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Karneval in Koeln: Party pur
Köln, Jugendherberge Köln- Riehl
Dieses Jahr verbrachten wir das Wochenende von Gründonnerstag bis Rosenmontag in der Karnevalshochburg Köln. Hierzu hatten wir schon frühzeitig ein Zimmer in der Jugendherberge Köln- Riehl reserviert, die natürlich zu Karneval komplett ausgebucht war. Die Jugendherberge liegt zwischen dem Rheinufer und dem Kölner Zoo, direkt an einer U- Bahn- Station, das Zentrum konnten wir so innerhalb weniger Minuten erreichen. Die Jugendherberge erwies sich als sehr groß und gut ausgestattet, so gab es zum Beispiel im Erdgeschoss mehrere Hobby- Räume sowie eine Bar, an der sich die aus aller Welt angereisten Karnevals- Fans treffen konnten.
Natürlich verbrachten wir den Großteil unserer Zeit in Köln damit Karneval zu feiern, dennoch besichtigten wir auch einige der zahlreichen Kölner Sehenswürdigkeiten. Wir begannen unseren Kurzurlaub mit einem Ausflug ins Zentrum der Stadt und mit einem Besuch des berühmten Kölner Doms der, direkt neben dem Hauptbahnhof gelegen, jeden Besucher als erstes empfängt und das Stadtbild prägt. Wer frei von Höhenangst ist sollte auf jeden Fall auch den Aufstieg in den Turm des Doms machen, und die Aussicht über die Stadt genießen. Nach dem Besuch im Dom bummelten wir zunächst durch die Kölner City, in der es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten gibt. Am ersten Abend feierten wir auf den Rat eines Mitarbeiters des Jugendherberge hin in der Kölner Südstadt Karneval. In diesem Viertel gibt es eine riesige Auswahl an Kneipen und Restaurants, hier leben und feiern vor allem die Studenten der nicht weit entfernt liegenden Kölner Universität.
Im Laufe des Abends zogen wir, natürlich kostümiert, von Kneipe zu Kneipe und lernten zahlreiche Kölner persönlich kennen. Getrunken wird das lokale Bier "Kölsch". Es schmeckt wesentlich weniger intensiv als andere Biere und wird aus einem dünnen, schmalen Glas getrunken, der Kölschstange. Die Kölner erwiesen sich als sehr offen und kontaktfreudig und wir lernten schnell viele Menschen kennen, so dass das Feiern doppelt Spaß machte.
Trotz dem turbulenten ersten Abends nutzten wir den nächsten Mittag um die Kunstausstellung im Museum Ludwig, direkt am Domplatz zu besuchen. Nicht weit entfernt, auf einem Boot am Rheinufer liegt auch das Schokoladenmuseum, in dem die Geschichte dieser Süßigkeit dargestellt wird. Auch hier verbrachten wir einige Zeit. Besonders gefiel mir persönlich der Schokoladenbrunnen, an dem die Besuche frische Waffeln mit geschmolzener Schokolade probieren können. Danach fuhren wir mit der Gondelbahn über den Rhein und genossen auch hier den schönen Ausblick über Fluss und Stadt. Abends aßen wir in einer zu einer der großen Kölsch- Brauereien gehörigen Kneipen, dem Früh, eine regionale Spezialtät des Rheinlands die uns besonders empfohlen worden war, nämlich Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Abends entschieden wir uns diesmal für ein ruhigeres Programm und unternahmen einen langen Spaziergang entlang des Rheinufers.
So waren wir am nächsten Morgen fit für einen Ausflug in den Kölner Zoo, der ja nicht weit von der Jugendherberge entfernt ist. Besonders beeindruckte uns das neu gebaute Elefantengehege, in dem zwei große Elefantengruppen mit mehreren Jungen leben. So verbrachten wir wesentlich mehr Zeit als geplant im Zoo, und machten uns nach dem Abendessen in der Jugenherberge und einer kurzen Pause direkt auf den Weg zu der Kölner Partymeile schlechthin, den Kölner Ringen. Die Ringe umrunden die Innenstadt, hier gibt es eine Diskothek neben der anderen sowie zahlreiche Bars und Clubs. Am Karnevalswochenende wurde natürlich auch hier überall Karneval gefeiert, und überall war viel los. So begannen wir den Abend in einer Bar und landeten schließlich in dem Club Nachtflug. Nach einer langen Nacht mussten wir am Karnevalssonntag erstmal ausspannen.
Nach einem späten Frühstück in einem Café der Innenstadt begaben wir uns so, natürlich kostümiert, zu unserem ersten Karnevalsumzug: dem Umzug der Kölner Schulen und Viertel, der am Sonntag durch das ganze Zentrum Kölns führt. Da wir rechtzeitig vor Zugbeginn da waren ergatterten wir noch einen guten Platz in der Menge und konnten den Umzug gut sehen. Neben den bunten, kreativ gestalteten und vielfältigen Wagen war schon allein die Stimmung unter den Zuschauern den Besuch wert. So blieb es, trotz aller guter Vorsätze, nicht beim reinen Zuschauen, und auch am Sonntag kehrten wir erst spät in die Jugendherberge zurück. Montags war dann der große Tag des berühmten Rosenmontagsumzugs in Köln. Schon als wir mittags in die Innenstadt kamen war diese randvoll mit Menschen, die alle zum Zugweg drängten. Auch wir suchten uns einen Platz, und nutzten das Warten auf den Umzug um schon ein bisschen zu feiern und ein paar Kölsch zu trinken. Der Rosenmontagsumzug erwies sich als besonders lang und farbenfroh. Wir machten unzählige Fotos von den liebevoll gestalteten Zugwagen mit den riesigen Pappfiguren und den zahllosen Kapellen die im Zug mitgingen. Auch hier gefiel uns vor allem die Vielfalt der Ideen und Kostüme der Zugteilnehmer, und der Umzug erwies sich als echtes Highlight des Kölner Karnevals. Nebenbei fingen wir auch einige der berühmten Kamelle, die wir aber an die umstehenden Kinder weitergaben.
Erschöpft aber zufrieden über ein abwechslungsreiches Party- Wochenende verließen wir Montags Abends Köln und machten uns auf die Heimreise.
Dieser Reisebericht wurde am 13. Juni 2007 von Vivacolonia
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Köln, Jugendherberge Köln- Riehl, Karneval in Koeln: Party pur, Bericht über ein langes Wochenende zum Karneval in Köln - Übernachtete haben wir in einer Jugendherberge- Party in der Partyhochburg.
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