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Überraschungstrip nach Goslar im Harz

Goslar, Der Achtermann

Viel Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht. Der Kurzurlaub nach Goslar im Harz, wurde von meinen Mann im Internet gebucht und sollte eine Überraschung für mich sein und wurde es auch. Zwei Stunden benötigte ich für das Packen und dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Goslar. Wir reisten mit unserem eigenen Fahrzeug.



Gebucht hatte mein Mann 4 Übernachtungen mit Frühstück in einem Komfortzimmer im 4- Sterne Tagungshotel „Der Achtermann“, in der Rosentorstraße 20. Das Hotel verfügt über 152 Zimmer und liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und in direkter Nähe der Altstadt und der Einkaufsstraße. Ein angrenzendes Parkhaus, in dem wir zu einem ermäßigten Preis unser Fahrzeug abstellen konnten, ersparte uns eine stressige Parkplatzsuche. Vom Parkplatz aus war ein direktes Betreten des Hotels möglich. Der Besuch des Whirlpools, des Wellnessbereiches, der Sauna und des Freibades waren kostenlos. Bademantel und Handtücher wurden vom Hotel gestellt.

Das Hotel wirkt, mit seinen beiden Türmen und der wuchtigen Fassade, bereits sehr historisch und imposant auf mich. An der Rezeption wurden wir sofort freundlich begrüßt und konnten in kurzer Zeit den Zimmerschlüssel in Empfang nehmen. Über einen Aufzug, Treppen und Gänge gelangten wir in das Komfortzimmer, das auch „Hochzeitszimmer“ genannt wird. Es befand sich ganz oben in einem Turm und hatte teilweise runde Aussenwände. Das ebenfalls leicht gerundete, große Bad begeisterte mich mit seiner komfortablen Ausstattung. Auch das Zimmer war sehr groß und geräumig und natürlich mit SAT- TV, Minibar, Telefon und einer geschmackvollen Einrichtung ausgestattet. Vom Balkon aus hatte ich einen wunderbaren Ausblick über einen Teil Goslars.

Goslar mit seiner über tausendjährigen Geschichte, liegt im Harz und ist von einem hohen und saftig- grünen Mischwald umgeben. Auf den gut ausgeschilderten Wanderwegen können unterschiedlich lange Tagestouren unternommen werden. Die vielen Sehenswürdigkeiten in Goslar können ebenfalls über einen 1- 4stündigen Rundgang besucht werden.



Ein „Muss“ für jeden Urlauber ist die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte Kaiserpfalz mit ihren wunderbaren Historiengemälden aus dem 19.Jahrhundert, dem Museum im Untergeschoss und der Besichtigung der Grabplatte Heinrich des Dritten in der Ulrichskapelle. Ausgetretene Steinstufen führen tief in ein kühles Kellergewölbe hinab. Der Besucher wird von monotonen Mönchsgesängen empfangen und trifft auf die Grabplatte, unter der Herz und Innereien Heinrich des Dritten, auf seinen eigenen Wunsch hin, begraben wurden.

Um die historischen Gemälde besichtigen zu können, musste ich eine Eintrittskarte für 4,50 Euro erwerben und konnte damit an den Erklärungen zu den Gemälden teilnehmen. Der Künstler hat einige optische Täuschungen in die Gemälde einfließen lassen. So hat es den Anschein, als schaue der große Rappe dem Besucher stets nach, an welcher Stelle des Raumes er sich auch gerade befindet. Auf der großen Rasenfläche vor der Kaiserpfalz werden die Besucher bereits von zwei Reiterstandbildern begrüßt. Auf einem Pferd sitzt majestätisch Kaiser Friedrich I (Barbarossa) und auf dem zweiten Pferd Kaiser Wilhelm der Große. Rechts und links werden die Reiterbilder von zwei mächtigen Löwen bewacht.

