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Radtour rund um Dresden

Dresden, Nichtraucherpension Ulrich

Dresden

Nichtraucher Pension
Ulrich, Kauscher Str. 37

31. 7. – 6 . 8. 2005

Sonntag, 31. 7.
Ein Stunde früher als vorgesehen starten wir um 8.00 Uhr und erreichen unsere Ferienwohnung in Dresden – Torga ohne Stau um ca. 13.00 Uhr. Leider liegt die Wohnung an einer Straßenkreuzung und ist auch noch nicht fertig geputzt. Die Wirtin redet relativ viel und beim näheren Betrachten ist die Küche der Wohnung sehr, sehr klein, das Badezimmer nicht gerade groß und etwas muffig und liegt neben der Küche. Helga ist nicht sehr glücklich. Wir lassen das Gepäck da und fahren mit dem Bus (letzter Tag der Monatskarte erhalten wir für 2 Eur.) in die Innenstadt. Leider verpassen wir die Haltestelle, von der man in das Zentrum kommt, und fahren zunächst bis zu Endstation und dann wieder zurück. Diesmal steigen wir richtig am Pirnaer Platz aus und laufen der Nase nach in die Innenstadt. An einem ruhigen Platz trinken wir Capuccino und Bier, dann geht’s weiter an der Liebfrauenkirche vorbei zum Schloss. Wir wandern weiter über eine alte Brücke und entdecken, dass an der Elbe ein „Schweizer Fest“ stattfindet. Eigentlich werden schon viele Buden wieder abgebaut, doch dort, wo abends Filmvorführungen stattfinden, singen 5 junge Dame á capella. Wir sind von dieser Gruppe begeistert und hören uns einige Stücke an. Dann wandern wir am „goldenen August, dem Starken“ vorbei in eine schöne Einkaufsstrasse. Wir schlendern an den Geschäften die Strasse hoch und wieder zurück und trinken bei Watzke im Freien ein zünftiges selbst gebrautes Bier. Auf dem Rückweg suchen wir die Passage, in der wir auf dem Hinweg schon gesessen hatten und essen in einem anderen Restaurant draußen Rotbarsch mit Paprikasauce und Folienkartoffel sowie Schnitzel mit einer sehr leckeren Sauce und Bratkartoffeln. Dann fahren wir mit dem Bus zurück, packen die Koffer aus und sehen fern.



Montag, 1. 8. (gutes Wetter, 25° C)

Wir stehen um 8.30 Uhr auf. Beim Frühstückseinkauf hat leider der Schlachter geschlossen, so dass das Frühstück ohne Wurst und Käse, dafür auf der Terrasse stattfindet, begleitet von doch stärkerem Autoverkehr. Wir fahren dann mit dem Wagen zunächst nach Radebeul. Helga sieht sich das Steigenberger Hotel von innen an, in dem wir ursprünglich vorgehabt hatten zu buchen, findet aber alles sehr steril. Da Radebeul wenig ansprechend erscheint, fahren wir weiter nach Meißen, parken an der Elbe und wandern in die Innenstadt. Wir sehen uns den Markt an und suchen dann das schöne Restaurant, wo ich mit Meistermarken gewesen war. Das hat leider geschlossen und so essen wir lecker auf dem Marktplatz (Käsespätzle mit Salat und großer Krautsalatteller). Danach fahren wir zurück, kaufen in einem Großmarkt ein, verfahren uns noch und kommen so erst um 14.15 Uhr zum Mittagschlaf. Gegen 15.45 fahren wir mit den Fahrrädern auf dem Auto an die Elbe nach Kleinschachnitz (Nähe Schloss Pillnitz). Mit dem Wind im Rücken fahren wir auf dem viel gerühmten Elbradweg der Elbe entlang nach Pirna. Viele Skater, Radrennfahrer, gemächliche Radfahrer und Fußgänger müssen sich den Elbradweg teilen – nicht gerade beruhigendes Fahren! In Pirna laufen wir durch die Fußgängerzone. An vielen Häusern kann man noch die Spuren des Hochwassers von 2002 sehen, dennoch ist die Stadt erstaunlich gut wieder hergerichtet. Wir erholen uns in der Nähe des Rathauses bei Capuccino und Bier in einem Biergarten. Wir fahren die ca. 10 km jetzt gegen Wind wieder zurück und essen im gemütlichen Garten des Kurhauses Kleinschachnitz Lammhaxe, die uns beiden sehr gut schmeckt. Zuhause schauen wir gemütlich fern.

