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Kurzurlaub in Berlin-gruenes Berlin

Berlin, Pension Hubertus in Berlin-Reinickendorf

Ausgangspunkt unserer Unternehmungen war die Pension Hubertus in Berlin-Reinickendorf. Sie liegt in einem grünen Außenbezirk der Stadt und bietet trotzdem einen optimale Verkehrsanbindung in die Innenstadt von Berlin. Nur wenige Meter von der Pension entfernt liegen der S-Bahnhof und mehrere Bushaltestellen.



Wir haben uns daher auch zuerst den Norden von Berlin angeschaut. Nur wenige Gehminuten von unserer Pension entfernt liegt das Tegeler Fließ. Eine faszinierende, urwüchsige Landschaft, die damals in der Eiszeit entstanden ist. Das Tegeler Fließ ist heute auch ein Naturschutzgebiet, in dem die unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat gefunden haben. Bei unserem Morgenspaziergang kreuzte ein Graureiher unseren Weg, Enten wollten gefüttert werden und auf den entlegenen Wiesen konnten wir sogar Rehe beobachten. Auch Wildschweine haben auf beiden Seiten des Weges deutliche Spuren hinterlassen – ihnen sind wir zum Glück aber nicht begegnet. Die Wanderwege im Fließtal sind sehr gut ausgeschildert und wenn man möchte, kann man dem Weg nach Lübars folgen, der am Hermsdorfer See vorbei führt oder man wählt den Weg in Richtung Tegel und stattet dort auch gleich dem Tegeler See einen Besuch ab.

Wir haben uns für die Route nach Lübars entschieden und sind nach einem wunderschönen Spaziergang durch eine unberührte Natur im einzigen Dorf Berlins angekommen. Wir staunten nicht schlecht, als wir uns inmitten von Reiter- und Bauernhöfen, endlos anmutenden Wiesen und eingezäunten Weiden wieder fanden. Um den romantischen, kleinen Dorfanger gruppieren sich die Dorfschule, die Feuerwache und der Dorfkrug, der sich wunderbar für die verdiente Mittagspause angeboten hat. Auch abends kann man sich hier ein paar gemütliche Stunden machen, denn der Dorfkrug bietet einen rustikalen, urgemütlichen Biergarten. Wem der Sinn nach einem süßen Nachtisch steht, der sollte der einzigen Straße, die durch Lübars führt, folgen. Man trifft dann direkt auf die Eisdiele Angelina. Sie ist zwar winzig klein, bietet aber vor dem Laden einige Tische und Stühle, an denen bei leckerem, hausgemachten Eis zu wirklich fairen Preisen eine weitere Pause einlegen kann.



Für diesen Tag sind wir genug gewandert, also haben wir uns einfach in den Bus der Linie 222 gesetzt, der uns fast bis an die Pensionstür gefahren hat. Mit der Linie 222, die im 10-Minuten-Takt zwischen Lübars und Tegelort verkehrt, sind wir am nächsten Tag auch zu unserem nächsten Ausflug aufbebrochen. Unser Ziel war Tegel, welches man von unserer Pension aus mit einer zehnminütigen Busfahrt erreichen kann.

In Tegel angekommen haben wir dann deutlich gemerkt, dass wir uns in der Großstadt befinden. Viel Verkehr und noch mehr Menschen. Tegel bietet diverse Einkaufsmöglichkeiten, angefangen von großen Kaufhäusern bis hin zu kleinen Kram- und Souvenirläden. Wer direkt zum Shoppen nach Tegel fährt, für den lohnt sich ein Besuch in den Borsighallen. Hier wurde aus den ehemaligen Borsighallen, in denen früher Dampflokomotiven gefertigt wurden, ein hochmodernes Shoppingcenter in die denkmalgeschützten Anlagen von 1898 integriert und von daher sind die Borsighallen auch für Architekturfreunde wirklich sehenswert. Alle anderen freuen sich sicher an den vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten - hier gibt es über 100 verschiedene Geschäfte – oder an den Restaurants und Bars. Möchte man abends weggehen, dann sind die Borsighallen der richtige Anlaufpunkt. Es gibt ein Kino, in dem die neuesten Blockbuster laufen, eine Disco und wer es sportlicher mag, der kann das Bowling-Center besuchen.

