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Kurzurlaub in Hamburg

Hamburg, Hotel York

Im Mai 2007 war ich für ein verlängertes Wochenende in Hamburg. Der Kurzurlaub hat sich wirklich gelohnt. Es heißt ja, Hamburg gehört zu den schönsten Städten Europas. Dies kann ich nach meinem Besuch nur bestätigen. Aus Süddeutschland bin ich mit einem Billigflieger in die Hansestadt angereist. Ich nahm den Airport Express zum Hauptbahnhof. Einfache Fahrt kostete fünf Euro. Das fand ich völlig okay.



Das Hotel hatte ich über das Internet gebucht. Hotel York ist ein kleines, charmantes Hotel im zentralen Stadtteil Uhlenhorst, das schnell mit U-Bahn und Bus zu erreichen ist. Fünf Minuten zu Fuß zur Alster, zur Innenstadt ungefähr 20 Minuten. Besser geht es nicht. Das Hotel befindet sich in einer alten Jugendstilvilla, typisch für das Viertel. Das schöne an Hamburg finde ich: es bietet etwas für Erholungssuchende, Kulturinteressierte und Szenegänger gleichermaßen. Da ich quasi direkt an der Alster gewohnt habe und das Wetter super war, bot es sich an, dass ich viel zu Fuß erkundet habe.

Es war herrlich, am Ufer der Alster zu flanieren, die Segelbote zu beobachten oder in einem der zahlreichen Cafés entspannt einen Capuccino zu trinken. Was mir gleich aufgefallen ist: Hamburg ist eine extrem grüne Stadt, was den Erholungswert sofort steigert. Ein absoluter Geheimtipp an der Alster ist die Alsterperle. In dem kleinen Imbiss gibt es mittags Herzhaftes – wie Bohnensuppe mit Speck – für wenig Geld und einen fantastischen Ausblick gratis dazu. Wenn man genügend Zeit hat, sollte man auf jeden Fall die Alster einmal umrunden (7,4 km). Eine tolle Villa neben der anderen. Aus dem Staunen kommt man kaum raus. Von meinem Hotel konnte ich locker in 20 Minuten in die Innenstadt laufen. Stilvolle Bauten mit grünen Dächern prägen das Stadtbild. Das imposante Rathaus kann man besichtigen und lohnt den Besuch. Um den mondänen Jungfernstieg an der Binnenalster gruppieren sich eher die noblen Geschäfte.



Die größte Einkaufsstraße heißt Mönckebergstraße. Von hier aus kann man auf zig weitere, kleine Einkaufsstraßen abzweigen. Es bleiben keine Wünsche offen. Die neue Europa-Passage ist gigantisch. Auf fünf Ebenen verteilen sich 110 Geschäfte unter einem Dach. Sucht man allerdings ausgefallene Boutiquen und Läden von Hamburger Designern, kann ich das Schanzenviertel empfehlen. Vor allem die Marktstraße sollte man nicht verpassen. Es ist nicht schick, aber bunt und lebendig. Auch abends ist hier viel los. Das Viertel hat sich mittlerweile als angesagtes Szene- und Ausgehviertel etabliert.

Selbstverständlich habe ich auch das Wahrzeichen von Hamburg, den Michel, erklommen. Es ist eine alte Kirche. Der Kirchturm ist allüberragend. Die Aussichtsplattform bietet einen sagenhaften Blick über Hamburg und den Hafen. Bei guter Sicht sollte man die 453 Stufen auf jeden Fall in Kauf nehmen.

Da Hamburg eine Vielzahl von bekannten Musicals anbietet, war ein Musical-Besuch für mich Plicht. Die Karten sind schon recht teuer, aber es ist auch ein besonderes Ereignis. Ich hatte Glück. An den Landungsbrücken gibt es einen Laden, wo man günstig Restkarten kaufen kann. Ich habe mir den Klassiker „König der Löwen“ angeschaut. Das Musical hat mir tatsächlich eine Gänsehaut bereitet. Die Kostüme sind unglaublich und die Musik einfach wunderschön. Nach dem Musical-Besuch stand ein Besuch der Reeperbahn auf dem Programm.



Es ist wohl das bekannteste Amüsierviertel der Welt. Ich war zuerst wie erschlagen von den vielen Lichtern und Menschen. Hier reihen sich Club an Club und Sexshop an Sexshop. Es gibt viel zu sehen und ich bekam den Mund vor Staunen nicht zu. Besonders nett fand ich die Kneipe Silbersack. Sehr einfach und bodenständig, aber irgendwie cool. Hier findet man Leute aus allen Schichten, die locker miteinander reden. Hinter der Theke steht noch oft Tante Erna, 80jährig. Das
Bier gibt es nur aus Flaschen und die Musik nur aus der Musikbox. Hans Albers, Udo Jürgens und andere Schlager sorgen für eine bombige Stimmung. Ja, so eine Kiez-Nacht macht hungrig. Doch wo gibt es mitten in der Nacht noch etwas Leckeres zu essen? Der Geheimtipp vom Taxi-Fahrer: Erikas Eck im Schanzenviertel. Das urige Lokal direkt neben dem Schlachthof ist Kult. Von 19.00 – 14.00 Uhr wird ein Schnitzel serviert, das so groß ist wie der Teller. Wahnsinnig lecker und günstig! Durch die ungewöhnlichen Öffnungszeiten ist das Lokal gerade bei Nachtschwärmern sehr beliebt.

Absolutes Pflichtprogramm bei einem Hamburg-Besuch ist natürlich eine Hafenrundfahrt. Die Fahrt in der Barkasse geht auch durch die Fleete der Speicherstadt. Es ist weltweit der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex. Die roten Backsteinhäuser sind irgendwie mystisch. Ich hatte sofort den Duft von Kaffee und Gewürzen in der Nase.

Leider ging der Kurzurlaub viel zu schnell zu Ende. Ich hatte noch einiges auf dem Programm: den Elbvorort Blankenese, den traditionsreichen Hamburger Fischmarkt und die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“. Ich komme wieder, keine Frage!

Dieser Reisebericht wurde am 14. Juni 2007 von abba verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Hamburg, Hotel York, Kurzurlaub in Hamburg, .

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