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Stuttgart - ideal für einen Staedtetrip

Stuttgart, Hotel

Stuttgart hat das Image, etwas kleinbürgerlich, etwas spießig oder gar langweilig zu sein. Wer mit diesen Vorurteilen in die Landeshauptstadt kommt, wird schnell eines Besseren belehrt. Stuttgart und seine Bürger werden immer wieder unterschätzt, obwohl sich hinter all diesen Klischees immer auch ein kleines Stück Wahrheit befindet.



Stuttgart ist - und das wird immer wieder bestätigt - eine der saubersten Städte Deutschlands. Die Gefahr, beispielsweise wie in Berlin, einen Slalomlauf an Hundehaufen vorbei machen zu müssen, gibt es hier nicht. Alles wirkt gepflegt - und das ist es auch. Man spürt schon bei seinem ersten Stadtbummel, dass es eine reiche Stadt sein muss, die die berühmte schwäbische, also gründliche Sauberkeit vorlebt.

Um die Stadt kennen zu lernen, empfiehlt es sich, zuerst den Schlossplatz aufzusuchen, der das eigentliche Herz der Stadt ist. Er liegt auch ziemlich günstig direkt an der Stuttgarter Einkaufsstraße, der Königstraße, die sich vom Bahnhof bis zum Wilhelmsbau zieht.

Schaut man sich am Schlossplatz um, sieht man das wunderschön renovierte Neue Schloss, in dem die Landesregierung ihre Empfänge abhält, das Alte Schloss, das ein sehenswertes zum Teil archäologisches Museum beherbergt, den Königsbau mit seinen riesigen Säulen, hinter denen sich große und kleine Geschäfte verstecken, und einem Café, das im Sommer den halben Schlossplatz zu einer Freiluft-Gaststätte verwandelt. Von hier kann man wunderbar bei einem Kaffee den Einheimischen und den Gästen beim Flanieren zusehen oder während eines Einkaufsbummels eine Rast einlegen.

Gleich neben dem Königsbau befindet sich ein spektaktulärer Glaskubus, in dem das Kunstmuseum Stuttgart seit 2004 untergebracht ist. Da sich an den Glaswänden Umgänge befinden, kann man aus dem Inneren des Gebäudes heraus einen wunderschönen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung bekommen. Sensationell ist der Glaskubus jedoch bei Nacht, durch eine spezielle Beleuchtung wird er zu einem eigenen Kunstwerk, in dessen Dachgeschoss ein gutes Café integriert ist.



Von noch größerer Bedeutung ist jedoch die Staatsgalerie mit einem beeindruckenden Erweiterungsbau des britischen Architekten James Stirling. Den Grundstock aller Exponate bilden Sammlungen alter deutscher Meister, aber auch einmalige Sammlungen italienische Malerei der Jahre 1300 bis 1800
und niederländische Malerei von 1500 bis 1700. Ein Stuttgart-Besuch muss mit einem Besuch der Staatsgalerie verbunden werden.

Stuttgart und Mercedes, das ist etwas Untrennbares. Vom Turm des Bahnhofs strahlt schon der berühmte Stern, das einstige Neckarstadion heißt heute Gottlieb-Daimler-Stadion - und doch sehen die Mercedes-Fans nicht Stuttgart als Geburtsort der Autos, sondern Untertürkheim. An der Grenze zu Bad Cannstatt, natürlich in der Mercedesstraße, wurde jüngst das etwa 1500 Ausstellungsstücke umfassende Mercedes-Benz-Museum eröffnet, das wie sonst nirgends, die Entwicklungsgeschichte des Automobilbaus aufzeigt.

Zu einer Kulturstadt, wie sich Stuttgart selbst bezeichnet, hat es die Stadt doch gebracht. Im Stuttgarter Staatstheater finden die weltberühmten Ballett- und Opernaufführungen statt. Doch ein spontaner Entschluss, eine solche Aufführung zu besuchen, ist zum Scheitern verurteilt. Man sollte sich schon lange vor Reisebeginn um Karten bemühen.