Dienstag, 2.8. (sonnig, 25° C)

Wir frühstücken schon um 8.45 Uhr auf dem Balkon. Gegen 9.45 Uhr fahren wir mit dem Fahrrad auf dem Auto nach Meißen, um von dort eine Fahrradtour zur Moritzburg zu machen. Wir stellen unseren Wagen oberhalb von Meißen ab und fahren dann mit dem Fahrrad ziemlich steil abwärts in die Innenstadt. Als wir dort erfahren, dass ein Tour zur Moritzburg ca. 18 km betragen soll, entscheiden wir uns anders und wandern zu Fuß zur Albrechtsburg hinauf. Es geht an kleinen Geschäften vorbei einen romantischen Weg zum Teil auf Treppen hinauf zur Burg. Oben befindet sich ein kleines Dorf mit Hotels und Läden, wo man entweder für die Aufsicht bezahlen oder die Burg besichtigen muss. Helga wandert durch die Skulpturenausstellung in der Burg, ich warte draußen im Sonnenschein auf sie. Danach laufen wir zurück zum Marktplatz, wo ich mein Fahrrad nehme und teils fahrend, teils schiebend zum Auto zurückfahre. Ich hole Helga ab, was gar nicht so einfach ist, da man nur schwierig mit dem Wagen zum Marktplatz kommt. Ich stelle in einer zufällig freiwerdenden Lücke in einer Seitenstrasse den Wagen ab und suche Helga. Nachmittags fahren wir mit Auto + Rad nach Radebeul und fahren von dort, nachdem einige Zeit den Elbweg gesucht haben, mit dem Fahrrad in Richtung Meißen. Der Weg ist nicht so schön wie der nach Pirna. Es sieht auch so aus, dass wir gegen eine dunkle Gewitterwand fahren. So kehren wir nach 30 Minuten auf dem halben Weg um und stellen gegen 17.00 Uhr die Fahrräder wieder aufs Auto. Wir fahren nach Dresden, wo wir in der Nähe des „goldenen Augusts“ parken. Kaum zu glauben: ich treffe meine ehemalige Kollegin Angie mit ihrem gerade angetrauten Mann!! Mit unserem Gutscheinbuch essen wir in dem Art-Restaurant in dem wunderschönen Garten, aber das Essen (Roulade und Zander) entspricht nicht der schönen Atmosphäre. Abends zuhause Fernsehen.



Mittwoch, 3. 8. (Regen)

Wir machen die Fenstervorhänge auf: es regnet, wobei es nicht kalt ist. So frühstücken wir zum ersten Mal im Wohnzimmer. Was tun? Wir denken, eine Sightseeingtour ins Elbsandsteingebirge könnte die Lösung sein. Auf geht’s in Richtung Pirna, wo wir nach Verlassen der Stadt in einen kleinen Stau kommen, aber dann geht’s problemlos durch eine schöne Landschaft nach Bad Rathen. Der Regen hat in der Zwischenzeit aufgehört und wir wandern vom Parkplatz zur Fähre, die an einem Seil ohne Motorkraft über die Elbe gezogen wird. Kaum sind wir da, fährt sie los. Der Aufstieg zur Bastei geht nur kurze Zeit durch das touristische Dorf, dann geht es Treppe für Treppe hinauf zur Bastei, die auf ca. 350 Höhe liegt. Auf dem Weg hören wir Musik und Schüsse von dem Karl May Theater. Immer wieder wunderschöne Aussichten auf die Elbe und das Elbsandsteingebirge helfen uns, die unzähligen Treppen zu ersteigen. Oben trinken im Panorama-Restaurant Capuccino und Apfelschorle. Dann geht’s den gleichen Weg wieder runter (mein Knie ist schön brav!). Zwischendurch hören wir wieder die Karl-May-Festspiele und erreichen die Fähre „auf den letzten Drücker“.
Die Rückfahrt ist ohne Stau und nachdem wir ½ Brötchen und Joghurt gegessen haben machen wir einen ausgedehnten Mittagschlaf. Gegen 16.00 Uhr fahren wir nach Dresden und parken im Parkhaus vom Kempinsky-Hotel. Von dort laufen wir im Regen zum Einkaufszentrum „Alter Markt“. Ziemlich in der Nähe finden wir das in unserem Restaurant-Buch erwähnte Restaurant „Time“ und essen dort Rumpsteak und Salat mit Shrimps. Beides schmeckt deutlich besser als erwartet. Im Regen geht’s zurück zum Parkhaus und in unsere Pension, wo wir uns einen gemütlichen Abend machen.



