel), den Cirque de Mafate gemacht. Die Fahrt dorthin war bereits wunderschön, da man wirklich


völlig unterschiedliche Vegetationen vorfindet, sowohl Graslandschaften mit Kühen als auch Nadelholzwälder etc. An der Aussichtsplattform Piton Maido angekommen, hat man in 2190 m Höhe einen traumhaften Ausblick auf die Schlucht und die Berge rings herum.
Nach Erkundung der Gegend sind wir über die wunderbar grüne Waldstrasse von Maido nach Tevelave wieder Richtung Küste gefahren, auf dieser Strecke kommen einem kaum Autos entgegen. An der Küste entlang fuhren wir ab St.Louis über die N2 Richtung Cirque
de Cilaos, den zweiten Vulkankessel. Die Strecke ist wunderschön, gefiel uns noch besser, wie der Weg in den Cirque de Mafate, war aber auch deutlich kurvenreicher
(insgesamt sind es bis in den Ort Cilaos 400 Kurven). Übernachtet haben wir im Hotel Vieux Cep, welches ein kleines, hübsches 2-3 Sternehotel ist und sehr schöne blühende Gärten hat. Es gibt ein Restaurant, einen kleinen Pool und Zimmer mit Ausblick (man hat
den Piton de Neiges mit seinen 3069 m direkt vor Augen).

Tag 3:
Von Cilaos ging unser Weg über die N2 Richtung Küste wieder zurück. Ab St.Louis fuhren wir dann an der Küste entlang, um die schöne und wilde Südostküste kennen zu lernen.
Die Stationen hier waren St.Pierre (die beste Stadt der ganzen Insel zum Shoppen), Grand Anse (grandioser Blick auf den von Palmen gesäumten Sandstrand), St. Joseph,
St. Philippe (Gewürzgarten), St. Rose, St. Anne bis St. Benoit.
Der Ort Le Baril ist übrigens der südlichste Punkt und von dort aus befindet sich bis zum Südpol nur noch Meer!
Zwischen St. Philippe und St. Anne kann man den Weg der Lavamassen des letzten Vulkanausbruchs aus dem Jahre 2002 beobachten.
Da die Ostküste die regenreichste Region der Insel ist, blieben natürlich auch wir vom Regen dann nicht verschont. Ab St. Benoit über La Plaine des Palmistes bis nach La Plaine des Cafres hat es ordentlich geregnet. Bei Ankunft im Hotel war aber alles wieder
vorbei. Unsere Übernachtung war im Hotel Geraniums, auch ein kleines, nettes Hotel mit Restaurant und schönem Kamin. Das Geraniums liegt nicht weit vom Vulkan entfernt, deshalb ist hier natürlich eine Übernachtung empfehlenswert.

Tag 4:
Wieder mal sollte man so früh wie möglich den Tag beginnen. Wir haben das Hotel gegen 7 Uhr verlassen und haben den Vulkan Piton de la Fournaise mit seinen 2631 m bzw. den Aussichtspunkt Pas de Bellecombe mit 2311 m erkundet. Leider durfte man keine Kraterwanderung machen, da der Vulkan wieder aktiv war. Dennoch, der Weg dorthin war schon enorm beeindruckend. Wechselnde grüne Vegetationen, mal Nadelwälder, mal Ginsterbüsche, mal bizarre Mondlandschaften, absoluter Wahnsinn.
Auf dem Rückweg besuchten wir in La Plaine des Cafres das Vulkanmuseum welches von einem deutschen Vulkanologen-Ehepaar gegründet wurde und bei dem man noch mal sehr ausführlich alle Informationen über vulkanische Aktivitäten auf Reunion aber auch
weltweit erhält.
Unsere weitere Route führte uns wieder nach St. Pierre zurück zur Küste und von dort aus weiter gen Westen nach St.Leu. Auf dem Weg dorthin haben wir das Landwirtschafts
– und Industriemuseum Stella Matutina besucht. Die ehemalige, sorgfältig restaurierte
Zuckerfabrik zeigt auf 4 Stockwerken sehr anschaulich die Geschichte der Insel. Der Schwerpunkt liegt im Zuckerrohr, das noch immer zwei Drittel der Exporte ausmacht. Ein Teil des Museums ist aber auch dem Vanille - und Kakaoanbau, der Zeit der Kolonialisierung und Sklaverei, der Geologie und den Gewürzen gewidmet.
Gegen Abend sind wir dann im Hotel Iloha in St.Leu angekommen. Ein schönes 3 Sterne Hotel, auf einem Hügel gelegen mit Blick auf das Meer. Im Hintergrund sieht man jede Menge Paraglider. Das Hotel hat ein Haupthaus und Bungalows, einen Pool, ein Restaurant etc. Alles im Kolonial-Stil gehalten, große, geräumige Zimmer mit Terrasse oder Balkon.