Alternativ hat sich eine einmalige Einrichtung einen Namen gemacht und ist zwischenzeitlich anerkannt etabliert: das Theaterhaus, das von Kleinkunst über Theater auch Konzerte aller Musikrichtungen anbietet.

Ein echter Publikumsmagnet sind jedoch das Apollo- und das Palladium-Theater. Es sind die hervorragenden Musical-Theater, die sich oben auf der Höhe der Stadt im SI-Centrum im Stadtteil Möhringen befinden. Im Programm waren oder sind noch so berühmte Musicals wie Miss Saigon, Die Schöne und das Biest, Cats, Das Phantom der Oper, 42nd Street und Elisabeth, Mamma Mia und Die drei Musketiere. Auch hier gilt, dass man sich rechtzeitig um Karten bemüht. Sehr angenehm sind auch Vorstellungen, die zu Sonderpreisen vor allem nachmittags stattfinden.



Für Freunde neuer Musikrichtungen hat Stuttgart keine überragende Auswahl. Dass man zur Geburtsstadt des deutschen Hip-Hop wurde lag vor allem an der Band "Die phantastischen Vier". Obwohl man mit dem Jazzkeller in der Marienstraße einen renommierten Veranstaltungsort hat, ist die Suche nach richtigen Musikkneipen fast aussichtslos. Außer es handelt sich um internationale Stars, die dann in der Schleyerhalle oder im Konzerthaus Liederhalle auftreten. Im Sommer gibt es dann hin und wieder Open-air-Veranstaltungen, die meist auf dem Cannstatter Wasen stattfinden, wo im Herbst auch das zweitgrößte Volksfest Deutschlands beheimatet ist.

Was viele Besucher gar nicht wissen ist die Tatsache, dass Stuttgart ein riesiges Vorkommen an Mineralwasser hat. So kann man sich in einem der Mineralbäder tatsächlich gut erholen und verwöhnen lassen. Wer Lust auf einen Wellness-Tag hat, sollte sich die Namen Mineralbad Leuze und Mineralbad Berg merken, die schon morgens um sieben Uhr ihre Pforten öffnen. Hier wird alles, was man von einer Erholungsoase erwartet, geboten. Nur die Preise sind etwas zu hoch, vor allem in den gastronomischen Betrieben, die jedoch eine ausgezeichnete Küche anbieten. Beide Bäder sind auch bestens für Familien mit Kindern geeignet, für die spezielle Einrichtungen vorhanden sind.

Für Kinder besonders interessant ist das Planetarium, wo man bequem vom Sessel aus Reisen durch das Weltall machen kann und dabei auch noch etwas lernt.

Dass die gesamte Gegend in und um Stuttgart herum auch eine traditionelle Weinbaugegend ist, sieht man an den Hängen des Stuttgarter Talkessels. Vor allem die Stadtteile Bad Cannstatt und Unter- sowie Obertürkheim bieten alles rund um den Wein. In Untertürkheim gibt es auch ein Weinbaumuseum. Das Schönste ist aber ein Besuch in einer der Weinwirtschaften. Hier trifft man auf die echten Schwaben, deren Dialekt jedoch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Dies gilt jedoch nicht für das Essen: Nirgendwo sonst in Stuttgart kann man eine solch hervorragende, bodenständige schwäbische Küche bekommen, die optimal zu den angebotenen Weinen passt. Ein Besuch in einer der Weinwirtschaften kann zu einem Höhepunkt eines Stuttgart-Besuches werden.

Und zum Abschluss sollte man nach Degerloch auf den Fernsehturm, das Wahrzeichen der Stadt, mit einem grandiosen Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung.

Dieser Reisebericht wurde am 13. Juni 2007 von Dreamgirl verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Stuttgart, Hotel, Stuttgart - ideal für einen Staedtetrip, Insidertipps für einen Stuttgart Besuch- Städtetrip nach Stuttgart Erfahrungen reisetipps.

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