Südafrika-Mauritius-Kombi im September 2005
Nach einem angenehmen Nachtflug mit South African Airways direkt von Frankfurt sind wir morgens in Kapstadt gelandet. Der Service/Verpflegung an Bord war ok, auch wenn der Sitzkomfort nicht ganz so komfortabel war wie bei namhaften Mitbewerbern. Nichts desto trotz ging der 12-Stunden-Flug schnell vorbei und nach Absolvierung der Einreisebestimmungen sowie Übernahme des Mietwagens konnte das „Abendteuer Südafrika“ beginnen. Unsere erste Station in Kapstadt war das kleine, sehr komfortable und nette Gästehaus „Lezard Blue“ welches von einem deutschen Ehepaar im Stadtteil Oranjezicht am Fuße des Tafelberges geführt wird. Eine sehr empfehlenswerte Unterkunft mit exzellentem Essen, guter Lage und netten „Hosts“ die jedem Gast mit Tipps und Informationen zur Seite stehen. Folgende Tagestouren haben wir von Kapstadt aus unternommen:
* Fahrt zum Kap der guten Hoffnung:
Die gut ausgebauten Straße M3 Richtung Muizenberg führte uns durch wunderschöne Landschaft mit tollem Ausblick auf den Indischen Ozean vorbei an Fish Hoek, Simon’s Town sowie der „Boulder’s Beach“, wo sich eine Pinguin-Kolonie befindet (Eintritt: ZAR 15,- p. P.). Angekommen im Nationalreservat am „Kap der guten Hoffnung (Eintritt: ZAR 35,- p. P.) welches ein riesiges Gebiet mit großartiger Küstenlandschaft, Stränden und üppiger Flora und Fauna umfasst fuhren wir zum äußersten Punkt des Kaps: nun trennte uns lediglich ein 10-minütiger Fußweg oder aber eine Zahnradbahn vom legendären Leuchtturm an der Spitze des Kaps. Wir legten die Strecke zu Fuß zurück und wurden mit
einer grandiosen Aussicht auf die zwei Ozeane belohnt!! Ein Erlebnis der besonderen Art war zusätzlich die Tatsache, dass sich direkt unter uns in den Wellen 2 Wale eingefunden hatten und gemeinsam in den Wellen tobten. Auf dem Rückweg besuchten wir die „Cape
Point Ostrich Farm“ – eine der besten Straußenfarmen unweit vom Kap entfernt - mit einem riesigen Anwesen und einer interessanten Führung, bei der man alles über die Zucht von Straußen erfährt. Es besteht außerdem die Möglichkeit dort zu speisen und Souvenirs zu kaufen. Anschließend setzten wir unseren Weg wieder in Richtung Kapstadt fort, allerdings auf der Seite des Atlantischen Ozeans. Besonderes schön und sehr empfehlenswert war die Fahrt entlang des bekannten „Chapman’s Peak Drive“ welcher zu den schönsten und meistgefilmten Küstenstraßen der Welt zählt. Da bezahlt man die Gebühr von ZAR 25,- pro Auto gerne!!!
* Besuch der Victoria & Alfred Waterfront sowie der Gefängnisinsel „Robben Island“ Kapstadts bekannte und sehenswerte „Victoria & Alfred Waterfront“ gehört zu den
schönsten Hafenpromenaden der Welt. Eine Vielzahl an Geschäften, Restaurants, Bars, Museen und Hotels sind hier beheimatet und bieten für alle Geschmäcker das Richtige.
Von hier aus können auch kleine Hafenrundfahrten, Sundowner-Cruises oder Fahrten z.B. zum Hochseefischen gebucht werden. Wir haben uns für die Halbtages-Tour zur
bekannten Gefängnisinsel „Robben Island“ entschieden, was wirklich sehr beeindruckend war. Ehemalige Gefangene führen die Besucher durch verlassenen Zellen und sterile Gefängnisräume und tragen mit ihren ausführlichen und wahrheitsgetreuen Geschichten
zum Verständnis der Geschichte bei. Ein Highlight der Führung war der Besuch der Gefängniszelle von Nelson Mandela.