Tag 5:
Nach einem morgendlichen Bummel über den Markt in St.Paul fuhren wir Richtung Norden über St. Denis nach St. Andre. Dort besichtigten wir das Maison de Vanille, wo die einzig echte Bourbon Vanille herkommt. In einer Stunde erfährt man alles über den Anbau, die Zucht, die Befruchtung und die Verarbeitung der bekannten Vanille.
Anschließend haben wir noch den grünsten und für uns auch schönsten der drei Cirques, den Cirque de Salazie besucht. Auch hier war die Fahrt sehr kurvenreich, aber die wahnsinnig grünen Bergtäler mit den unzähligen Wasserfällen waren atemberaubend schön. Ein absolutes Muss!
Wir fuhren zurück und verbrachten unsere letzte Nacht im Hotel Domaine de Jamroses in La Montagne in der Nähe von St.Denis. Es liegt hoch oben auf dem Berg (die Auffahrt ist im ersten Gang zu befahren) und bietet einen tollen Blick auf das Meer. Dieses Hotel hat
ein kleines, feines Restaurant und einen kleinen Pool und ist mit sehr vielen Antiquitäten ausgestattet.
Am nächsten Morgen ging es zurück zum Flughafen und wieder mit Air Mauritius nach Mauritius.

Ein paar Anmerkungen:
Die Insel La Reunion hat uns sehr gut gefallen, da sie landschaftlich wunderschön ist und sehr viel Abwechslung bietet. Man muss aber auch wirklich den Rat befolgen und morgens früh raus aus den Federn. Wir hatten drei Tage an denen bereits um 08:15 die
ersten Wolken in den Bergen hingen und bis 10 Uhr ist die wunderbare Sicht dahin.
Zu den Nebenkosten auf La Réunion:
Im Hotel Vieux Cep: Menüpreis 18,50 € / Quiche 8 € / Gratins 8-11 € / Salat 7 € / Carry
de Crevette 13 € / Carry de Massale 12 € / Carry de Languste 28 € / Filet 15-23 € /
Desert 4-7 € / ein Glas Wein 5 €, Cilaos Tischwein Rotwein 37,5 cl (kleine Flasche) 17 €/
Martini 5 € / Espresso 2,30 €.
Pizzeria in St. Pierre: Pizza 6-10 € / Salat 6-7 € / insgesamt für 1,5 Pizzen, 1,5 Salate, 1
große Flasche Wasser, 1 Dose Cola, 1 Dose Bier, 1 Eis: Gesamtpreis 27,- €.
In den anderen Hotels waren die Preise ähnlich wie im Vieux Cep. Jeder kennt die schönen bunten handgearbeiteten Korbtaschen, die so berühmt sind. Wir
waren auf der Suche nach einer lilafarbenen als Geschenk für zuhause. Ich dachte ursprünglich, dass man besser auf Reunion als auf Mauritius danach schaut. Auf dem Markt in St.Paul war dies jedoch sehr schwierig. Klar, es gab Unmengen von Korbtaschen in allen Größen und Varianten. Aber alle mehrfarbig, sehr bunt. Wir haben dann doch eine lila Korbtasche gefunden. Die Preise liegen bei 7-10 €, je nach Größe.
Auf Mauritius haben wir später allerdings festgestellt, dass die Taschen dort günstiger sind und noch dazu gerade die einfarbigen, schönen in lila, rosa, blau, grün, gelb, orange etc. in allen Größen und Variationen erhältlich. Also: Korbtaschen besser auf Mauritius
kaufen.

Teil III / Mauritius:
Der letzte Teil unseres Urlaubes führte uns wieder mal nach Mauritius. Wir waren 4 Tage im Hotel Sofitel Imperial in einer der Suiten in den neuen Villen und anschließend noch 3 Tage im Oberoi Hotel.

