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Mauritius - eine wunderschöne Insel!

Péreybère

Die 1865 qkm große Insel ist nicht nur wegen der Briefmarke, der „Blauen Mauritius“, berühmt. Ihre 330 km Küstenlinie, die fast durchgehend von einem Korallengürtel umgeben ist, machen sie zu einem beliebten Reiseziel im Indischen Ozean. Die Insel misst an der längsten Stelle 64 km und an der breitesten Stelle 47 km. Zu Mauritius gehört die kleine Nachbarinsel Rodrigues, sowie zahlreiche kleinere unbewohnte Inselchen wie die Ile aux Cerf oder die Ilot Gabriel. Die Hauptstadt heißt Port Luis, der Flughafen Sir Seewoosagur Ramagoolam Air Terminal (MRU) liegt 3 km von Mahebourg entfernt.



Auf Mauritius leben etwa 1.200.000 Menschen unterschiedlichster Herkunft. Es sind vier Bevölkerungsgruppen: Europäer, Afrikaner, Chinesen und Inder. Ebenso unterschiedlich sind die Religionen auf der Insel. Den größten Anteil haben die Hindus, danach kommen die Christen als zweitgrößte Religionsgruppe. Mit Mohammedanern und chinesischen Buddhisten sind weitere Religionen auf der Insel vertreten. Sie alle leben hier friedlich zusammen. Die offizielle Amtssprache auf Mauritius ist englisch. Die Bevölkerung spricht allerdings gerne französisch oder kreolisch.

Die Landschaft auf Mauritius ist vom Zuckerrohr geprägt, etwa 80 % der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche ist damit bebaut. Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten, es gibt eine interessante Flora und Fauna. Die Natur bietet nicht nur eine Fülle an tropischen Pflanzen, sondern auch dichte Wälder und eine bizarre Bergwelt. Die Strände sind von Filaos gesäumt, das sind wiederstandsfähige Nadelbäume, deren Wurzeln sich auch im salzhaltigen Boden ausbreiten.

Das bekannteste Tier der Insel ist ausgestorben. Der Dodo war ein auf Mauritius lebender, flugunfähiger Vogel, der im 17 Jahrhundert von den mitgebrachten Ratten, Schweinen und Affen ausgerottet worden wurde. Durch neuere Knochenfunde konnte dieser Vogel genauer beschrieben werden, er war etwas größer als ein Truthahn und hatte einen plumpen Körper mit kurzen Beinen. Es gibt es kein vollständig erhaltenes Skelett eines Dodos, der heute im Wappen von Mauritius als Schildhalter fungiert. Zur heutigen Tierwelt gehören Hirsche, Wildschweine, Affen und seltene Vogelarten wie der Mauritius-Falke und der Mauritius-Sittich. Unter Wasser kann man eine Vielzahl an tropischen Fischen bewundern.

Wir waren schon dreimal auf dieser wunderschönen Insel! Es gibt Strände mit guten Schnorchelmöglichkeiten, wunderschöne Hotels , aber auch eine Vielfalt an Ferienhäusern und Apartments für jeden Anspruch. Unsere bevorzugte Urlaubsregion auf Mauritius ist die Nordküste. Beim ersten Mal waren wir 2003 in Péreybère, einem kleinen Ort mit einer wunderschönen Bucht, so richtig zum relaxen. Leider hatten wir im April die Regenzeit erwischt und wir haben kaum etwas von der Insel gesehen. Deshalb beschlossen wir, im Oktober noch mal nach Mauritius zu reisen. Diesmal sollte es Flic en Flac sein, wegen der guten Schnorchelmöglichkeiten. Der Ort ist an sich etwas langgezogen, er hat uns nicht so besonders gut gefallen. Aber die Lagune war sehr schön zum Schnorcheln. Diesmal haben wir die Insel von ihrer besten Seite kennen gelernt, das Wetter war einfach Spitze!



Dann zog es uns im Oktober 2006 nochmal nach Mauritius. Diesmal war Pointe de Channoniers unser Urlaubsort. Es hat uns dort gut gefallen, man konnte recht viel unternehmen. Es war in der Nähe von Grand Baie, dem Zentrum im Norden der Insel mit einer Vielzahl an Geschäften, Banken, Restaurants, Bars, Cafes, Discos und Hotels. Es gibt allerdings in Grand Baie keinen „Traumstrand“ sondern nur eine enge Bucht mit sehr vielen Booten. Ein schöner Anblick!   Aber in der Nähe von Pointe de Channoniers wird strandmäßig einiges geboten. Von Mont Choisy bis Trou aux Biches erstreckt sich ein wunderschöner ca. 4 km langer Sandstrand mit Wassersportmöglichkeiten aller Art, Tauchen, Schnorcheln, Parasailing, Wasserski, Hochseeangeln und Glasbodenbooten.

Bei unseren beiden letzten Urlauben auf Mauritius hatten wir dann auch ausreichend Gelegenheit, Ausflüge zu machen und die Insel zu entdecken.

Zu den Highlights im Norden gehörte für uns der botanische Garten von Pamplemousses. Die Vielfalt der Pflanzen fanden wir einfach beeindruckend. Die berühmten Wasserlilien sind schon fast so etwas wie ein Wahrzeichen von Mauritius. Aber so etwas dann in natura zu sehen, ist schon ein Erlebnis. Man sollte sich auf jeden Fall einer Führung anschließen, damit man auch die Erklärungen zu den einzelnen Pflanzen bekommt. Es gibt alle tropischen Palmenarten, viele Bäume, deren Namen wir vorher nicht einmal kannten. Gewürzpflanzen und tropische Früchte haben wir kennen gelernt. Man trifft im Park nicht nur auf Touristen, es sich auch viele einheimische Schulklassen unterwegs, die dort die Pflanzenwelt ihrer Heimat betrachten. Den Einheimischen dient der Park auch zur Erholung, viele machen dort auch Picknick. Den Besuch kann ich nur empfehlen, einen besseren Überblick über die tropische Pflanzenwelt kann man nicht bekommen.

