Verzeichnis » Afrika » Kenia » Safari in Kenia- Fotosafari im Samburu Reservat

Safari in Kenia- Fotosafari im Samburu Reservat

Samburu Reservat, diverse Lodges

Im Osten Afrikas liegt die Republik Kenia. Ein faszinierendes Land, welches immer mehr Urlauber aus allen Ländern anzieht. Kenia bietet alles. Erholung und Genuss, sportliche Freizeitvergnügen, herrliche Landschaften mit exotischen Tieren und seltsamen Pflanzen. Am beliebtesten sind bei Afrikareisen inzwischen die Safaris geworden. Jedoch sollte man eine Keniareise genau planen. Wo man überall hin möchte und ob man ein gültiges Visum, die richtigen Impfungen und die geeigneten Zahlungsmittel hat. Wichtig ist es auch, komfortable Zimmer in geeigneten Hotels oder Lodges frühzeitig zu buchen.



Früher bedeutet Safari eine Jagdreise durch Afrika. Bei einer Safari wurde vor allem Großwild erlegt und die Trophäen der erlegten Tiere gesammelt. Schon Hemmingway liebte Safaris und verbrachte etliche Zeit in Kenia. Glücklicherweise machen die meisten Menschen heute mit ihren Kameras Jagd auf exotische Tiere. Sie sind zufrieden damit, Tiere in freier Wildbahn zu erleben. Aus diesem Grunde bieten derzeit viele Reiseveranstalter Fotosafaris an, bei denen erfahrene Führer die Touristen begleiten. Sie kennen sich aus mit der Landschaft und den in ihr lebenden Menschen und Tieren. Jeder Afrikaurlauber möchte einmal in seinem Leben die „Big Five“ vor seine Kameralinse bekommen. Die besten Voraussetzungen dafür, viele Tiere zu beobachten bieten die vielen Nationalparks.

Unvergesslich ist eine Tour durch den Mount Kenia Nationalpark und das Samburu Reservat.
Meine Reise beginnt mit einem Flug nach Mombasa. Zeit hat in Afrika eine andere Bedeutung wie in Deutschland und es geht wesentlich schneller, wenn man die richtigen Papiere hat. Nach einer längeren Wartezeit konnte ich endlich die Stadt besichtigen.
Im Stadtteil Nygali befindet sich die Krokodilfarm Mamba Village, wo Tausende von Krokodilen in den Teichen leben, die bis zu vier Meter groß werden können. Auf ein Krokodilsteak im dortigen Restaurant hatte ich allerdings keine Lust. Ich war sehr gespannt auf den Themenpark Ngomongo Villages im Stadtteil Shanzu. Dort wird die Kultur und Lebensweise verschiedener kenianischer Völker präsentiert. Jeder Stamm hat seinen eigenen Bereich, wo er seine Waffen, Kleidung, Haushaltsgegenstände vorstellt.
Weiter geht es mit dem Flugzeug nach Nairobi. Dort wird unsere Reisegruppe empfangen und ins Hotel gebracht.

Am nächsten Tag fahren wir nach Thika und besichtigen die Chania Wasserfälle. Anschließend führt die Route entlang fruchtbarer Plantagen. Neben Ananas wird auch Kaffee oder Tee angebaut. Die nächste Station ist Nyeri, danach geht es weiter Richtung Mount Kenia Nationalpark. Hin und wieder kann ich die durch Wolken verhüllten Umrisse des Vulkanberges Mount Kenia in den Himmel ragen sehen. Nach einer Legende der Kikuyu ist der Mt. Kenia Sitz ihres Gottes. Die Landschaft ist einzigartig und wechselt ständig ihr Aussehen. Bei zweitausend Höhenmetern beginnt der Bergwald. Danach folgt ein Bambuswald, der in Hochwald übergeht und dann zur Moorheide wird. Die Gipfel sind schneebedeckt.



320 Kilometer von Nairobi entfernt erreicht wir endlich das Ziel, den Samburu Nationalpark mit seinen anschließenden Reservaten. Zwischen dem Samburu Reservat und dem Buffalo Springs Reservat fließt der Ewaso Ngiro River. Sein Wasserreichtum und die angrenzenden Wald- und Grasflächen bietet vielen exotischen Tieren ein Zuhause. Im Shaba Nationalreservat sind sehr viele Löwen anzutreffen. Die Tierschützerin Joy Adams zog in diesem Gebiet die Löwin Elsa groß.

Ich kann es kaum abwarten, die berühmten „Big Five“, Afrikanische Elefanten, Kaffernbüffel, Löwen, Leoparden und Nashörner zu fotografieren. Erfahrene Führer wissen genau, wo sich die Tiere am liebsten aufhalten. Elefanten sind aus der richtigen Entfernung ziemlich einfach zu beobachten, aber Leoparden sind sehr scheu und jagen nachts. Zwischen den geführten Touren erholte ich mich auf einer komfortablen Lodge und genieße die landestypischen Spezialitäten. Die meisten Strassen sind nicht asphaltiert und machen das Sitzen in Safaribussen unbequem. Trotzdem ist es ein unvergessliches Erlebnis, wenn bei einer Fahrt mit dem Bus beiderseits der Strasse Giraffen an den Blättern riesiger Bäume knabbern oder eine Elefantenherde den Weg überquert. Hin und wieder flitzen Somali Strauße durch die Steppe oder man trifft auf Zebras. Nur im wüstenartigen Samburugebiet leben Kenias scheue Spießböcke.

