Sonntag, 7 . 08.
Wir fahren gen 9.30 Uhr los. Die Autobahn bis Lübeck ist zwar ziemlich voll, aber bis auf eine kurze Strecke bei Hamburg, wo wir Stopp an Go fahren, kommen wir problemlos voran und sind nach einem Einkauf im Bauernladen gegen 15.45 Uhr in Wiek. Wir bewundern das neue Bistro und die Geschäfte und bekommen dann von Frau Tschock (sehr nett!) den Schlüssel ausgehändigt. Die Spannung lässt nach, da in unserer schönen Wohnung alles in Ordnung ist – so fühlen wir uns sofort zuhause. Wir packen kurz aus und gehen dann ins Bistro zum Abendessen (Helga: Rumpsteak, ich Filets – beides nicht schlecht, aber eigentlich nur auf den ersten Blick günstig).
Montag, 08.08.
Bei herrlichem Sonnenschein frühstücken wir auf unserer Terrasse; leider ärgern uns die Wespen, so dass wir überlegen, zukünftig doch lieber im Wohnzimmer zu essen. Wir fahren zur Schaabe, parken den Wagen auf dem öffentlichen Parkplatz, gehen zum Strand und wandern ca. 2 km am Wasser entlang Richtung Glowe. Auf dem Rückweg bade ich und Helga macht ihre Beobachtungen vom Strand aus. Wir essen Fischsuppe im Bistro und machen einen Mittagschlaf. Nachmittags fahren wir mit dem Fahrrad nach Dranske bis zum Bug. Abends essen wir wieder im Bistro, sind aber mit der Qualität nicht glücklich.
Dienstag, 09. 08.
Das Frühstück im Wohnzimmer ist durch das nicht Stören der Wespen ruhiger und dadurch genussvoller. Wir fahren mit dem Wagen nach Sellin und wandern dort bei teils sonnigem Wetter an den schönen Häusern mit den Fassaden des 19. Jahrhunderts vorbei zum Strand. Wir stellen fest, dass der Fußmarsch am Wasser entlang nur ca. 500 m nach beiden Richtungen möglich ist. Auf dem Rückweg zum Wagen kaufen wir uns noch einen Sonnenschutz, um bei weiteren Strandaufenthalten besser vor dem Wind geschützt zu sein. Danach essen wir noch ein leckeres Matjesbrötchen. Nachmittags fahren wir mit dem Rad nach Breege und ärgern uns, dass dort keine Werbung für die Hafenhäuser Wiek gemacht wird. Auf dem Rückweg halten wir beim Wittower Krug, trinken dort ein Bier und unterhalten uns mit dem Ober. Abends essen wir in der Bismarkstube und sind wieder von der Qualität begeistert.
Mittwoch, 10. 08.
Es ist kühler geworden. Wir fahren mit dem Wagen nach Putgarden und wandern von dort zu den Leuchttürmen von Kap Arkona und weiter an den Schleen vorbei zum Abstieg und dann wieder zurück.
Nachmittags sind wir faul und bleiben auf dem Balkon. Abends essen wir früh und bestellen auf Empfehlung des Chefs beide Dorsch mit Gemüse – wieder sehr lecker!
Donnerstag, 11. 08.
Es ist bedeckt. Wir fahren zum Parkplatz vom Königsstuhl und wandern an dem romantischen See vorbei bis zu den Kreidefelsen. Auf dem Rückweg wollen wir unterhalb des Königstuhls etwas trinken, dabei fallen ein paar Regentropfen – bald ist es aber mit dem Regen wieder vorbei, so dass der Rückweg durch den schönen Buchenwald wieder Spaß macht. Am Parkplatz genießen wir Erbsensuppe mit Rügener Würstchen – verkauft von einem sehr netten älteren Herrn. Nach dem Mittagschlaf tanken wir mit langer Wartezeit und kaufen dann im Netto-Laden ein. Abends essen wir in den Bismarkstuben Lachs und Salat sowie Hecht auf Gemüse. Der Salat ist gut, aber wieder Erwarten ist der Lachs gebraten, so dass mein Hecht (sehr lecker!) Helgas Essvergnügen rettet.
Freitag, 12. 08.