Uns stand der Sinn allerdings nicht nach einem Shopping-Bummel, auch wenn die Möglichkeiten noch so verlockend waren. Wir schlenderten gemütlich durch die Fußgängerzone, die zum Tegeler See führt. Auf beiden Seiten gibt es unzählige gemütliche Bars und Restaurants der unterschiedlichsten Nationen. Wir haben uns für eine Kaffeepause in den Tegeler Seeterrassen entschieden. Von dort hat man einen traumhaften Blick über den Tegeler See, der immerhin mit einer Fläche von über 300 ha der zweitgrößte See Berlins ist. Diesen Blick mussten wir aber anscheinend mitbezahlen, denn das Preis-Leistungsverhältnis war nicht unbedingt angemessen. Anschießend besichtigten wir die Greenwichpromenade und spazierten über die rote Hafenbrücke – auch Sechserbrücke genannt. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann hier direkt neben der Sechserbrücke ein Partie Minigolf spielen, oder ein paar Meter weiter zum Wasserspielplatz an der Malche laufen. Der Wasserspielplatz im Freizeitpark Tegel bietet den Kleinen mehrere Wasserbecken, in denen man aber immer noch sehr gut stehen kann, eine Kletterlandschaft und eine Höhle, die man durchstreifen kann, sowie eine Hängebrücke und Kletterseile, die über die Wasserbecken führen. Natürlich kann man auch Fußball spielen, schaukeln oder die große Seilbahn benutzen. Der Eintritt im Freizeitpark ist angenehmerweise kostenlos.



Am Freizeitpark gibt es auch die Möglichkeit, sich ein Tret- oder Motorboot auszuleihen. Wir haben uns für das Tretboot entschieden und sind von der Anlegestelle an der Malche eine Stunde mit dem Tretboot über den Tegeler See gekreuzt. Es hat wirklich Spaß gemacht, die Promenade einmal von der Wasserseite aus zu betrachten und fast waren wir versucht, eine der Inseln anzusteuern, die im Tegeler See liegen. Auf dem Tegeler See gibt es tatsächlich mehrere Inseln, einige davon sind sogar bewohnt. Den Inselbewohnern kann man sogar einen Besuch abstatten. Eine Fähre verkehrt mehrmals am Tag zwischen den Inseln und dem Festland. Anlegestellen der Fähren sind Saatwinkel oder Tegelort – auch zu erreichen mit dem Bus 222, in dem man einfach bis zur Endhaltestelle fährt. Von Tegel aus kann man auch zu einer Dampferfahrt starten, je nach Belieben ein – oder mehrstündig.

Wir waren nach diesem Ausflugstag ziemlich überwältigt von der Vielfalt, die der Berliner Norden zu bieten hat. Natürlich wollten wir wenigstens noch einen Nachmittag in der City verbringen. Kurzerhand haben wir uns also in die S-Bahn gesetzt und sind mit der Linie S1 vom Bahnhof Waidmannslust aus, bis zum Bahnhof „Unter den Linden“ gefahren. Ohne einmal umsteigen zu müssen befanden wir uns in einer halben Stunde mitten in der City und waren fasziniert von den riesigen Bauten auf der Straße „Unter den Linden“. Natürlich haben wir auch das Brandenburger Tor besichtigt, wie es sich gehört, wenn man schon einmal in Berlin ist. Unser Lieblingsort in der Mitte Berlins war allerdings das Nikolaiviertel. Es ist zwar klein, aber die engen Gassen sind einfach malerisch und die älteste Kirche Berlins war uns mehr als nur ein Foto wert. Dieses faszinierende Viertel, zwischen alter Geschichte und dem Leben, welches heute in den Gassen herrscht haben wir wirklich ins Herz geschlossen.

Wir werden mit Sicherheit wieder nach Berlin fahren – allerdings gibt es hier so viel zu sehen, dass wir uns beim nächsten Besuch mehr Zeit einplanen werden.

Dieser Reisebericht wurde am 12. Juni 2007 von Regina verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Berlin, Pension Hubertus in Berlin-Reinickendorf, Kurzurlaub in Berlin-gruenes Berlin, grünes Berlin: Kurzurlaub mal etwas anders Reinickendorf Tegel Lübars grünes Berlin Berliner norden.

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