Die Vogelwelt ist mit unzähligen Arten vertreten, allen voran die Webervögel. Samburu bedeutet Schmetterling und wie zum Beweis taumeln tausende farbenprächtige Schmetterlinge wie es sie sonst nirgendwo gibt, durch die Landschaft auf der Suche nach duftenden Blüten.
Das Samburu Reservat gehört zu den herrlichsten Naturschutzgebieten, es ist ein Paradies.
In einem Samburudorf kann man die Kultur und die Traditionen der halbnomadischen Samburu kennen lernen. Die Samburu sind ethnisch eng mit den Maasai verwandt. Sie bauen ihre Hütten aus Zweigen, die sie mit Schlamm verputzen. Die Dächer der Hütten sind aus Sisal gefertigt. Ich bin sehr ergrifffen von den Tanzvorführungen der Samburu. Das Hirtenvolk besitzt Kamele, Kühe und Ziegen. Sie essen selten Fleisch, sie ernähren sich hauptsächlich von einer Art Dickmilch.


Die Samburu Hirten schmücken sich mit bunten Perlen und bemalen ihre Körper mit Ockerfarben. Dazu sind sie bewaffnet mit Speeren oder Pfeil und Bogen.
Zu den wichtigsten Mitgliedern des Stammes zählen der Medizinmann und der Traumdeuter. Die Samburu leben nach dem Ältesten- Prinzip. Das bedeutet, dass die ältesten Mitglieder des Stammes die Entscheidungen treffen und die Verantwortung tragen.
Nach vielen spannenden Tagen im Samburu Reservat geht die Reise weiter. Der Safaribus macht einen Zwischenstopp an den Thomson´s Falls. Dort stürzt der Manguo River fünfundsiebzig Meter tief in eine felsige Schlucht.

Über die am Äquator liegende Stadt Nyahururu geht es zum nächsten Ziel, dem Lake Bogoria Nationalreservat. In diesem Schutzgebiet tummeln sich unzählige Vögel, von denen vor allem die rosaroten Flamingos auffallen. An den Ufern des Sees schießen Geysire heiße Wasserfontänen in die Höhe. Im umgebenden Grasland sind vor allem Büffel, Zebras und Kudu-Antilopen beheimatet.
Eine Reise nach Kenia ist unvergesslich. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, die Landschaft ist wunderschön. Die meisten Hotels und Lodges sind sauber. Wer Afrika einmal erlebt hat, wird das Land nie wieder vergessen. Wenn der Himmel bei Sonnenuntergang in allen Rottönen erstrahlt, bevor die Sonne hinter dem Horizont versinkt. Dösende Löwen, die so harmlos in der Sonne liegen und doch so gefährlich sind.

Das faszinierendsten Erlebnis während des Urlaubs war die zweitägige Kamelsafari. Nach einer erholsamen Nacht in der Lodge startete die Safari frühmorgens. Steifbeinig und mit gemischten Gefühlen kletterte ich auf das geduldige Trampeltier. Samburu Hirten und Spurenleser führten die Karawane durch nahezu unberührte Natur. Ich verspürte eine angenehme Einsamkeit. Die sanftmütigen Kamele trugen Menschen und Lasten bis zum Ufer des Ewaso Rivers, wo die Samburu Zelte errichteten. Nirgendwo sonst auf der Welt fühlt man sich selbst so nah wie in einer Nacht unter freiem Himmel mitten in der Wildnis. Kenia gilt als die Wiege der Menschheit und man fragt sich, ob die ersten Menschen einst hier auf dem Boden schliefen und in den gleichen Sternenhimmel blickten. Wie schade, dass der Urlaub vorbei ging.

Dieser Reisebericht wurde am 03. Juni 2007 von Safari verfasst. Der Autor hat Schlagwörter zu diesem Bericht hinterlegt: Samburu Reservat, diverse Lodges, Safari in Kenia- Fotosafari im Samburu Reservat, safari kenia big five aumburu bogoria nationalreservat reservate lodge fotosafari.

Hat Ihnen dieser Bericht gefallen?

Bisher hat 1 Leser diesen Bericht bewertet. Loggen Sie sich ein, damit auch Sie diesen Bericht bewerten können.

5 Sonnen (Sehr gut)

Wie bewerte ich Berichte?

Möchten Sie diesen Bericht kommentieren?


Dann loggen Sie sich ein und los geht's! Wir freuen uns über Ihre Meinung.




Diesen Reisebericht verlinken:




Login


Benutzer:
Passwort:
Nicht registriert?

Jetzt kostenlos bei adios.de registrieren


Passwort vergessen?

Neues Passwort per Email anfordern