Es ist windstill und trocken. Deshalb fahren wir mit dem Fahrrad zunächst nach Breege und dann weiter die 10 km durch den Wald der Strasse entlang nach Glowe. Das Auf und Ab des Weges gefällt uns sehr gut. Als wir in Glowe ankommen kommt die Sonne durch und wir trinken gemütlich am Strandplatz ein Weißbier. Wir stellen fest, dass uns Glowe bei weitem nicht so gut gefällt wie Wiek, auch der Strand ist eng und nicht sauber. Dann geht’s wieder 15 km zurück. Nachmittags lassen wir es mit Spazierengehen und auf dem Balkon sitzen ruhig gehen. Abends wollen wir in die Bismarkstuben, aber wir sehen, dass eine große Anzahl gut gekleideter Personen gerade vor uns ins Restaurant gehen. So entscheiden wir, im Wittower Krug zu essen. Obwohl es nicht ganz trocken ist, können wir unter einer ausgefahrenen Jalousie – gestört von einigen Wespen – draußen essen. Helga bestellt heroisch Fischsuppe und nicht die Rippchen und ich Matjes. Den ganzen Abend über denkt sie immer noch an die verpassten Rippchen. So ein Pech.
Samstag, 13. 08.
Heute ist Kunsthandwerker-Markt in Gingst. Wir parken den Wagen ca. 500 m entfernt in einer Seitenstraße, kaufen bei Schlecker Kleinigkeiten ein und freuen uns, dass auf dem Markt viele schöne Dinge angeboten werden. Helga kauft ein Halstuch, dann finden wir Stand der Töpferei aus Putbus und kaufen uns 2 weitere Eierbecher und eine Übertopf. Von Leuten in alten Trachten werden alte Lieder gespielt und gesungen. Plötzlich zeigt Helga auf große Porzellan-Figuren in einer Töpferei. Eine witzige Frauenfigur gefällt uns beiden. Die „Waldorf“-Besitzerin erzählt uns, dass ein Arm abgebrochen war, der dann wieder angeklebt wurde und diese Figur, weil sie nicht winterfest ist zum reduzierten Preis von 180 € verkauft wird. Wir entscheiden uns, diese Figur zu kaufen, trinken noch etwas im angrenzenden Restaurant und holen dann den Wagen nah heran, um sie in Decken gehüllt nach Hause zu fahren. Wir nennen sie Rügina. Nach dem Mittagschlaf kommt die Sonne raus und es wird wärmer. Wir fahren mit dem Auto zur Schaabe, wandern durch den Wald in Richtung Bodden und gehen dann auf die Ostseeseite, wo ich bei ca. 25° C FKK bade. Um 18.00 Uhr essen wir wieder sehr lecker in den Bismarkstuben (Helga: Flunder, ich: Zander). Wir froh, dass wir auf das Grillen im Wittower Krug verzichtet haben, da dort ein großer Andrang am Buffet war. Abends auf der Terrasse sehen wir viele Schwärme Wildgänse, die zum Teil direkt über unser Haus fliegen. Herrlich!
Sonntag, 14. 08.
Wir wandern zunächst zum Markttag von Wiek (leider nur Billigkram), von dort weiter am Bodden entlang bis ca. 1 km vor dem Fisch-Imbiß von Kuhle. Auf dem Rückweg begutachten wir das stark abgesicherte Haus am Bodden, bei dem die Zäune bis ins Wasser geführt sind. Nach ca. 1 ¼ Stunden sind wir wieder am Hafen von Wiek und essen dort ein Fischbrötchen. Nachmittags regnet es. Ich schaue mir im Fernsehen die Leichtathletik-Europameisterschaften an, Helga rätselt auf dem Balkon und beobachtet Leute. Abends essen wir in den Bismarkstuben das vorher bestellte Cordon Bleu.
Montag, 15. 08
Es hat in der Nacht geregnet, das Wetter wird aber vormittags besser. Wir fahren zu den Steinfeldern in der Nähe von Binz. Zunächst besuchen wir die neue Großbäckerei, die in der Nähe des Parkplatzes zu den Steinfeldern aufgebaut worden ist. Dann wandern wir von den Parkplätzen aus auf sehr schönen Waldwegen ca. 2 ½ km bis zu den Steinfeldern. Das riesige Gebiet ist durch die unterschiedlichen Sträucher und Heide immer wieder in kleine Felder aufgeteilt. Aus den umliegenden Wäldern hört man unbekannte Vogelstimmen. Auf der Rückfahrt essen wir Milchreis und Fischsuppe im Bobbiner Aparthotel Leutturm. Ständiger Autoverkehr stört sehr. Nachmittags kaufen wir zunächst ein, lesen zunächst, weil es regnet und können dann doch ca. 1 Std. im Sonnenschein entlang dem Bodden wandern. Dabei beobachten wir die Kiting-Segler und stellen fest wie schwer dieser Sport doch sein muss.
Um 18.00 Uhr essen wir in der Bismarkstube „Hecht auf Schnibbelbohnen“ und „Nasigoreng mit Putenstreifen“ – beides wieder sehr lecker! In den Tagesthemen wird über den Kampf von Delmenhorst gegen Rieger berichtet. Abends ziehen wieder 200 – 300 Wildgänse an unserem Haus vorbei.