* Besuch des Tafelberges
Das Wahrzeichen Kapstadts ist der bekannte Tafelberg mit einer Höhe von 1.086m und oft umgeben von einem sog. „Tischtuch“ aus Wolken. Wir hatten Glück und konnten den Tafelberg an einem Tag ohne Wolken und bei gutem Wetter besuchen. Folgende Möglichkeiten bieten sich den Besuchern zum Erklimmen des Berges: Fahrt mit der Seilbahn oder über zwei Wanderwege mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrades. Wir haben uns für die Variante „hoch laufen“ entschieden und waren nach 2,5 Stunden erschöpft aber glücklich am Ziel!!! Von oben hat man eine tolle Aussicht über die Stadt
sowie auf die namhaften Vororte „Camps Bay“ und „Clifton Beach“. Ein wirklich tolles Erlebnis. Für den Abstieg haben wir uns dann für die Seilbahn (ZAR 57,- p.P.) entschieden, welche lediglich 5 Minuten dauerte. Restaurant-Tipp in Kapstadt: „The Africa
Cafe“ (landestypische Speisen serviert in kleinen Schälchen), „Strega“ (italienische Küche).
Nach diesen schönen und erlebnisreichen Tagen in Kapstadt fuhren wir in die Weinanbaugebiete der Kapregion. Wir besuchten Franchhoek und Paarl, und nahmen uns für die zweitälteste Stadt Stellenbosch ein bisschen mehr Zeit. Unsere Unterkunft war das kleine mondäne Herrenhaus namens „Summerwood Guesthouse“ von wo aus man bequem zu Fuß das Zentrum mit zahlreichen Restaurants und Geschäften erreichen kann. Traditionelle Souveniers aus Holz und Batik lassen sich hier auch sehr gut einkaufen!!! Tipp: beim Kauf in Geschäften kann man anhand der Rechnung sich später
am Flughafen die Tax auszahlen lassen, was dagegen beim Kauf auf dem Markt nicht geht. Allerdings darf/muss man dort handeln. Ein Highlight für uns war die Besichtigung
des Weingutes „Bergkelder“ bei der man ausführlich den Weg „von der Traube zur Weinflasche“ erklärt bekommt und auch die unterschiedlichen Weinsorten/Trauben
probieren darf (Eintritt: ZAR 18,- p. P.). Restaurant-Tipp in Stellenbosch: „Wijnhuis“ (traditionelle Kap-Küche mit ausgezeichneten Weinen) oder „Bukhara“ (indische Spezialitäten).
Wir setzten unsere Reise fort in Richtung Küste über den tollen Franchhoek Pass mit kurvigen engen Straßen und toller Aussicht. Unser nächsten Ziel hieß: Hermanus,
bekannt für die Wale die sich in dieser Bucht zwischen September-November zum Paaren und Gebären einfinden. Leider hatten wir mit dem Wetter Pech (es regnete und windete den ganzen Tag) so dass sich auch nur wenige Wale an der Oberfläche zeigten. Wir übernachteten in dem kleinen Gästehaus „Balei de Hermanus“ unweit vom Stadtkernentfernt mit ansprechender Ausstattung und leckerem Frühstück.
Nach dieser schönen und erlebnisreichen Zeit verabschiedeten wir uns von der Kapregion und flogen mit SAA von Kapstadt nach Johannesburg. Dort nahmen wir unseren nächsten Mietwagen in Empfang und fuhren direkt zum Krüger Nationalpark (Timbavati Eingangstor, Eintritt ZAR 90,- p. P. sowie ZAR 65,- für das Auto) was sich als 7-stündige Autofahrt herausstellte über teilweise sehr holprige und kurvenreiche Straßen. Aber das Ziel – die Motswari Game Lodge – war eine tolle Belohnung!! Eine traumhafte Lodge inmitten des südlichen Teils des Krüger Nationalparks mit luxeriösen Bungalows und freundlichem Personal. Jeweils morgens um 6:00 Uhr bzw. nachmittags um 16:00 Uhr fanden Pirschfahrten mit ausgebildeten Rangern statt, die wirklich ein Erlebnis waren! Wir hatten großes Glück und konnten sogar Leoparden aus 5 m Entfernung beobachten sowie Löwen, Giraffen, Elefanten, Springböcke, Wasserbüffel, Krokodile u.v.m. Die Lodge
liegt direkt an einer Wasserstelle, sodass wir von dort aus bereits schon morgens beim Frühstück Tiere beobachten konnten. Ein unbeschreibliches Erlebnis!!!