Donnerstag, 4. 8.

Wir frühstücken wieder im Wohnzimmer und fahren gegen 9.30 Uhr nach Bautzen. Durch den Weg über die Autobahn schaffen wir es, innerhalb von 50 Minuten dort zu sein. Etwas außerhalb parken wir und wandern am Reichenturm vorbei in die wunderschöne Innenstadt. Auf dem Markt kaufen wir Käse und Wurst ein und streunen dann weiter durch die Gassen. Obwohl es nicht sehr warm ist, trinken wir als einzige draußen in der Nähe des Marktes Capuccino und Kirschsaft. Zunächst laufen wir in die falsche Richtung, doch dann finden wir unseren Wagen doch problemlos, so dass wir um 12.45 Uhr wieder in unserer Pension sind. Wir probieren die mitgebrachten Würstchen und den Aufschnitt und sind vom Geschmack ganz begeistert. Nach dem Mittagschlaf fahren wir gegen 16.00 Uhr nach Dresden und parken nach einigem Suchen in der Nähe von Karstadt. Von der Prager Strasse (Haupteinkaufsstrasse) aus suchen wir die Semper Oper. Zunächst kommen wir zum Zwinger, wo ein Outdoor-Konzert stattfindet. Bei der Semper Oper fragen wir nach dem „Sächsischen Landtag“, in dem lt. unserem Buch ein gute Restaurant sein soll. Es ist nicht weit uns so essen wir bald über den Dächern Dresdens mit tollem Blick auf die Altstadt eine wunderbare Fischplatte und Nudeln mit frischen Pfifferlingen. Plötzlich fängt es an zu regnen, so dass wir weiter unter einen breiten Schirm rücken müssen. Auf dem Rückweg regnet es weiterhin. Mit einmal Fragen finden wir zurück zum Parkhaus und sind gegen 20.00 Uhr wieder zurück. Helga wirft die Frage auf, ob wir noch 9 Tage jeden Tag nach Dresden rein- und rausfahren wollen oder den Urlaub lieber bald abbrechen.



Freitag, 5. 8. ( wieder sonnig)