Dienstag, 16. 08.
Wir schlafen lange, verpassen ja auch nichts, da es zum ersten Mal richtig regnerisch verhangen ist. Nach dem Frühstück gehen wir zu Schlecker und Edeka, um Einkäufe zu tätigen. Danach lesen wir. Schön, dass wir ein so gemütliches Zuhause haben. Gegen 14.45 Uhr fahren wir bei regnerischem Wetter nach Bergen. Kurz vor Bergen wird es heller und in Bergen kommt kurzfristig sogar die Sonne heraus. Wir besuchen in der Nähe der Kirche die Kunsthandwerker-Ausstellung und suchen das schöne Romantikhotel, um dort etwas zu essen und zu trinken. Die Schokolade und die Erdbeer-Sahnetorte schmecken sehr gut. Bei gutem Wetter wandern wir noch durch das Zentrum von Bergen. Auf der Rückfahrt regnet es wieder; in Wiek ist es auch noch sehr stürmisch. In den Bischofsstuben essen wir Zander mit Pfifferlingen und Tagliatella-Nudeln (auch sehr lecker).
Mittwoch, 17. 08.
Beim Aufstehen sieht das Wetter noch sehr undurchsichtig aus. Doch nach dem Frühstück hat sich der Wind gelegt und die Sonne durchgesetzt. Wir stellen den Wagen in Juliusruh ab und wandern am breiten Sandstrand entlang ca. 2 ½ km in Richtung Glowe und wieder zurück. Bei dem herrlichen Sonnenschein und dem Platschen des Wassers macht es viel Spaß. Nur direkt am Wasser sind z.T. dunkle Ablagerungen von Algen (evlt. Blaualgen – Warnungen in anderen Gebieten der Ostsee) und Quallen. Wir kaufen Räucherfisch und genießen ihn zuhause. Nach dem Mittagschlaf lesen wir zunächst auf unserer Terrasse. Dann fahren wir mit dem Fahrrad über Kuhle nach Bakenberg und trinken auf dem Rückweg 1 Bier am Hafen von Kuhle. In den Bischofsstuben empfiehlt man uns Steinbutt: wieder herrlich!!
Donnerstag, 18. 08.
Es klart am Morgen auf und so fahren wir zum Teil im Sonnenschein mit dem Fahrrad über Breege durch den Wald an der Schaabe entlang nach Glowe, trinken dort etwas und fahren dann wieder zurück. Es macht wieder Spaß. Nachmittags fahren wir mit dem Wagen nach Umanz und stellen den Wagen in der Nähe des Aussichtsturms ab. Wir hören nur die Geräusche der ca. 1 km entfernten Vögel (Gänse, Schwäne etc.). Durch das Fernglas können wir Hunderte von Vögeln bewundern, einfach toll! Auf dem Rückweg kaufen wir in einem großen Bauernladen Marmelade. In den Bischofstuben essen wir Nudeln mit Champignons (etwas enttäuschend) und Rumpsteak mit Gemüse (sehr gut). Von Antje hören wir, dass wir wohl am kommenden Dienstag Großeltern werden, da die Gefahr der Infektion größer ist als dass das Kind noch nicht weit genug entwickelt ist. Abends lesen wir auf dem Balkon.
Freitag, 19. 08.
Die Sonne lockt; es ist ca. 20° C warm. Wir fahren nach dem Frühstück mit den Fahrrad zunächst gegen stärkeren Wind nach Juliusruh und dann immer am Ufer entlang nach Vitt bei Kap Arkona – ein wunderschöner Weg. In Vitt wird gerade ein Hochzeitspaar mit Kind vom Fotografen an verschiedenen Uferplätzen fotografiert. Zurück fahren wir mit Wind im Rücken – das ist natürlich leichter – nach Breege und essen dort am Hafen 1 Portion Rotbarschfilet mit Kartoffelsalat. Gegen 15.00 Uhr fahren wir zur Schaabe und wandern am Strand entlang. Als die dunkle Wolkenwand im Hintergrund die ersten Tropfen abgibt, kehren wir nach ca. 20 Minuten um und bekommen auf dem Rückweg noch einen kleinen Schauer ab. Die Zeit zuhause nutzen wir zum Säubern des Abstellraums und zum Staubsaugen in der Wohnung (so ganz gut wird vom Reinigungsdienst nicht sauber gemacht).
Samstag, 20. 08.
Die Rückfahrt ist problemlos
Dieser Reisebericht wurde am 21. Mai 2007 von Ruegenfreund
verfasst.
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