Nach 3 Tagen Natur pur verließen wir den Krüger Nationalpark wieder und fuhren in die wunderschöne Provinz von Mpumalanga zum Gästehaus „Böhm’s Zeedernberg“, malerisch gelegen im fruchtbaren Sabie River Tal zwischen den Orten Hazyview und Sabie. Von hier aus erkundeten wir die berühmte Panoramaroute mit Besuch des Blyde River Canyons, den MacMac Wasserfällen, God’s Window und Bourke’s Luck Potholes.
Leider hatten wir genau an diesem Tag schlechtes Wetter sodass die eigentlich tollen Aussichtspunkte für uns nur einen Blick in die Nebelwolken darstellten. Nicht desto trotz war die Route lohneswert und sehr interessant.
Auf dem Weg zurück zum Flughafen nach Johannesburg legten wir noch einen Stopp in der Nähe von Lydenburg in dem Gästehaus „Stonecutters“ ein, da unser Weiterflug
nach Mauritius bereits am frühen Nachmittag stattfand. Auch dieses Gästehaus ist im afrikanischen Stil eingerichtet und wir verbrachten unseren letzten Abend gemütlich am Kamin mit köstlichen Speisen. Nach Ankunft in Johannesburg und Rückgabe des Mietwagens lösten wir bei der TAX-REFUND-Stelle unsere Rechnungen ein, bzw. erhielten die bezahlten Steuern zurück erstatten. Allerdings verlangte die Bank hierfür eine Gebühr. Der Flug von Johannesburg nach Mauritius dauerte 4 Stunden und wir kamen abends nach Einbruch der Dunkelheit auf Mauritius an. Ein Repräsentant von SummerTimes wartete bereits auf uns und brachte uns zu der neuen „L’Exil Lodge“ im Süden von Mauritius. Diese Lodges liegen in einer privaten Zuckerrohrplantage mit herrlichem Blick auf einen Wasserfall. Das offen gebaute Hauptrestaurant bietet kreolische und einheimische Küche. Am nächsten Morgen nahmen wir an einer Wandertour zum Wasserfall durch die Zuckerrohrplantagen teil auf der wir die
einheimische Flora und Fauna sowie die vielfältige Vogelwelt bestaunen konnten.
Lediglich die dort beheimateten Moskitos machten uns das Leben schwer. Trotzdem war die Wanderung mit dem lokalen Führer sehr interessant. Am nächsten Tag fuhren wir zum Hotel „L’Heritage Golf & Spa Resort“ an der
Südküste (Bel Ombre) von Mauritius. Hier wurden wir freundlich empfangen und es hieß zum letzten Mal Koffer ein/auspacken. In diesem tollen Hotel im afrikanischen Stil genossen wir die letzten Tage unseres Urlaubes in vollen Zügen: herrlicher feiner Sandstrand, kristallklares Wasser, entspannende Massagen, großes Wassersportangebot und vor allem tolles Essen!!! An einem Tag besuchten wir den bekannten großen „Pamplemousse Garden“ mit seiner Vielfalt an Pflanzen und den bekannten Riesen-Wasserlilien sowie anschließend die Hauptstadt Port Louis mit ihrem bekannten Markt, wo wir tolle Korbwaren kauften. Der Rückflug nach Frankfurt mit Air Mauritius war gewohnt angenehm und problemlos.
Fazit: eine Traum-Kombi aus zwei sehr unterschiedlichen Reisezielen mit vielen tollen Erlebnissen und empfehlenswerten Unterkünften!! Gerne wieder!
Dieser Reisebericht wurde am 14. Juni 2007 von traveldesigner
verfasst.
Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Kapstadt, Tafelberg, Stellenbosch, Krüger National, Summerwood Guesthouse, Motswari Game Lodge, L'H, Südafrika und Mauritius, Travel-Designer - toporganisert individuell zugeschnitten.