Wir frühstücken wieder draußen bei Sonnenschein, obwohl es etwas kühl ist. Beim Frühstücken entscheiden wir uns, dass wir Sonntag zurückfahren wollen. Unsere Wirten informieren wir darüber, dass wir aufgrund einer Krankheit zuhause Sonntag zurückfahren müssten. Sie bietet uns an, einen Gutschein für die restliche Zeit zu geben, was wir dankend annehmen.
Danach fahren wir zur Festung Königstein. Wir parken auf den vorgesehenen Parkplätzen und fahren mit einer Kleinbahn den Berg hinauf. Die Festung ist ganz nett, aber nicht wirklich aufregend. Sehr schön ist der Blick auf die Elbschleife und das gegenüberliegende Elbsandsteingebirge. Wir fahren mit dem Lift wieder hinunter. Die Bedienung (eine Dame und ein Herr) könnten früher auch in Bautzen im Gefängnis als Aufseher gewesen sein. Wir wandern zum Auto zurück und fahren weiter nach Bad Schandau. Doch auch dort bleiben wir nur kurz, da der Ort nicht interessant ist. Aan der Elbe rufen wir das Hotel auf Rügen an und vereinbaren, dass wir am kommenden Donnerstag für eine Nacht übernachten würden. Gegen 13.45 Uhr sind wir wieder in der Wohnung. Da nach dem Mittagschlaf immer noch die Sonne scheint, entscheiden wir uns, noch einmal die Fahrradtour von Klein Schachnitz nach Pirna zu machen. Wir wandern dort durch die Stadt, beobachten auf dem Markt die „schreienden Verkäufer“ und trinken hinter dem Rathaus im Sonnenschein auf der Terrasse ein Bier. Nachdem wir die 10 km wieder zum Auto zurückgefahren sind, stellen wir dies in der Pension ab und wandern die Strasser bergab zum Italiener. Helgas Rumpsteak und meine Pizza schmecken hervorragend. Wahrscheinlich kommen wir morgen zurück. Danach machen wir es uns in der Wohnung gemütlich.

Samstag, 6. 8. (regnerisch)

Vor dem Frühstück darf ich erst einmal im Regen mit ca. 20 Menschen vor der Bäckerei Schlange stehen. Doch die Stimmung unter den Wartenden ist gar nicht schlecht, wenn man auch das Gefühl hat, dass das wie früher in der DDR ist.
Wir fahren zur Abwechslung mal wieder mit dem Bus in die Innenstadt, da wir erwarten dass die Parkplätze wegen des Wochenendes voll sein werden. Tatsächlich ist die Altstadt gefüllt mit Touristen. Wir entscheiden uns, die Führung in der Semper Oper mitzumachen und stellen uns eine zeit lang an. Dann ist es so weit. Herr Krebs macht die Führung in sächsischer Mundart sehr interessant, aber es ist anstrengend, alles zu hören, da auch andere Gruppen gleichzeitig in der Nähe ihre Führung abhalten. Es ist kaum zu glauben, dass die Marmor-Platten etc. gar nicht aus Marmor, sondern ein Mischung aus Beton und anderen trickreichen Zutaten ist. Beeindruckend, was Herr Semper damals gebaut hat und dass die DDR nach alten Verfahren alles wieder rekonstruiert hat. Die Führung dauert eine Stunde. Danach wandern wir über die Brühlschen Terrassen, wo wir „August der Schwache“ und andere Pantomimen bewundern. Durch großes Gedränge nehmen wir Kurs auf die noch nicht fertig gestellte Frauenkirche, die wir uns deshalb nur von draußen ansehen. Weiter auf dem „Alten Markt“ findet die Aktion „Deutschland bewegt sich“ statt. Bei Basketball-Werfen muss ich feststellen, dass es doch einige Jahre her ist, seitdem ich die letzten Würfe gemacht habe. In der Gasse, wo wir schon zweimal gegessen hatten, essen wir Solianka-Suppe und einen kleinen Salat (insgesamt zu teuer). Nachmittags fahren wir zur Moritzburg, einem Lustschloss von August dem Starken, das uns sehr gut gefällt. Wir durchwandern die vielen Säle (erstaunlich: diese vielen Geweihe) und besuchen die Sonderausstellung „Porzellan“ (was man alles von der Jagd so darstellen kann!). Dann lassen wir uns von unserem Navigator zum Restaurant „Gutsherrenhof Gorlitz“, das mitten im Industriegebiet liegt, führen. Die Atmosphäre ist sehr gemütlich und die Fischplatte schmeckt hervorragend. Ohne das Gutscheinbuch wären wir nie hierher gekommen. So wird der letzte Abend in Dresden ein Höhepunkt des Urlaubs!

Dieser Reisebericht wurde am 04. Juni 2007 von Ruegenfreund verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Dresden, Nichtraucherpension Ulrich, Radtour rund um Dresden, Dresden, Pirna, Sächsische Schweiz.

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