Viele verschachtelte Gassen mit Kopfsteinpflaster schlängeln sich durch Goslar. Überall stehen mittelalterliche Wälle, Türme und Festungsanlagen, deren Besichtigung lohnenswert ist. Alte, geschichtsträchtige Bauten, Fachwerkhäuser und Arkaden beherbergen heute entweder kleine Geschäfte, Kneipen, Cafés oder Restaurants. Mindestens zwei Mal täglich bummelte ich durch die gemütliche Altstadt und erlaubte mir ein Stück selbstgebackene Torte, eine Portion Eis oder erfrischte mich mit einem leckeren Getränk.



Mittelpunkt Goslars ist der große Marktplatz mit seinem mittig angelegten Springbrunnen. Am Giebel des Kämmereigebäudes öffnen sich vier Mal am Tage drei Türmchen und es erscheinen gut erkennbare Figuren, die Szenen aus dem Bergbau darstellen. Der Marktplatz und das Rathaus werden von den beiden ungleichen Türmen der Marktkirche überragt.

Vom Marktplatz aus werden Kutschfahrten für Urlauber angeboten. Ich entschied mich aber, in die Eisenbahn „Tschu- Tschu“ einzusteigen, die mich für wenige Euro gemächlich durch Goslar fuhr. Auf diese Weise konnte ich alle Sehenswürdigkeiten betrachten, die ich bis dahin noch nicht aufgesucht hatte.
Besonders schön und interessant sind das Zinnfigurenmuseum und auch das Glasstudio. Edles Glas aus Italien wird hier zu kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet und zum Kauf angeboten.

Das Erzbergwerk Rammelsberg ist ebenso wie die Kaiserpfalz anerkanntes Weltkulturerbe. Seit 1988 ist das Bergwerk stillgelegt und enthält heute ein sehr interessantes Museum. Für Besucher werden Führungen unter Tage angeboten, die Einblicke in 850 Jahre bergmännische Arbeit und Geschichte vermitteln.

Ein Weg zur Lohmühle lohnt in jedem Fall. Die Lohmühle ist ein Denkmal der Technikgeschichte, denn sie ist noch mit einem unversehrten Stampfwerk ausgerüstet. Gleich neben der Lohmühle, im Gemeindehof 3 - 5, liegt aber auch ein Restaurant, das sich „Wirtshaus an der Lohmühle“ nennt. Als ich das rustikale, historische Gebäude berat, fiel mir als erstes die mächtige Theke auf, die das Zentrum des Raumes bildet. Um die Theke herum waren hübsch dekorierte Holztische und bequeme Holzbänke und Stühle angeordnet. Die erste Etage wurde ebenfalls als Gastraum genutzt. Hier befanden sich ausserdem die hygienisch sauberen Toiletten. Im Biergarten und auf einer Aussenterrasse war das Speisen im Freien möglich. Die Gerichte waren preisgünstig und äusserst delikat zubereitet. Hier stimmte das Preis- Leistungsverhältnis.

Das Gasthaus „König von Bayern“ auf dem Marktplatz von Goslar, bietet, wie der Name bereits sagt, bayrische Gerichte an. Wer es deftig und herzhaft mag, wird hier sicher etwas Leckeres finden. Sehr edel wirkt dagegen das Restaurant „Altdeutsche Stuben“, das sich im Hotel Achtermann befindet. Aus einem alten Wehrturm entstand dieses historische Restaurant, in dem es einiges zu bestaunen gibt. Den Abend konnten wir an der gemütlichen Achtermann-Bar bei einem Cocktail ausklingen lassen.

Goslar ist eine wunderschöne Stadt, mit vielen Sehenswürdigkeiten, viel Unterhaltung, einer gemütlichen Atmosphäre und freundlichen und aufgeschlossenen Bewohnern.

Dieser Reisebericht wurde am 20. Juli 2007 von anja verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Goslar, Der Achtermann, Überraschungstrip nach Goslar im Harz, kurzurlaub im Harz Goslar relxen wandern wellness super urlaub tolles hotel tipps und erfahrungen über urlaub in goslar.

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