Sofitel Imperial 5*
Das nach wie vor sehr schöne Sofitel hat traumhafte neue Villen und ein wunderbares neues Spa.
Das Publikum ist gemischt, jeder fühlt sich hier wohl, ob Einzelreisender, Pärchen oder Familie. Das ausgezeichnete Essen wechselt täglich und wird meist in Buffetform angeboten. Der Pool ist wahrscheinlich auch immer noch der Größte auf ganz Mauritius und einfach herrlich. Ebenso natürlich der Strand. Wir haben jeden Tag lange Strandspaziergänge gemacht, da die Küste hier dafür sehr gut geeignet ist. Am Hilton, Sugar Beach, dem gerade in Renovierung stehenden La Pirogue usw. vorbei und zurück – eine schöne Strecke mit traumhaftem Strand und Wasser.
Am zweiten Tag haben wir dem Hotel Indian Resort einen Besuch abgestattet und dabei auch den Süden der Insel mit dem Wasserfall „Cascade Chamarel“ und natürlich mit dem Highlight der 7-farbigen Erde in Chamarel besichtigt.
Am nächsten Tag stand gegen Nachmittag eine Sundown-Katamaranfahrt auf dem Programm, welche von Grand Baie aus startete. Klasse! Die zwei Skipper sind zu den
vorgelagerten Inseln raus gefahren und haben noch dazu ausgezeichnet gekocht:
frischen auf dem Katamaran gegrillten Fisch und Fleisch, Salat, Reis, Dessert etc. und dabei konnten wir dann den wundervollen Sonnenuntergang genießen. Manchmal sieht man auch Delphine die nebenher aus dem Wasser springen.
Der Katamaran hat vier Kabinen und man kann auch sehr gut mal eine zwei-, drei- oder viertägige Tour entlang der Insel machen. Es wird dann immer an unterschiedlichen
Stellen angelegt, so dass man quasi vom Wasser aus die Insel erkundet.
Am vierten Tag haben wir dann die Hotels Paul & Virginie, Coin de Mire, Legends und auch das neue Tarisa besucht. Gegen Abend kamen wir dann im Hotel Oberoi an.

Oberoi Hotel 5*
Die letzten drei Tage verbrachten wir dort ohne weiteres Programm. Lediglich selbst – auferlegte Polo Ralph Lauren Shoppingtouren als Mitbringsel standen noch auf dem Programm. Es ist immer noch so, dass 10 % der Produktion vor Ort auf dem lokalen Markt verkauft werden müssen und man so tatsächlich echte Ware, also kein Fake, zu supergünstigen Preisen erhält. Ein Herren - Poloshirt kostet 400-500 Mauritius Rupien,
was in etwa 14 € entspricht. Unsere Summertimes - Kollegen haben uns allerdings gezeigt, welche Shops echte und welche dann doch Fake anbieten. Also aufpassen!
Das Oberoi Hotel ist natürlich auch absolute Spitzenklasse. Das Konzept ist ähnlich wie
beim Banyan Tree. Der Schwerpunkt liegt bei der Privatsphäre. Die meisten Gäste verlassen Ihre Zimmer und Villen sehr selten. Die normalen Zimmer sind geräumig mit Sitzecke und Sofa, extra Ankleidezimmer, großem Badezimmer mit im Marmorboden versenkter Badewanne sowie Dusche mit Glastür zu einem kleinen Garten und Terrasse.
Ausstattung deluxe, also natürlich mit allem, Kaffee – und Teezubereiter, CD Player, TV, täglich eine kleine Flasche Evian, frisches Obst etc. Die Villen sind genauso groß, haben die gleiche Ausstattung, aber zusätzlich noch einen großen eigenen Garten mit eigenem
Pool und zusätzlicher Sitzecke und großem überdachten Esstisch draußen. Klar, hier muss man eigentlich nicht mehr rausgehen. Man hat alles was man braucht. Einen Pool, eine schöne Villa und eine gute Room – Speisekarte. Die Royal Villa ist jenseits von Gut
und Böse. 250 qm² mit zwei Villen und riesigem eigenen Pool. Schaut Euch die Bilder an!
Der Strand ist beim Hotel direkt zwar sehr schön, allerdings auch sehr klein. Es handelt sich hier nur um kleine Buchten. Dafür ist aber der Pool absolut klasse. Das war einer der schönsten Pools die wir kennen. Nicht wegen der Größe sondern wegen der Details. Dunkelblaue Fliesen, überall kleine wasser-speiende Figuren, Buddhaköpfe im Wasser, schön angelegte Becken. Superklasse! Im Restaurant hat man manchmal nicht mehr als 10 Gäste gesehen, da tatsächlich viele Gäste in ihrer privaten Villa speisen. Die Küche des Hotels ist ausgezeichnet. Das Spa ist herausragend. Das Personal ist vom Banyan Tree Phuket und auch das Konzept und der Aufbau des Spa ist gleich – einfach unglaublich gut. Eines der besten Spa´s weltweit.
Nach sieben Tagen auf Mauritius ging es dann wieder mit der 23:30 Uhr Maschine der Emirates Airlines über Dubai (diesmal 2 Stunden Aufenthalt) zurück nach Hause. Insgesamt war es ein superschöner, abwechslungsreicher und sehr erholsamer Urlaub.

Dieser Reisebericht wurde am 14. Juni 2007 von traveldesigner verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Malediven, Reunion, Mauritius, Hilton Rangali, L\'Heritage, Indischer Ozean pur! Rundreise Malediven, Reunion und Mauritius, Inseln im indischen Ozean, Mauritius, Malediven, Reunion, Hilton Rangali, Rundreise, aktiver Vulkan, L'Heritage.

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