Goodlands ist eine typisch mauritische Kleinstadt mit vielen Handwerksbetrieben und einem großen Textilmarkt. Besonders sehenswert ist die Schiffsmodellfabrik. Cap Malheureux ist der nördlichste Punkt der Insel. Von hier aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf die vorgelagerten Inseln Coin de Mire, Ile Plat und Ilot Gabriel. Außerdem gibt es noch eine kleine römisch katholische Kapelle zu sehen. In Péreybère gibt es eine schöne Badebucht, die auch bei den Einheimischen recht beliebt ist. Auch in Trou aux Biches fanden wir die Strände sehr schön, auch zum Schnorcheln. Hier konnten wir in der Nähe, in Triolet, den Shivalah-Tempel besichtigen. Das ist die größte hinduistische Tempelanlage auf Mauritius. 1891 wurde mit dem Bau des Hauptgebäudes begonnen, kleinere Gebäude kamen hinzu. Der Tempel ist innen wie außen bunt geschmückt und von Grünanlagen umgeben.  



Die Hauptstadt Port Louis fanden wir auch sehenswert. Ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang ist der Caudan Waterfront Shopping Complex am Hafen. Hier in der nähe findet man das Blue Penny Museum, das Postmuseum und den Zentralmarkt. Die Markthallen wurden 1844 errichtet, sie wurden mehrmals durch Brände zerstört. Nach dem letzten Feuer 1981 hat man einen Teil des Neubaus in einen Kunsthandwerk- und Souveniershop umgebaut. Die drei übrigen Hallen sind dem Verkauf von Lebensmitteln vorbehalten. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in Port Louis gehört das Government House, der auch heute noch offizieller Regierungssitz ist, die St. Louis Kathedrale, die St. James Kathedrale, das Chinesenviertel sowie die Pferderennbahn Champ de Mars. Das naturhistorische Museum wurde 1885 gegründet, um das Studium der einheimischen Tierarten zu ermöglichen. Heute verfügt es über eine große Abteilung für Meerestiere, einer umfangreichen Bibliothek sowie einigen Kunstsammlungen. Zu den wichtigsten Ausstellungsstücken gehört die Rekonstruktion eines Dodos.

Im Westen der Insel fühlten wir uns in die Kolonialzeit zurück versetzt. In der Domaine les Pailles gibt es alte Kolonialvillen, Zuckerrohrfelder, Kräutergärten, eine Rum-Destillerie und eine Zuckermühle zu besichtigen. Das Kolonialhaus Eureka bietet eine weitere Zeitreise in die Vergangenheit. Die Städte Curepipe, Quatre Born und Rose Hill im Inselinnern bieten Attraktionen der heutigen Zeit, gute Shoppingmöglichkeiten und Restaurants. In der Nähe von Curepipe gibt es den Vulkankrater Trou aux Cerf zu sehen. Er ist ein erloschener Vulkankrater und etwa 650 m hoch. In dem fast 100 m tiefen Kraterloch hat sich ein Biotop gebildet.

Im Süden sind die Farbige Erde von Chamarel und der dazugehörende Wasserfall ein besonders Highlight. Danach ging es weiter entlang der Teeroute. Hier sahen wir nicht nur die vielen Teeplantagen, sondern bekamen auch die Möglichkeit, in Bois Chéri die Teefabrik und ein kleines Teemuseum zu besichtigen. Hier im Süden der Insel hatten wir auch einen schönen Blick auf den 556 m hohen Morne Brabant, der wie ein Wahrzeichen in die Höhe ragt. Mit dem La Vanille Crocodile Park gab es noch eine weitere Attraktion für uns. In dem 5 Hektar großen Park leben 2000 Krokodile, 500 Riesenschildkröten und 23000 Schmetterlinge und Insekten. Hinzu kommen Gekkos, Affen, Hirsche, Mungos und andere Tiere. Die Krokodile stammen aus Madagaskar, sie bekommen hier im Park sogar Nachwuchs. Das Schildkrötengehege ist das größte der Welt, das älteste Tier ist 95 Jahre alt und wiegt 275 kg.

Auf der Ostseite von Mauritius konnten wir die Ile aux Cerf in ihrer Postkartenschönheit bewundern. Trotz der vielen Touristen kann man hier noch ein ruhiges Plätzchen finden. Ein schönes Ausflugsziel war für uns auch die Domaine du Chasseur, ein Park mit einer Fläche von 950 Hektar. Hier leben Hirsche, Rehe, Affen und Wildschweine. Die Vegetation besteht aus Ebenholz, Eukalyptus, Palmen und Orchideen. Wir konnten uns mit einem Jeep zum Aussichtsrestaurant hochfahren lassen. Dort gab es eine Auswahl an Wildgerichten, dazu einen herrlichen Blick auf die Küste. In der Anlage spazierten einige Rehe herum, es war einfach traumhaft schön. So etwas hatten wir auf Mauritius nicht erwartet! Dann ging es noch zur Domaine Ylang Ylang, einer Plantage der Ylang Ylang-Pflanzen, aus deren Blüten ein Parfum hergestellt wird. Wir konnten neben der Destillerie auch den Park besichtigen. Es gibt eine kleine Parfumerie, in der man die Produkte aus der eigenen Herstellung erwerben kann.

Die Insel gefällt uns deshalb so gut, weil sie neben den schönen Stränden eine Menge an Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Höhepunkten bietet.

 

Dieser Reisebericht wurde am 28. Oktober 2008 von elke2 verfasst.

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